iPhone 14: Angeblich noch nicht mit 3-nm-Prozessor
Der mutmaßliche A16-Bionic-SoC des iPhone 14 soll einem Bericht zufolge noch nicht in 3 Nanometern vom Band laufen. Hintergrund seien Verzögerungen beim Auftragsfertiger und Apple-Partner TSMC.
Wie "The Information" berichtet, erweist sich bei Auftragsfertiger TSMC der Umstieg aufs neue N3-Verfahren als holprig. Apples iPhone 14 und TSMCs 3-nm-Fertigungsprozess seien daher zeitlich nicht mehr in Einklang zu bringen. Der mutmaßliche A16-Bionic-SoC würde demnach erneut in 5 Nanometern produziert. Schon die Prozessoren des iPhone 12 und iPhone 13 basieren auf diesem Verfahren.
"Die Konsequenz von TSMCs Problemen ist, dass der iPhone-Prozessor zum ersten Mal überhaupt drei Jahre in Folge, kommendes Jahr inklusive, auf dasselbe Chip-Herstellungsverfahren setzen wird." Laut Bericht könnte dieser Umstand dazu führen, dass mancher Kunde die Aufrüstung seines Geräts um ein weiteres Jahr verschiebt. Auch sei es denkbar, dass Apples Konkurrenz die Zeit nutzt, um weiter auf die Amerikaner aufzuschließen.
iPhone 14: Trotz 5-nm-Prozess wohl doch eine Neuerung
Ganz ohne Änderungen wird Apple beim A16 Bionic wohl nicht dastehen. Laut TSMC sollen erste Produkte auf Basis des N4P-Verfahrens in der zweiten Jahreshälfte 2022 bereitstehen - und in genau dieses Zeitfenster fällt voraussichtlich auch das iPhone 14. Beim N4P handelt es sich um die dritte Ausbaustufe von TSMCs 5-nm-Verfahren mit einer laut Auftragsfertiger 22 Prozent höheren Energieeffizienz als der ursprüngliche Prozess. Auch bei der Architektur des Prozessors wird Apple sicherlich noch die eine oder andere Stellschraube drehen.
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Welche Trümpfe Apple beim iPhone 14 möglicherweise in der Hinterhand hält, wird sich erweisen. Bis zum Release dürfte so oder so noch einige Zeit ins Land ziehen: Das iPhone 13 hatte Apple schließlich erst diesen September der Öffentlichkeit präsentiert. Ebenfalls vorgestellt wurde die Apple Watch Series 7 und ein neues iPad (Mini).
Quelle: The Information

Bislang war es immer so, dass Apple die mit Abstand höchsten Preise zahlen konnte und deswegen neue Produktionen ein gutes Jahr früher nutzte. Und das wegen der Umstellung auf eigene Prozessoren auch in immer größerer Gesamtmenge – da wird es spannend, ob und wie viele N5-Linien TSMC parallel für die normalerweise nachrückenden B-Kunden einrichtet. Best Case wäre, dass nur der Waferflächen-Mehrverbrauch von Apple stört, Worst Case dass die ganze Produktplanung zu stocken beginnt. Ich erinnere hier an Intel, die 2017/2018 wieder alte 22-nm-PCHs ins Programm nehmen mussten, weil sie jedes bisschen 14-nm-Kapazität für übergroße CPUs brauchten, nachdem deren kompaktere 10-nm-Nachfolger abgesagt wurden.
Langfristig profitieren also AMD und Nvidia von dieser Situation, nur in der Chipkrise erinnert man sich natürlich auch in Taiwan, wer die ganzen letzten Jahre die schönen Neuentwicklungen so finanziert hat.
Mit 20 und 18 A im Zeitplan samt Auftragsfertiger wäre allen geholfen
Abgesehen davon gab erst kürzlich TSMC bekannt, dass man im Zeitplan liege, ich gehe davon aus, dass dieses Gerücht eine Ente ist, bis es sich verdichtet.
Bislang war es immer so, dass Apple die mit Abstand höchsten Preise zahlen konnte und deswegen neue Produktionen ein gutes Jahr früher nutzte. Und das wegen der Umstellung auf eigene Prozessoren auch in immer größerer Gesamtmenge – da wird es spannend, ob und wie viele N5-Linien TSMC parallel für die normalerweise nachrückenden B-Kunden einrichtet. Best Case wäre, dass nur der Waferflächen-Mehrverbrauch von Apple stört, Worst Case dass die ganze Produktplanung zu stocken beginnt. Ich erinnere hier an Intel, die 2017/2018 wieder alte 22-nm-PCHs ins Programm nehmen mussten, weil sie jedes bisschen 14-nm-Kapazität für übergroße CPUs brauchten, nachdem deren kompaktere 10-nm-Nachfolger abgesagt wurden.