Wissenschaft: Warum ein Sonnensturm schnelle Elektronen verscheucht
Warum schaffen es Sonnenstürme, dass extreme schnelle Elektronen, die sich im Magnetfeld der Erde aufhalten, innerhalb kurzer Zeit einfach verschwinden? Seit den 60er-Jahren ist das Phänomen bekannt, nun hat man eine Lösung dafür gefunden.
Das Fachmagazin Nature Physics berichtet über eine ganz besondere Entdeckung, die mit den Auswirkungen geomagnetischer Stürme, also Sonnenstürme, auf das Magnetfeld der Erde zu tun haben. Dabei wird die Erde bekanntlich von zwei großen Strahlungsgürteln umgeben, die eine Reifenform haben und Van-Allan-Gürtel genannt werden. Sie wurden bereits 1958 entdeckt. In diesen Strahlungsgürtel sind extrem schnelle Elektronen unterwegs, die nahezu Lichtgeschwindigkeit haben. Die Wirkung ist durchaus zerstörerisch, so können Satelliten beschädigt werden. Bereits in den 60er-Jahren beobachteten Wissenschaftler, dass diese Elektronen innerhalb von Minuten oder Stunden kurzzeitig fast verschwanden, wenn ein geomagnetischer Sturm von der Sonne auf die Erde trifft. Es dauert teilweise Stunden nach einem solchen Sturm, bis die Elektronen wieder messbar sind.
Das große Rätsel war, wohin diese Teilchen verschwinden. Am 6.1.2011 beobachteten Wissenschaftler mithilfe mehrerer Satelliten die Auswirkungen des damaligen, einfachen Sonnensturms auf die Elektronen. Insgesamt 11 Satelliten wurden in Kombination angezapft, um zu erkennen, dass die Elektronen in den interplanetaren Raum verschwinden. Bisher ging man davon aus, dass die Teilen einfach nach unten aus dem Gürtel wandern. Weitere Untersuchungen durch spezielle Satelliten soll das Verständnis des Weltraumumfelds der Erde vertiefen. Dadurch soll unter anderem die Sicherheit für Satelliten erhöht werden.
Quelle: Natur Physics, Spiegel
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