X Rebirth: "Die schlechten Bewertungen haben wir uns selbst zuzuschreiben" - Interview mit Egosoft
PCGH im Gespräch mit Egosoft-Studiochef Bernd Lehahn und Christian Moriz von Publisher Deep Silver: Wie kam es zum unrunden Start bei X Rebirth? Woran arbeitet das Team im Moment? Was sagt Egosoft zur geäußerten Kritik an der Spielmechanik? Und warum wurde kein Early Access genutzt? Die Antworten finden Sie in unserem Interview.
Trotz guter Verkaufszahlen: Der Start von X Rebirth war bekanntlich alles andere als berauschend. Erschreckend für viele X-Fans war dabei nicht nur die Tatsache, dass es eine Vielzahl von technischen Problemen gab. Nein, auch wichtige Teile der Gameplay-Mechanik war Gegenstand der Kritik. Zumal Fans bei X Rebirth trotz aller Vorwarnungen wohl eher an ein X4 geglaubt haben und nicht an einen Neustart, der auch Genre-Einsteiger begeistern will. Drei Wochen und 8 Patches später sprechen wir erneut mit Studiochef Bernd Lehahn, um den Stand der Dinge zu erfragen - und einen Ausblick für die Zukunft zu erhalten. Von Christian Moriz, Director Production bei Deep Silver, gab es außerdem noch eine Stellungnahme zum Thema Early Access.
PCGH: Vor knapp drei Wochen ist X Rebirth erschienen, seitdem habt ihr 8 Patches veröffentlicht. In welcher Phase befindet sich das Team im Moment? Was steht in den nächsten 3 Monaten an? Gibt es konkrete To-Do-Listen für Features?
Quelle: Bernd Lehahn
X-Rebirth: Interview mit Bernd Lehahn von Egosoft
Bernd Lehahn: Wir haben inzwischen die dringendsten Crashbugs behoben und vor allem den Handel gesichert. Letzteres war leider unerwartet kompliziert. Es hatte sich herausgestellt, dass es viele Szenarien gab, in denen durch Fehler beim Be- und Entladen der Schiffe durch Masstraffic (also große Mengen kleiner Schiffe) die Docks der Stationen vollständig blockiert wurden. Das führte dazu, dass nach längerer Spielzeit für viele Spieler der Handel leider unmöglich war. Wir haben diese Dinge inzwischen zwar behoben, es dauert aber manchmal auch mit dem aktuellen Patch eine Weile, bis sich in einem alten Savegame der Handel wieder "eingerenkt" hat.
Die nächste Priorität ist die Behebung von Bugs, die die Performance verschlechtern sowie auch generelle Optimierungen, um X Rebirth schneller zu machen. Diesen Bereich, der euch ja sicher besonders interessiert, muss man aber etwas differenziert betrachten.
Die schlimmsten Beobachtungen zur Performance beruhen meist auf Bugs. So haben wir gerade mit Patch 1.19 einen sehr kuriosen Fehler behoben, der dazu führte, dass nach wiederholtem Laden eines Spielstandes plötzlich die Framerate auf ein Viertel des normalen Wertes einbrach. Ich gehe zwar davon aus, dass dies nur einen kleinen Teil der Spieler betraf, aber wir haben gleich eine ganze Reihe ähnlicher Fehler behoben, die zum größten Teil durch das komplizierte Multithreading-System in X Rebirth verursacht wurden. Im oben erwähnten Fall wurden schlicht einige Threads des vorherigen Savegames nicht korrekt beendet und bremsten dann das Spiel.
PCGH: Hand aufs Herz: Waren die technischen Probleme, die bisher auftraten, nicht absehbar? Wie viel Testing habt ihr vorher gemacht?
Bernd Lehahn: Kurz vor dem Release, als die Masse der Tester zum ersten Mal größer wurde, war zwar klar, dass es Bugs gab, die wir vorher nicht gesehen bzw. unterschätzt hatten. Aber speziell die Fehler im Handel haben wir leider nicht erahnt. Denn gerade diese finde ich persönlich am ärgerlichsten, da sie vielen Spielern den Einstieg in das Spiel verdorben haben. Die riesige Vielzahl unterschiedlicher Ursachen für Crashes hat uns ebenfalls ehrlich überrascht. Wir haben definitiv die mit dem Multithreading verbundene Komplexität unterschätzt.
PCGH: Frage an den Publisher - Warum wurde für X Rebirth ihr den Steam Early Access nicht genutzt?
Quelle: Deep Silver
X-Rebirth: Interview mit Christian Moriz, Director Production bei Deep Silver
Christian Moriz: Was offensichtlich ist, stellt sich hinterher natürlich einfacher dar als vorher. Beides wären sicherlich gute Wege gewesen. Die Möglichkeiten dafür kamen für X Rebirth leider zu spät. Das Spiel war nun sieben Jahre in Entwicklung. Als wir das Projekt begonnen und die Verträge aufgesetzt haben, war von "Early Access" noch keine Spur. Um diesen Weg zu gehen, hätte die komplette Entwicklung schon vor Jahren ganz anders aufstellt sein müssen – mit anderen Partnern und einer anderen Finanzierung. So sind wir nun alle durch gegenseitige Verpflichtungen in eine Situation geraten, die den Spielern leider nicht das bestmögliche Spiel beschert hat. Ohne solche Bindungen müssten wir uns allerdings die Frage stellen, ob und wie X Rebirth überhaupt hätte erscheinen können.
PCGH: Bernd, Du hast ja gesagt, dass ihr die Probleme mit High-End-PCs unterschätzt habt. Aber immerhin haben wir euch Ende Oktober ja gewarnt, dass die Fps bei unseren schnellen Rechnern niedrig sind. Auf welchen PCs habt ihr denn Rebirth getestet?
Bernd Lehahn: Man muss da aber unterscheiden. Es gibt eindeutig einige PCs, auf denen das Spiel viel langsamer läuft als es das sollte. Ein solcher Fall ist zum Beispiel die Radeon R9-Karte. Wir arbeiten gerade gemeinsam mit AMD daran zu analysieren, was da genau schief läuft. Dann gibt es einige High-End-Systeme, für die wir nicht optimiert haben und auf denen das Spiel sicher auch schneller sein könnte, aber immerhin gut spielbar ist. Dazu gehört die mangelnde Unterstützung für SLI-Rechner. Die Nvidia-Treiber erkennen, dass unser Spiel im Moment nicht von SLI profitiert und schalten es einfach ab. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Systeme, auf denen unser Spiel langsamer läuft als andere aktuelle Titel, einfach weil wir sehr stark von der CPU-Leistung abhängig sind. Und zwar auf eine Weise, die an vielen Stellen nichts mit der dargestellten Grafik zu tun hat.
Wenn unser Spiel langsam ist, weil wir im Hintergrund Pathing-Berechnungen für die in der Zone fliegenden Schiffe machen müssen, bringt leider selbst das Reduzieren der Details keine Verbesserung. Wir haben im Bereich des Pathing schon schmerzliche Kompromisse machen müssen, sodass Schiffe manchmal durch Stationsgeometrien oder andere Schiffe fliegen. Leider können wir an dieser Stelle aber fast gar nicht über den Inhalt skalieren. Die Handelsschiffe sind nun einmal für die Wirtschaft nötig und wir können nicht einfach auf langsameren Rechnern die Hälfte der Schiffe weg lassen. Eine Reduzierung aller Schiffe im ganzen Universum wäre nur durch neues Balancing dann für alle Spieler und deren Rechner möglich. Bitte beachtet, dass ich hier von den echten Handelsschiffen und indirekt auch von deren Masstraffic rede, NICHT von den anderen kleinen Schiffen, die um Stationen fliegen. Deren Anzahl kann man in der Tat leichter ändern, so wie es einige Mods auch schon machen.
Wir arbeiten auf jeden Fall an weiteren Optimierungen. Die niedrigen Fps-Werte werden, wie ich schon oben gesagt habe, eben auch oft durch echte Bugs verursacht.
PCGH: Nicht nur die Technik wurde bemängelt, auch die Spielmechanik. Haben die Leute eher ein X4 erwartet oder woher kommt die Kritik?
Bernd Lehahn: Kritik genau so wie Lob sind ebenso vielfältig wie die Spieler selbst. Auf der einen Seite gibt es Punkte, die kritisiert werden, weil manche Spieler vielleicht lieber ein traditionelleres X4 hätten. Dazu habe ich ja bereits einiges gesagt. Auf der anderen Seite gibt es viele berechtigte Kritik wegen Unzulänglichkeiten. Dabei war es von ersten Patch an unsere dritte Priorität, in diesem Bereich all das zu schaffen, was auf der einen Seite schnell gemacht werden kann und andererseits viel gefragt wird. Natürlich findet dies immer seine Grenze dort, wo Ideen sich einfach nicht mit den Grundprinzipien von X Rebirth vertragen. Generell aber wollen wir so viel wie möglich umsetzen sowie verbessern und haben auch schon in den bisher erschienenen Patches vieles umgesetzt. Dies wird nun nach einer kleinen Weihnachtspause (nach 1.20) so weiter gehen, bis wir dann im Laufe des Januars auf monatliche Updates wechseln werden, in denen wir dann auch größere Wünsche der Fans umsetzen können.
PCGH: 34% bei Metacritics (User: 32%), 1,6 von 5 Sterne bei Amazon: Das klingt nicht gerade nach einem gelungenem Reboot. Verstecken sich die zufriedenen Käufer bei solchen Plattformen?
Bernd Lehahn: Natürlich ist der Release nicht gut gelaufen. Es ist zwar immer so, dass die zufriedenen Kunden nicht so schnell auf Foren oder anderen Plattformen posten wie das ein unzufriedener oder von Bugs betroffener Kunde tut, aber natürlich haben wir uns diese schlechten Bewertungen selbst zuzuschreiben. Ob es nun Bugs sind oder fehlende Bedienmöglichkeiten, die einen Spieler unzufrieden machen, ist nebensächlich. Wir müssen weiter an Updates arbeiten und werden das 2014 tun.
PCGH: Offenbar hat sich X Rebirth trotz aller Kritik sehr gut verkauft. Wie erklärst Du diesen scheinbaren Widerspruch?
Bernd Lehahn: Ich bin nach wie vor überzeugt, dass X Rebirth vielen Leuten auch viel Spaß bereiten kann. Wenn es sich trotz all der Fehler so gut verkauft, bedeutet dass wohl, dass das Potenzial für diesen Titel riesig und immer noch unangetastet ist. Es gibt einfach wenig Spiele in diesem Bereich und dieser Erfolg zeigt uns, dass wir weiter in diese Richtung arbeiten müssen.
PCGH: Es gibt ja bereits sehr viele Mods für X Rebirth. Schaut ihr euch die Änderungen durch die User an und diskutiert die Ansätze?
Bernd Lehahn: Natürlich schauen wir uns an, was es da bereits gibt. Leider hatten wir ja noch keine Zeit, eine gute Dokumetation für Modder zu machen. Das ist einer dieser vielen Punkte, die etwas weiter unten auf unserer Liste sind als die oben aufgelisteten Prioritäten. Aber es ist toll zu sehen, dass sich unsere sehr modulare Engine insofern auszahlt, dass talentierte Modder sogar ohne Dokumentation vieles verändern können.
PCGH: Danke für das Interview!
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Hallo Allerseits,
eigentlich bin ich ein ausgesprochen großer Fan der Reihe, leider ist der 4. Teil so grotten schlecht gemacht das ich mir schon diverse Kotztüten geordert habe.
- Punkte sind: das vollkommen überflüssige Rumgehampel auf den Raumstationen um Dinge zu erledigen. - Schwachsinn wenn ihr mich fragt. Dann die gesamte Spielmechanik erinnert mich doch an das Spiel Freelancer von vor 15 Jahren. Grafisch ist das Spiel sogar schlechter als der 2. Teil. Der wiederum glänzte damals mit atemberaubend schönen Bildern und toller Spielmechanik und sehr stimmungsvollen Sounds.
Anstatt so wie ihr hier im 4 Teil versucht habt etwas völlig Neues zu machen, hättet ihr lieber beim altbewährten bleiben sollen. Die Grafik und den Sound etwas aufpeppen, und vielleicht noch ein paar neue Schiffe und oder Missionen sowie neue Feinde. Planetenkämpfe wären auch ganz schön gewesen. Und was hat man uns abgeliefert? Weltraumautobahnen, meine Fresse...absoluter Hirnriss. Dann die dümmlichen absolut nicht witzigen Kommentare der NPCs. Junge Junge, da wird einem nach einer halben Stunde schlecht. Daher die Idee mit den Kotztüten, die könntet ihr auch gleich mit dem Spiel ausliefern. Ich habe selten ein so lieblos gemachtes Spiel gesehen. Von der absolut depperten Story des 4. Teils fange ich gar nicht erst an. So kann man sich seine Fans auch vergraulen. Als ich dieses Werk angespielt habe, hatte ich echt den Eindruck die hätten sämtliche Programmierer von Egosoft durch andere ersetzt. Man erkennt ja nichts wieder. Dann die absolut unübersichtlichen und schlecht zu managenden Menues. Zugriffsteuerung auf Sonden, das man die selber steuern muss ist doch Quark. Soll das einen dafür entschädigen das man ausser dem Stinktier keine anderen Schiffe mehr steuern darf? Die Storyführung ist zu starr, und lässt wenig Raum zum Sightseeing. Aber na ja....
Deshalb werte ich das als weiteren Minuspunkt weil man hier nur seine stinkende Albion steuern darf. Das ist doch totaler Murks. Aber wie gesagt, von den angeblich 7 Jahren Entwicklung sieht man hier nix. Wo sollen die denn stecken, diese 7 Jahre, im Weltraumautobahnbau? tzz Schund!!!!!!!!!
Den einzigen Pluspunkt den ich für diese "Gurke" zu vergeben habe ist das Ihr euch damit überhaupt auf den Markt traut.... Wobei es fraglich ist ob es sich hier um Mut oder um schiere Verzweiflung gehandelt hat.
Nein kann es auch nicht. Mein I7 4770K mit einer Geforce 770 und 16GB Ram kommt gerade mal auf 40 FPS ... Sorry ich würde nix sagen wenn dort 20 Stationen, Hunderte Schiffe fliegen würden, dazu noch Raumkämpfe usw, aber es ist einfach eine Bodenlose Frechheit.
Habe ich auch schon gelesen gehabt, aber es kann nicht sein das ein Q6600 mehr FPS bringt als ein übertakter Phenom II @4Ghz oder ein CoreI7 930 @Stock.
Und AMD CPUs habe auch das nachsehen hier egal welcher, und das sollte abgstellt werden, das nächste ist das die Kerne von Patch zu Patch unterschiedlich ausgelastet werden, bei 1.11 hatten die nicht mal 50% insgesamt, bei V 1.18 waren es knappe 90% und bei V1.19 sind es wieder unterhalb 50% und der Witz daran ist, keine FPS Veränderungen, alles so um die 20FPS, mal ein 1-2FPS mehr oder weniger, und da kommt echt kein Spielgefühl auf, ich merkte schon das, das Game bei 30FPS schon bedeutend flüssiger wirkt als mit 20FPS.
So finde ich das Spiel nicht schlecht, abgesehen von den Bugs, Bedienung, Performance.
Die 1 Schiff Politik stört mich da weniger, das Cockpit war auch meines Empfindens wieder nötig, denn bei X3 konnte ich mich nicht anfreunden ohne eine Schaltzentrale, ich finde schon, das Egosoft da an Punkte anknüpft die für jeden was bieten sollte.
Was ich auch nicht schön finde, da ich nicht das Addon Albion Prelude habe, weil die 3er Serie mir nicht zusagte und ich nur den 1. Teil von X3 habe, hat man echt viele Informationslücken, es wird auf vieles nicht näher eingegangen, ich fragte mich echt, was bei bestimmten Punkten gemeint ist.
Also unter Einsteigerfreundlich stelle ich mir da aber was anderes vor
WTF, wenn ich das schon wieder lese, man konnte es nicht abschätzen mit den Bugs, ich habe in der 1h mit V1.11 gleich 5 Bugs ausmachen können die nicht gerade unerheblich waren, und zum Thema CPU, warum bringen dann manche ältere CPUs mehr FPS als etwas bessere, ich denke mal das die Engine einfach nicht dafür ausgelegt und optimiert wurden ist