Youtube verschärft Regeln: Streaming erst ab 16 Jahren erlaubt
Youtube verschärft seine Livestream-Regeln: Wer unter 16 ist, darf bald nicht mehr senden. Auch bestehende Kanäle sind betroffen.
Youtube hat bekannt gegeben, dass das Mindestalter für Streaming auf 16 Jahre angehoben wird. Das Update der Nutzungsbedingungen wurde am 22. Juni veröffentlicht und tritt unverzüglich in Kraft. Bislang war es Jugendlichen ab 13 Jahren erlaubt, auf Youtube Streams zu veröffentlichen.
Bei Twitch liegt das Mindestalter derzeit noch bei 13 Jahren. Für sie gelten bis zum 18. Lebensjahr aber Einschränkungen in den Nutzungsbedingungen. Während Twitch die Altersgrenzen nicht wirklich aktiv kontrolliert, wird bei Youtube indes nun jeder gewarnt, der nicht 16 oder älter ist, dass die Altersgrenzen verbindlich sind. Das gilt auch für Bestandskanäle. Für Youtube ist die Alterskontrolle recht einfach, da man ohnehin schon ein System zur Alterskontrolle via Personalausweis oder Kreditkarte implementiert hat.
Verstößt man gegen die Auflagen, drohen die üblichen Maßnahmen bei Youtube und spätestens bei drei Verwarnungen ist der Kanal dann meistens geschlossen. Wer es darauf angelegt hat, wird zumindest darüber informiert, dass man wegen Verletzung der Altersregeln gesperrt wird. Aus der Vergangenheit weiß man aber, dass Youtube bei Verstößen im Livestreaming meist recht schnell damit durchgreift, das Feature auf dem Kanal zu deaktivieren. Einen neuen Kanal zu erstellen, um die Sperre zu umgehen, zieht in der Regel eine sofortige Sperre nach sich.
Wer weiter als Jugendlicher auf Youtube streamen will, muss einem Erwachsenen als "Channel Editor" Zugriff zum Kanal gewähren. Oder zieht auf eine der Plattformen weiter, auf denen nicht so genau auf das Alter geschaut wird. Man kann sogar auf Snapchat recht viel Geld mit Streaming verdienen.
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Quelle: Youtube

Jetzt kommt das große Aber: Ich habe mich weiter entwickelt.
Oh und ich hoffe,, dass du niemals an einer öffentlichen Schule warst, denn man weiß ja garnicht, wie boshaft die Mitschüler sein können (ernsthaft: das war schon absolut krass).
Abgesehen davon, dass ich selbst aus eigener Erfahrung weiß, wie boshaft Menschen sein können (ja, ich war in der Tat auf einer öffentlichen Schule), verstehe ich deinen Einwand nicht. Was willst du mir damit sagen? Was ist dein Punkt?
Es wird immer wieder versucht an die Grenzen zu gehen. Am Ende stehen dann ASMR, Hottubes und ganz ausversehen ist mir die Hose runtergerutscht. Da wird YT schnell rechtlich zum Unterstützer.
Ich find die Einschränkung sinnvoll.
Kinder und generell Minderjährige gehören einfach noch nicht ins Netz. Und im Jugendalter hat man von Natur aus noch nicht die Fähigkeit vollends erlangt, die Konsequenzen des eigenen Handelns abzusehen.
Hier sind die Hürden sogar beidseitig. Der "Täter" und das "Opfer" müssen in diesen Raum agieren im physikalischen Raum in physikalischer Gestalt unter den Augen aller anderen. Und eine Bewertung nach Aussehen ist ein fundamentaler Schutzmechanismus des Menschen. Der funktioniert online nicht. Man kann nicht physisch angegangen werden jedoch mental - oder eben über Webcams. Man weiß ja nie, ob jemand nicht Screenshots und Videoaufnahmen macht. Wer glaubt, dass ein Snap volatil ist, weil die Software das so anzeigt, mag oft wohl Recht haben, aber modifizierte Apps existieren. Nur weil man es selbst möchte und nicht kann, heißt es nicht, dass andere es nicht können.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Kindern fremden Erwachsenen nicht exponiert sein sollten. Ich bin selbst in genug Communities, die von sich aus sagen, dass Kinder sofort gebannt werden, wenn sie auffallen (siehe die Analogie zu 9live
Ich kenne einen Streamer, dessen Discord voller Kinder ist und der sagt selbst, das es anstrengend ist, da Ordnung zu halten. Ein guter Wille, der auch Mühe kostet.
Aber was ist eine Lösung? Als Facebook damals aufkam, hat man ja munter sein ganzes Netzwerk aus Mitschülern, Verwandten und Bekannten irgendwie eingepflegt. Man konnte einfach sehen, was die anderen so machen. Jeder hat jetzt eine Bühne. Influencer leben vor, dass man "Gutes" und "Positives" präsentieren muss um ein "das will ich auch" Effekt zu erzielen (Neid erzeugen). Und das sehe ich auch als große Gefahr. Klar kann man über das Internet internationale Kontakte pflegen, wie damals Brieffreundschaften, die organisiert wurden, aber muss man die Möglichkeiten direkt haben, nur weil man etwas Englisch kann? Ja, es kann eine Chance sein, aber überwiegend doch eher negativ.
Als ich mal einem Gespräch zwischen Vater und Tochter im Zug gelauscht habe, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie eine scheinbar 12 Jährige salopp erzählt, dasss sie und ihre Mitschülerinnen auf Instagram Likes und Kommentare von osteuropäischen Männern bekommen. Und genau hier sehe ich das Problem, das abgestellt werden muss. Die Welt steht dir offen, aber deine Reichweite ist begrenzt. Als Kind mit einem Fahrrad fährt man (vielleicht höchstens 2 Städte weiter). Der Motorroller ist erst ab 16 möglich und das Auto ab 18. Vieles geht erst mit der Volljährigkeit und das finde ich auch richtig.
Ich will keine volle elterliche Kontrolle einzelner Nachrichten, aber ich halte es durchaus für sinnvoll, Kinderkonten mit Elternkonten zu verknüpfen und einige Regel einzuführen. Ein fließendes Maximalalter für Kontakte, die mit dem Kind interagieren können. 9+½ des Alters ist eine ordentliche Orientierung, wer mit dem Kind Kontakt haben darf. So hat man auch als 16 jähriger die Möglichkeit mit bis zu 24 jährigen in Kontakt zu stehen, aber kein 10 Jähriger mit einem 15 Jährigen, wo durchaus ein Missbrauchspotential vorliegen kann.
Und wenn man doch erlauben will, dass das Kind mit Onkel, Tante, Oma usw. befreundet sein darf, müssen die Eltern das explizit erlauben. Fertig. Ein bisschen Kontaktkontrolle auf großen Social Media Plattformen wäre schon ein Fortschritt.
Und meinetwegen nutzt man KI vielleicht auch mal für etwas Nützliches und verhindert bei Kinderkonten, dass sie Bilder verschicken, die sie nicht verschicken sollten. Schwieriges Thema, aber wie hier schon andiskutiert sind Mitschüler durchaus zu fiesen Dingen in der Lage.
Das ist bei weitem noch nicht zu Ende gedacht, aber ein paar große Fische könnte man durchaus regulieren. Kinder sollten keine öffentliche Bühne im Internet haben. Wenn sie im Discord vor 10 "Freunden" ihre Fifa Session streamen, geht das eher in Ordnung.
Ich bin kein Fan von "keine Kinder im Internet". Das ist einfach realitätsfern. Ich habe mich auch in jungen Jahren im Netz bewegt und meine Erfahrungen gemacht. Bis dato hat sich das Internet verändert und ist nicht mehr wegzudenken. Eltern tendieren ja dazu, ihren Kindern strikt das zu verbieten, was sie selbst damals an Mist gebaut haben. Da kann ich aber auch nur jedem raten in den Spiegel zu schauen und sein 12 Jähriges Ich zu fragen: Wie würdest du darauf reagieren?