Apple Nanotexturglas: 25-Euro-Reinigungstuch übertrieben?
Geht es nach Apple, verwendet man ein 25 Euro teures Reinigungstuch für das Nanotexturglas, das nun auch beim iPad Pro M4 zum Einsatz kommt. Doch ist das wirklich nötig?
Apple bietet neben seinen Monitoren nun auch das iPad Pro optional mit Nanotexturglas an. Der Aufpreis liegt bei 150 Euro für Geräte ab 1 Terabyte Festspeicher und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, was schon für Unverständnis sorgte. Für kaum weniger Unverständnis sorgt der Hinweis von Apple, dass man ein 25 Euro teures Mikrofasertuch zur Reinigung empfiehlt.
Das Poliertuch kostet einzeln 25 Euro, liegt aber einmalig beim Kauf von Produkten mit Nanotexturglas bei. Wer allerdings ein Neues braucht, soll nach dem Wunsch von Apple tief in die Tasche greifen, wie es für quasi jedes Originalzubehör von Apple gilt.
Die Kollegen von Golem haben getestet, ob es einen Unterschied macht, wenn man das 25 Euro teure Poliertuch gegen ein beliebiges Mikrofasertuch austauscht und kommen zum Schluss, dass es keinen Unterschied macht. Schlimmer noch: Laut den Kollegen ist das teure Tuch etwas zu klein für optimale Handhabung.
Nanotexturglas hat einige Fallen
Ob man das 150 Euro teure Nantoexturglas beim iPad pro mit M4 kauft, sollte zudem sehr gut überlegt sein. Anders als beim Monitor kommt nämlich ein negativer Effekt hinzu. Generell gilt, dass die Diffusion des Nanotexturglases nicht nur Spiegelungen tatsächlich recht effektiv eliminiert, sondern auch das vom Display abgegebene Licht. In der Folge verliert man die scharfen Kontraste bei Text und das tiefe Schwarze der OLED-Panels. Das gleiche Problem hat man auch bei OLED-Monitoren mit matter Filterfolie - die Diffusion wirkt eben beidseitig.
Das andere Problem ist die Bedienung: Während dem Nanotexturglas nachgesagt wird, dass es etwas freundlicher gegenüber Fingerabdrücken ist, muss man aber mit dem üblichen Verschleiß rechnen, der bei der Touch-Bedienung des iPads entsteht und erst recht, wenn man einen Apple Pencil verwendet. Zudem wird es problematischer, Schutzgläser aus dem Zubehör zu verwenden.
Wer also nicht unbedingt die Diffusion der Spiegelungen benötigt, um etwa das iPad viel tagsüber draußen zu verwenden, der sollte sich den Aufpreis gut überlegen. Zumal Punktlichtquellen, wie exemplarisch eine Lampe, auch diffuser werden und sich über das Display verteilen. Aufgrund der höheren Spitzeinhelligkeit der neuen iPads kann man versuchen, Spiegelungen mit weißen Oberflächen und Helligkeit Herr zu werden, wenngleich natürlich das Nanotexturglas in solchen Umgebungen seine Stärken ausspielt. Wer will, kann dafür aber auch eine der mattierten Folien aus dem Zubehör testen, die auch darauf ausgelegt sind, mit dem Pencil ein eher "Papier-artiges" Gefühl zu liefern.
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Meiner Meinung nach schade, denn so entsteht der Eindruck als ob das Nanotexturglas super empfindlich ist. In Wirklichkeit scheint es nur nicht so robust wie Gorillaglas zu sein, aber deutlich robuster als die "Oldschool" Touchscreens aus Plastik.
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kannte ich bisher gar nicht.
Action Filiale Finder
Danke schonmal
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Abgesehen davon hat JerryRigEverything den "harten" Test gemacht und festgestellt, dass "kein Tuch das Display beschädigt solange es nicht aus Stahlwolle ist"
Kein Ahnung warum Apple hier so einen Aufriss um die Reinigung macht, aber ich finde die grundsätzliche Technik eigentlich super. Klar, wenn man es mit Gorilla xyz vergleicht ist es ziemlich fragil, aber das gibts halt nur in spiegelnd.
Weil die matte Schicht von Displays bis dato aus Plastik war, musste man sich deshalb in der Regel zwischen matt und touch entscheiden, so zum Beispiel bei dem Gerät, auf dem ich gerade tippe (Dell XPS).
Das Nanotexturglas scheint beides zu können, und ich hoffe deshalb, dass andere Hersteller das irgendwann auch verwenden. Die 100 Kröten extra würde ich dafür gerne zahlen, wenn ein richter Laptop am Display hängt, und kein iPad.
Also keine "Erfindung" von Apple. Bei Microsoft gab es neulich die Tastatur für 500€
MediaMarkt hat üblicher weise Drucker ohne USB-Kabel oder DVD-Player und TFT ohne Anschluss-Kabel im Karton verkauft da man lieber nochmal extra 10-20 € für das passende Kabel verlangt.
Mit den M2-SSD haben sie Pech, da fällt das schöne SATA Kabel weg, das man sonst noch verkauft hat.