"Die Nadel im Heuhaufen": Mittelschweres Schwarzes Loch in unserer Galaxie entdeckt

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"Die Nadel im Heuhaufen": Mittelschweres Schwarzes Loch in unserer Galaxie entdeckt
Quelle: eli007 via Pixabay

Wissenschaftler haben einen neuen Beweis für die Existenz einer dritten Größenklasse von Schwarzen Löchern gefunden. In Omega Centauri soll ein "intermediäres" Schwarzes Loch mit einer Größe von 8.200 Sonnenmassen liegen.

Die gängige Theorie zu Schwarzen Löchern besagt, dass diese in drei Größenklassen existieren. Wissenschaftler haben bisher theoretisiert, dass zwischen den "stellaren" Löchern, die durch Supernovae von großen Sternen entstehen, und den "supermassiven" Schwarzen Löchern mit einer Größe von Millionen bis gar Milliarden Sonnenmassen eine dritte Klasse existieren muss. Bei dieser handelt es sich um die sogenannten "intermediären" Schwarzen Löcher. Deren Existenz konnte bislang nicht nachgewiesen werden, doch nun gelang es Forschern, ein Schwarzes Loch zu entdecken, das dieser Größenklasse entspricht.

Wie ein internationales Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg im Nature-Fachblatt erklärt, konnten im Kugelsternhaufen Omega Centauri insgesamt sieben rasend schnelle Sterne gefunden werden, die auf die Existenz des intermediären Schwarzen Lochs hindeuten. Denn wie der Forschungsleiter Maximillian Häbele verlauten lässt, müssten diese Sterne bei ihrer Geschwindigkeit eigentlich aus dem Sternhaufen "herausfliegen" - tun sie aber nicht. Nur ein Schwarzes Loch mit der 8.200-fachen Sonnenmasse könne eine genügend hohe Anziehungskraft innehaben, um die Sterne festzuhalten, was dem gesuchten intermediären Loch entspricht.

"Die Suche nach schnellen Sternen und die Dokumentation ihrer Bewegung glich der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen", wird Häbele unter anderem in der Tagesschau zitiert. Doch mithilfe des Hubble-Teleskops konnte die Bewegung von rund 150.000 Sterne nachvollzogen werden, bis die erwähnten sieben gefunden wurden. Mit dieser Entdeckung wähnen sich die Forscher auf dem nächsten Schritt zur Erklärung von supermassiven Schwarzen Löchern, die durch die Verschmelzung von intermediären Löchern entstanden sein sollen. Als endgültiger Beleg für deren Existenz wird die Entdeckung aber nicht gesehen: Mit dem James-Webb-Teleskop soll nun auch die Radialbewegung der sieben Sterne gemessen werden, "um letzte Zweifel auszuräumen".

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