iPhone 12: 5G angeblich für alle drei Modelle, A14-Chip in 5 nm und mehr
Während das aktuelle iPhone 11 gerade erst seit September im Handel ist, gibt es mittlerweile bereits einen aufschlussreichen Ausblick auf den für 2020 geplanten Nachfolger in Form des designierten iPhone 12. Mit dabei sind unter anderem 5G-Unterstützung, der neue A14-Chip und weitere Details.
Die Informationen zur nächsten Smartphone-Generation von Apple stammen vom renommierten Wirtschaftsjournal Nikkei Asian Review unter Berufung auf vertrauliche Quellen aus der Industrie. Demnach wolle sich Apple mit der Feature-Offensive und hohen Verkaufszielen die "Krone als innovativstes Technologieunternehmen der Welt zurückzuerobern".
Dafür soll unter anderem die in diesem Jahr noch vernachlässigte Unterstützung des neuen 5G-Mobilfunkstandards sorgen, die in allen drei geplanten iPhone-Modellen in Form des Qualcomm-Modems Snapdragon X55 enthalten sein soll und nicht nur in den beiden Topmodellen, wie sonst oftmals bei neuen Features. Gleichwohl wird davon ein Impuls erwartet, durch den Mobilfunk-Carrier weltweit den Ausbau der 5G-Telekommunikationsinfrastruktur beschleunigen.
iPhone 12 und Co.: 5G als Verkaufsargument
Apple plant laut den Quellen von Nikkei Asian Review mindestens 80 Millionen der neuen 5G-iPhones im nächsten Jahr auszuliefern. Unterdessen haben bekanntlich bereits Konkurrenten wie Samsung, Huawei und kleinere Wettbewerber in Form von Oppo und Xiaomi bereits erste 5G-Smartphones auf den Markt gebracht, jedoch schreitet die Verbreitung bisher nur langsam voran.
Im Jahr 2020 sollen jedoch nach Schätzungen von Analysten des Market Intelligence & Consulting Institute (MIC) weltweit 206 Millionen neue 5G-Smartphones produziert werden, was etwa 18 Prozent aller neuen Smartphone-Verkäufe ausmachen soll. Die hohe Nachfrage nach dem Snapdragon X55 könnte dabei zu Lieferengpässen führen. Apple plant nach dem Kauf von Intels Modemsparte für den Mobile-Bereich künftig aber bekanntlich auch auf Eigenentwicklungen zu setzen, wobei deren Marktreife noch nicht absehbar ist.
"Apple hinkt bei der Einführung von 5G-Produkten etwas hinterher und will auf jeden Fall aufholen", so Joey Yen, ein Tech-Analyst der Marktforschungsagentur IDC. "5G ist eines der ausgefallensten Marketing-Schlagwörter zurzeit... [vor allem] in einem so reifen und wettbewerbsintensiven Markt. Es ist eine Funktion, die die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich ziehen und den Unternehmen erlauben kann, sich als Technologieführer zu bezeichnen."
SoC in 5 nm, aber wohl weiterhin auch LCD
Neben dem 5G-Chips sollen auch alle drei neuen iPhones auf den designierten "A14"-Chip als Nachfolger des aktuellen "A13 Bionic" für mehr Rechenleistung setzen, der im neuen 5 Nanometer-Verfahren bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) gefertigt werden soll. Derzeit hat neben Apple angeblich nur Huawei entsprechende Pläne, diese Produktionstechnologie im nächsten Jahr einzusetzen.
Wie auch beim aktuellen iPhone 11 und seinen Pro-Versionen könnten OLED-Displays dabei weiterhin den beiden Topmodellen vorbehalten bleiben, während die günstigste Version einmal mehr auf LCD-Technik setzen könnte. Eine weitere Neuerung soll eine rückwärtige 3D-Sensor-Kamera sein, wie sie für Face ID bei der Frontkamera eingeführt wurde und nun verstärkt für Augmented Reality eingesetzt werden soll.
iPhone SE 2 am Horizont
Unterdessen wird für das kommende Frühjahr weiterhin die Einführung eines iPhone SE-Nachfolgers mit bestehender Technik für preisbewusste Käufer erwartet. Dies könnte Apple neben der Einführung der 5G-iPhones im Herbst nächsten Jahres ein zusätzliches Momentum verschaffen. Jüngsten Informationen zufolge dürfte das "iPhone SE 2" bei den Abmessungen auch wieder kleiner ausfallen, was eine weitere Zielgruppe ansprechen würde.
"Apple ist besser als in den Vorjahren darauf vorbereitet, starken Gegenwind in China zu bekommen", so Louis Liu, Research Analyst bei Canalys in Shanghai. "Aber es steht vor einer sich abzeichnenden Herausforderung, da chinesische Anbieter und Betreiber in den nächsten zwei Quartalen starke Marketing- und Werbeaktionen um 5G herum betreiben werden", was laut Meinung des Marktforschers Apple etwas den Wind aus den Segeln nehmen könnte.
