Kommunikation durch Verschränkung: Quantencomputer reden erstmals direkt miteinander

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Kommunikation durch Verschränkung: Quantencomputer reden erstmals direkt miteinander
Quelle: Gerd Altmann unter Pixabay-Lizenz

Forscher der Universität in Oxford konnten erstmals Daten direkt zwischen zwei Quantenprozessoren austauschen, indem sie mit Photonen eine Verschränkung erzeugten. Dieser Ansatz könnte die Entwicklung von Quantencomputern weiter bringen.

Quantencomputer wirken vielversprechend: Durch die Nutzung von mehr als zwei Zuständen sollen sie in Zukunft neue Rechenansätze ermöglichen und damit beispielsweise etablierte Ansätze der Kryptologie aushebeln. Bislang sind entsprechende Systeme aber nicht massentauglich - dafür gibt es bislang zu viele ungelöste Probleme. Eines davon ist jüngst aber womöglich etwas kleiner geworden: Das Institut für Physik an der Universität in Oxford hat ein Paper veröffentlicht, das angeblich erstmals einen quantenbasierten Datenaustausch zwischen einzelnen Recheneinheiten beschreibt.

Kommunikation mit Quantenverschränkung

Bislang müssen die Zustände der genutzten Recheneinheiten ausgelesen und wie bisher elektrisch übertragen werden, dadurch geht aber ein Teil der Vorteile von Quantencomputern verloren. Das von der Universität vorgestellte Konzept setzt genau hier an: Offenbar ist es den Forschern gelungen, durch Glasfasern Photonen ohne vorherige Umwandlung von einem Quantenprozessor zum nächsten zu übertragen und damit eine Quantenverschränkung auszulösen. Sprich: Der Zustand des einen Prozessors ist auch im anderen Prozessor anzutreffen - es werden Daten übertragen.

Die Datenübertragung zwischen "Quantenprozessoren" ist dabei aber wohl ein hoch gegriffener Begriff - offenbar werden bislang nur einzelne Qubits übertragen. Würde man den Datenaustausch in das Modell klassischer Computer überführen, wäre es also wohl eher der Datenaustausch zwischen einzelnen Rechenwerken als zwischen ganzen Computern. Zudem gibt es bislang offenbar noch Probleme mit der Genauigkeit. Ergebnisse stimmen nur in 86 Prozent der Fälle überein.

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Dafür soll die Arbeit bei der Distanz überzeugen: Im Testaufbau wurden die Daten immerhin über eine Strecke von zwei Metern übertragen. Theoretisch ist die Distanz für eine Quantenverschränkung dabei unbegrenzt, ein weiterer Aufbau mit deutlich höherer Distanz zwischen den Geräten ist also denkbar. Selbst falls sich der neu vorgestellte Ansatz durchsetzen wird, ist der Weg bis zum Praxiseinsatz aber wie bei Quantencomputern allgemein noch sehr weit.

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Quelle: Oxford / Nature via Techspot

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