Phil Spencer: Das Mega-Interview zu Project Scarlett, PC Gaming und mehr

60 neue Spiele, eine neue Xbox-Konsole (Project Scarlett), Cloud-Streaming, neue Spiele-Abos und vieles mehr - Microsoft verkündete auf der E3 2019 jede Menge Neuheiten. Unser US-Korrespondent Roland Austinat setzte sich anschließend mit Phil Spencer zusammen, um mit Microsofts Spielechef tiefer in Hard- und Softwaredetails einzutauchen.

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Phil Spencer: Das Mega-Interview zu Project Scarlett, PC Gaming und mehr
Quelle: PC Games Hardware

Phil Spencer legte bei Microsoft eine Ausnahmekarriere hin: 1988 stieg er als 20-jähriger Praktikant bei der Firma ein, seit 2014 leitete er unter anderem die Xbox- und Xbox-Live-Teams sowie die Microsoft Studios. Seit 2017 bestimmt er als Executive Vice President of Gaming, was sein Arbeitgeber in Sachen Xbox und PC-Spiele unternimmt, und ist dabei nur noch Microsoft-CEO Satya Nadella verantwortlich.

Wir sprachen im Rahmen der E3 2019 in Los Angeles mit Phil Spencer über Microsofts Pläne für Konsolen und PCs, über das Emulieren früherer Konsolengenerationen, warum Xbox und Windows-PC getrennte Systeme bleiben und warum eine SSD bei einer Spielkonsole für mehr als nur schnelleres Laden zuständig ist.

Phil Spencer: Na, wie hat dir unsere Pressekonferenz gefallen?

PC Games Hardware: Prima! Aber wo doch jetzt Sony nicht vor Ort war: Warum habt ihr nicht weniger als die gezeigten 60 Spiele präsentiert, dafür aber ausführlicher, mit mehr Gameplay statt Renderfilmen und Trailern?

Phil Spencer: Unser Ziel war es witzigerweise nicht, so viele Spiele wie möglich zu zeigen. Wir haben uns überlegt, welche Themen wir auf der Pressekonferenz abdecken wollen. Der Game Pass war ein großes Thema, First-Party-Spiele waren ein anderes - 14 Eigenentwicklungen, von denen zwölf im nächsten Jahr erscheinen, so viele gab es noch nie. Dazu dann noch PC-Spiele, Stichwort PC Game Pass, dann xCloud und Scarlett.
Xbox Elite Controller Series 2: Microsoft kündigte einen Nachfolger des Elite-Controllers auf der E3 an. Quelle: PC Games Hardware Xbox Elite Controller Series 2: Microsoft kündigte einen Nachfolger des Elite-Controllers auf der E3 an.
➤ PC Games Hardware: Und der neue Elite-Controller ...

Phil Spencer: ... und der neue Elite-Controller, richtig. Eine Menge Inhalte. Dazu kommen viele Themen, von denen die Leute mehr sehen wollen - etwa Age of Empires 4. Und noch etliche, über die wir noch gar nicht gesprochen haben. Etwa, was unser Studio The Initiative gerade macht. Oder das zweite Team von Playground Games (Forza). Woran arbeiten Rare, Turn 10 und Compulsion? Aber wenn eine Pressekonferenz länger als 90 Minuten dauert, werden die Leute etwas unruhig.

➤ PC Games Hardware: Okay, einen Mangel an Inhalten kann euch keiner vorwerfen. Aber um auf den Punkt Gameplay statt Trailer zurückzukommen ...

Phil Spencer: Wir haben mit Outer Worlds eröffnet - Gameplay. Zweites Spiel: Bleeding Edge - Gameplay, gefolgt von Ori - Gameplay. Spiel Nummer vier: Minecraft Dungeons - Gameplay. Halo? Nun, das kommt erst 2020. Und klar, persönlich hätte ich am liebsten Gameplay von allen Spielen gesehen.

➤ PC Games Hardware: Auf früheren E3-Events standen nun mal Entwickler auf der Bühne, um etwas live zu spielen.

Phil Spencer: Aber normalerweise nicht 18 Monate vor Release! Und ohne jetzt in eine Debatte mit dem Internet einzusteigen: Die Fans wollten Gameplay von Gears 5 sehen. Aber weil Rod Fergusson (Studiochef des Entwicklers The Coalition) keine Kampagne auf der Bühne gespielt hat, sagen sie, dass es kein Gameplay gab?

Überhaupt, Leute auf der Bühne? Daheim im Stream sehen die allermeisten Zuschauer sowieso nur das bildschirmfüllende Spiel. Das soll aber nicht heißen, dass es kein gutes Feedback ist, dass die Spieler etwas von der Kampagne eines Spiels sehen wollen, das drei Monate nach der E3 erscheint. Das verstehe ich komplett.

➤ PC Games Hardware: Bevor wir es vergessen: Hurra für den Flight Simulator!

Phil Spencer: Yeah! Und wie großartig sah der bitte aus? Zwei Petabyte großes Kartenmaterial, das über die Azure AI zusammengesetzt wird. Und das war auch Gameplay!
Der neue Flight Simulator soll das Spiel werden, mit dem man wie früher eine neue Grafikkarte an ihre Grenzen bringen kann.
➤ PC Games Hardware: Wann habt ihr euch entschieden, ihn wieder abheben zu lassen?

Phil Spencer: Meinen Kollegen Shannon Loftis und Matt Booty schwirrte die Idee schon seit ein paar Jahren im Kopf herum. Mit einem externen Entwickler namens Sobo haben wir dann überlegt, ob und wie wir die Bing-Landkarten mit aktuellen Wetterdaten in Echtzeit kombinieren können. Ich bin selbst kein Pilot, aber Flight Simulator war das Spiel, mit dem man eine neue Grafikkarte an ihre Grenzen bringen konnte. Und mit der neuen Version wollten wir das einmal mehr tun.

Der neue Flight Simulator soll ein Spiel werden, mit dem man eine neue Grafikkarte an seine Grenzen bringen kann.  Quelle: Microsoft Der neue Flight Simulator soll ein Spiel werden, mit dem man eine neue Grafikkarte an seine Grenzen bringen kann.  ➤ PC Games Hardware: Viele unserer Leser sind schon dabei, ihre Flugzeugcontroller vom Dachboden zu holen ...

Phil Spencer: Dass der Flight Simulator auf einer E3-Pressekonferenz Premiere feiern würde, hätten wir uns alle wohl nicht vorstellen können. Aber es passte perfekt: Wir kündigen den PC Game Pass und den Game Pass Ultimate an, gefolgt vom Trio Flight Simulator, Age of Empires 2 und Wasteland 3. Ein Zeichen, dass wir uns das Vertrauen der PC-Spieler neu verdienen und der PC-Gemeinde wirklich zeigen wollen, dass wir nicht bloß Konsolentitel auf den PC portieren.

Wir wollen der PC-Gemeinde wirklich zeigen, dass wir nicht bloß Konsolentitel auf den PC portieren.➤ PC Games Hardware: Stichwort Emulation: Das Team, das bei Microsoft für die Emulation von Xbox- und Xbox-360-Spielen für die Xbox One zuständig ist, sitzt jetzt schon daran, Xbox-One-Spiele fit für den Nachfolger Scarlett zu machen. Wäre es nicht großartig, Kompatibilität zu mehr als nur einer Vorgängergeneration zu erreichen?

Phil Spencer: Das Coole bei der Xbox-One-Kompatibilität früherer Titel ist, dass die Spiele nicht nur laufen, sondern auch noch besser. Darüber reden wir nicht so oft, aber Fakt ist: Zukünftige Hardware sorgt dafür, dass Spiele früherer Generationen besser aussehen und sich besser spielen. Das sehen wir beim PC seit geraumer Zeit, aber so etwas auch ins Konsolenlager zu bringen, war ein echtes Erfolgserlebnis. So gab es etwa jüngst 4K-Support für Xbox-360-Spiele wie Kameo.

Beim Design von Project Scarlett haben wir deshalb darauf geachtet, dass Spiele, die heute auf der Xbox One emuliert werden, auch in Zukunft funktionieren. Anders ausgedrückt: Xbox- und Xbox-360-Titel, die heute auf einer Xbox One laufen, funktionieren auch auf Scarlett. Und unser Ziel ist es, dass auch alle Xbox-One-Spiele auf Scarlett spielbar sind. Oh, und auch eure Xbox-One- beziehungsweise Elite-Controller werden mit der nächsten Generation funktionieren.

➤ PC Games Hardware: Das würde bedeuten, dass der angekündigte vierfache Leistungszuwachs von Project Scarlett dazu genutzt werden könnte, selbst Xbox-One-Titel besser aussehen zu lassen?

Phil Spencer: Da triffst du den Nagel auf den Kopf - genau deswegen wollen wir, dass das Team, das dafür auf der Xbox One zuständig war, damit bei Scarlett weitermacht. Denn dessen Mitglieder sind nicht zufrieden, wenn ein altes Spiel auf einer neuen Konsole läuft - sondern fragen sich bei jedem Titel: Können wir die bestmögliche Fassung bauen? Das haben sie nicht für alle 360-Spiele gemacht, und manchmal mussten sie Überstunden einlegen, um sie auf die gleiche Framerate zu bekommen. Kompatibilität ist kein einfaches Unterfangen, aber ich bin überzeugt: Wir haben das beste Kompatibilitäts-Team der Welt.

➤ PC Games Hardware: Das dürft ihr ruhig etwas lautstarker verkünden, denn das ist für viele Spieler ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Phil Spencer: Klar. Das ist ein bisschen wie bei xCloud. Da höre ich von manchen Journalisten, dass ich auf der Bühne nicht genug darüber gesagt hätte. Aber mein Punkt ist: Ich habe genug Videos gezeigt, jetzt ist es an der Zeit, es den Leuten in die Hände zu geben, damit sie dann über ihre Erfahrungen schreiben können. Auch Fragen wie "Welche Bandbreite brauche ich?" und so weiter - die sind schön und gut. Aber wenn jemand xCloud ausprobiert hat und von der Erfahrung geflasht ist, dann wird er sagen: "Das will ich unbedingt, was muss ich dafür tun?"

➤ PC Games Hardware: Zurück zu Project Scarlett: Wenn wir uns die Hardware anschauen, dann sieht eure nächste Konsole doch sehr wie ein moderner High-End-PC aus. Gleichzeitig fährt Microsoft mit Windows 10 und dem Xbox-OS zweigleisig. Würde es nicht Sinn ergeben, die beiden zusammenzufassen?

Phil Spencer: Im Gegensatz zum Xbox-OS muss Windows 10 unzählige Funktionen und Einsatzbereiche abdecken. Keiner wird einen zehn Jahre alten Drucker per USB an seine Xbox anschließen und erwarten, dass beide miteinander sprechen können. Ein gewaltiger Teil der Aufgabe des Windows-Teams ist aber, sicherzustellen, dass Legacy-Hard- und Software unterstützt wird. Eine Xbox-Konsole müssen wir aber nicht auf die gleiche Weise unterstützen. Klar, Spiele müssen laufen, aber Nadeldrucker und Plotter? (lacht) Diesen Programmcode-Überbau haben wir auf der Xbox ordentlich entschlackt, auch, wenn wir manche Dinge mit Windows teilen.
Die Fähigkeit, CPU und GPU über die SSD direkt mit Daten zu versorgen, wird das Erschaffen von Spielwelten ermöglichen, die nicht nur reichhaltiger, sondern auch nahtloser sein werden.
➤ PC Games Hardware: Darauf zielte meine Frage ab: Ein Entwickler, der für PC und Xbox entwickelt, freut sich ja, wenn er etwa die gleichen APIs nutzen kann und nicht das Rad zweimal erfinden muss.

Phil Spencer: Das ist unser langfristiges Ziel, ein Projekt namens GameCore. Wenn ein Entwickler heute Win32-Spiele programmiert, wird ihm die API-Oberfläche unseres nächsten SDK sehr vertraut vorkommen und es ihm erlauben, so viele Programmzeilen wie möglich auf beiden Plattformen zu behalten. Das unterscheidet sich natürlich vom OS, das die APIs instanziiert, wir müssen uns beispielsweise nicht um Enterprise-Funktionen kümmern.

GameCore schlägt den Bogen zum Ursprung des Xbox-Namens: Die Konsole hieß so, weil sie auf DirectX aufsetzt und die Entwicklung von Spielen erleichtert, wenn man schon für den PC programmieren kann. Im Laufe der Zeit haben sich beide Plattformen etwas voneinander entfernt, aber mit GameCore haben wir die Chance, sie wieder näher zusammenzubringen.

➤ PC Games Hardware: Project Scarlett wird standardmäßig über eine SSD verfügen. Das sorgt wie schon beim PC für kürzere Ladezeiten, keine Frage. Aber wie könnten Spielentwickler das für ihre Titel nutzen? Bei PCs können sie ja noch nicht automatisch darauf bauen, weil in manchen Gehäusen ja noch traditionelle Festplatten stecken.

Phil Spencer: Dank ihrer Geschwindigkeit können Entwickler jetzt die SSD praktisch als Virtual RAM nutzen. Die Zugriffszeiten der SSD kommen an die Speicherzugriffszeiten der aktuellen Konsolengeneration heran. Natürlich muss das OS den Entwicklern entsprechenden Zugriff erlauben, der über den eines reinen Speichermediums herausgeht. Dann aber werden wir sehen, wie der Adressraum immens ansteigen wird - vergleichbar mit dem Wechsel von Win16 auf Win32 beziehungsweise in manchen Fällen Win64.

Natürlich wird die SSD immer noch langsamer als das GDDR6-RAM sein, das direkt auf dem Die sitzt. Doch die Fähigkeit, CPU und GPU über die SSD direkt mit Daten zu versorgen, wird das Erschaffen von Spielwelten ermöglichen, die nicht nur reichhaltiger, sondern auch nahtloser sein werden. Nicht nur, was die reinen Ladezeiten angeht, sondern auch beim Terrain Mapping. Ein Grafiker muss sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, wann GDDR6 endet und wann die SSD startet. Mir gefällt, dass Mark Cerny und sein Team bei Sony für die PlayStation 5 ebenfalls in eine SSD investieren ...
Project Scarlett: Beim Design von Project Scarlett hat Microsoft darauf geachtet, dass Spiele, die heute auf der Xbox One emuliert werden, auch in Zukunft funktionieren.  Quelle: Microsoft (Screenshot: PC Games Hardware) Project Scarlett: Beim Design von Project Scarlett hat Microsoft darauf geachtet, dass Spiele, die heute auf der Xbox One emuliert werden, auch in Zukunft funktionieren.  ➤ PC Games Hardware: ... den Herstellern von Multiplattformspielen sicher auch.

Phil Spencer: Ganz genau! Und die Engines und Tools können entsprechende Funktionen implementieren. Gemeinsam sorgen wir für eine größere installierte Basis - und Entwickler werden alles daransetzen, die Programmierung dieser Hardwarefähigkeiten zu beherrschen und zu unterstützen. Ich habe zwar kein PS5-Entwicklungs-Kit, ich glaube, das hat noch nicht mal unser Minecraft-Team. Aber es wird spannend zu sehen, wie die Branche vom übergreifenden Einsatz solcher Lösungen profitieren wird.

➤ PC Games Hardware: Bezieht sich die schon erwähnte Aussage 4x beim Leistungszuwachs dann auf die komplette Konsole?

Phil Spencer: Nein, das ist eine reine CPU-Aussage. Es wäre auch etwas zu simplizistisch, das auf das ganze System zu beziehen, so gerne ich es auch würde, weil einfach so viele Komponenten mit hineinfließen. Nehmen wir die Xbox One X: Bei ihrer Entwicklung war die Speicherbandbreite das Nadelöhr. Sie musste groß genug sein, um die GPU ohne Leerlaufzeiten mit Inhalten zu versorgen. Wir hätten die Konsole schon ein Jahr früher auf den Markt bringen können, haben aber noch ein Jahr gewartet, damit alle 6 TFLOPS der GPU einsatzbereit waren.

Unser primäres Ziel bei Scarlett war es, die Grafikfähigkeiten und GPU der Konsole zu verbessern. Primär deshalb, weil ein weiteres Ziel war, eine CPU ins System zu integrieren, die mit der GPU mithalten kann. Anders als PCs waren Konsolen historisch gesehen "Armdrücker" mit einem starken Arm - der GPU - und einem schwachen Arm - der CPU, die nichts anderes tut, als die von der GPU berechneten Frames so schnell wie möglich zu wechseln, oft mit nur maximal 30 fps.
Unser primäres Ziel bei Scarlett war es, die Grafikfähigkeiten und GPU der Konsole zu verbessern.
Jetzt reden wir von 120 Hertz beziehungsweise variablen Bildwiederholraten. Denn wenn das Timing des Game-Loops - also den Kernroutinen eines Spiels - der Bildwiederholrate entspricht, sinkt das die Eingabelatenz und sorgt so für ein reibungsloses Spielgefühl. Und das hängt zum größten Teil von der CPU und der Speicherbandbreite ab. Deswegen muss man eine Aussage wie "Scarlett ist x-mal schneller als Xbox One X" etwas differenzierter sehen.

➤ PC Games Hardware: Auf einer Konsole kann ich auch nicht besonders gut Benchmarks laufen lassen und dann Xbox 360, Xbox One X und Scarlett miteinander vergleichen. Motto: Wenn ich diesen Kern etwas übertakte, schafft meine Konsole ein paar mehr Frames pro Sekunde.

Phil Spencer: Das wäre was, 3D Bench auf den Konsolen. (lacht) Aber deswegen sind wir ja auch auf dem PC unterwegs. Ich liebe es, wenn Leute Herzblut hineinstecken, um ihre Spielerfahrung zu perfektionieren. Mein Gaming-Laptop läuft beispielsweise noch mit 1080p, weil mir eine gute Framerate sehr wichtig ist. Ich brauche da keinen 4K-Bildschirm. Aber das ist eben nur mein persönlicher Geschmack. Und sicher, wir unterstützen mit Scarlett 8K-Grafik, aber wir schreiben keinem Entwickler vor, dass er nur Spiele mit 8K- oder nur solche mit 4K-Grafik produzieren darf.

➤ PC Games Hardware: Wer hat auch heute schon einen 8K-Fernseher daheim?

Phil Spencer: Ganz genau. Scarlett unterstützt 120 Hertz beziehungsweise variable Bildwiederholraten und 8K. Aber werden wir Spiele in 120 Hertz mit 8K-Auflösung sehen? Klar, das ginge, aber dann muss man beim Spiel auf andere Dinge verzichten. Unser Job ist es, den Entwicklern eine Reihe von Werkzeugen in die Hand und euch als Spieler Wahlmöglichkeiten zu geben.

Ein Beispiel: Wenn ihr heute einen 1080p-Fernseher besitzt, dann sehen die Spiele auf einer daran angeschlossenen Xbox One X besser aus, Super-Sampling und Co. sei's gedankt. Aber wer das nicht braucht, kann sich eine Xbox One S kaufen und ein paar hundert Dollar sparen.

➤ PC Games Hardware: Lustig übrigens, dass unmittelbar vor der Microsoft-Pressekonferenz Intel einen eigenen Presse-Event durchgeführt hat, bei dem es unter anderem darum ging, dass sie nach wie vor die schnellste CPU herstellen. Doch in allen aktuellen Konsolen stecken Chips von AMD.

Phil Spencer: Lisa Su und ihr Team bei AMD haben wirklich Herausragendes geleistet. Sie spielen in einer Liga über ihrer eigenen Gewichtsklasse mit, wenn man sich die Marktanteile und den Aktienkurs ansieht. Und ihre Chips bilden das Rückgrat von Googles Cloud - und sie stecken in den nächsten Konsolen von Sony und von uns.

Damit will ich nichts gegen Intel und Nvidia sagen - es ist einfach beeindruckend, wie AMD sich in den letzten fünf, sechs Jahren behauptet hat. Und es ist für alle gut, wenn sich mehrere Mitbewerber gegenseitig zu Innovationen und Höchstleistungen anspornen.

PC Games Hardware: Phil, vielen Dank für das interessante Gespräch!

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Die Xbox Scarlett interessiert mich nicht wirklich.
        Dafür aber umso mehr der Flight Simulator.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Die Xbox Scarlett interessiert mich nicht wirklich.
        Dafür aber umso mehr der Flight Simulator.
      • Von Taonris BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Blackout27
        Was ich etwas merkwürdig finde ist der Fakt, dass Spencer bzw. MS durch Minecraft ein PS5 developer Kit erhält
        Mir ist klar, das beide Firmen sicher vor dem offiziellen Release wissen was einen erwartet aber das man so frei und einfach an die Specs der anderen Konsole kommt war mir dann doch neu^^
        Die Dev-Kits die jetzt im Umlauf sind haben nix mit der Hardware zu tun die wir dann in den Konsolen haben werden, die genauen Spezifikationen der PS5 stehen vermutlich noch nicht einmal fest.
      • Von Rizzard Trockeneisprofi (m/w)
        Möchte nicht wissen was zwischen MS und Sony alles an Industriespionage läuft.
        Die wissen eh ganz genau was der andere macht.
      • Von Blackout27 Lötkolbengott/-göttin
        Was ich etwas merkwürdig finde ist der Fakt, dass Spencer bzw. MS durch Minecraft ein PS5 developer Kit erhält
        Mir ist klar, das beide Firmen sicher vor dem offiziellen Release wissen was einen erwartet aber das man so frei und einfach an die Specs der anderen Konsole kommt war mir dann doch neu^^
      • Von Freiheraus
        Mir gefällt der positive vibe auch Gegenüber der Konkurrenz, wobei Microsoft und Sony nun auch Partner sind (Cloud). Die beiden Konsolen-Riesen schließen sich zusammen um gegen einen Internet-Giganten (Google/Stadia) anzutreten, und dabei klingt das eher nach Freude, denn Angst. Ich bin wirklich gespannt wie sich der Gaming-Markt entwickeln wird, Potential zum Wachsen hat jeder und AMD kann fast schon von der Tribüne zuschauen, wer die Nase weiter vorne haben wird.
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