SK Hynix wird überrannt mit unmoralischen Angeboten: Kapazität soll praktisch bei null liegen
SK Hynix wird laut Reuters von großen Tech-Firmen mit ungewöhnlichen Angeboten umworben. Der Grund: Die Nachfrage nach DRAM, NAND und HBM bleibt hoch, freie Kapazitäten gibt es offenbar kaum.
SK Hynix steht laut einem Bericht von Reuters derzeit im Zentrum ungewöhnlicher Verhandlungen mit großen internationalen Tech-Unternehmen. Demnach versuchen mehrere Firmen, sich Speicherchips des südkoreanischen Herstellers zu sichern, und bieten dafür unter anderem Investitionen in neue Produktionslinien sowie die Finanzierung teurer Fertigungsanlagen an. Diese "unmoralischen Angebote" sind das Ergebnis einer angespannten Lage im Speichermarkt.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters berufen sich die Informationen auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. SK Hynix soll demnach von großen Tech-Konzernen aggressiv umworben werden, weil diese für ihre KI-Infrastruktur große Mengen an Speicher benötigen. Welche Unternehmen konkret Angebote abgegeben haben, geht aus dem Bericht nicht hervor. Reuters nennt allerdings den allgemeinen Kontext: US-Konzerne wie Alphabet, Meta und Microsoft haben zuletzt höhere Investitionen in KI-Infrastruktur angekündigt.
Freie Kapazitäten sind laut Quelle kaum vorhanden
Besonders deutlich wird die Lage durch eine Aussage aus dem Reuters-Bericht: Unabhängig von der Art des Angebots sei die verfügbare Kapazität derzeit im Grunde bei null; selbst ein kleiner Anteil könne keinem bestimmten Kunden zugewiesen werden. Damit geht es nicht nur um klassische Speicherprodukte, sondern um die gesamte angespannte Nachfrage rund um DRAM, NAND und HBM, die für Hyperscaler eine wichtige Rolle spielt.
Zu den laut Reuters diskutierten Angeboten gehört auch die Finanzierung von Fertigungsequipment. Eine der Quellen spricht von einem Vorschlag, der sich auf UV‑Lithographiemaschinen im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar bezieht. Eine weitere Person soll den ersten Ausbauabschnitt des großen Yongin-Komplexes in Südkorea genannt haben, in dem voraussichtlich DRAM im Mittelpunkt steht.
SK Hynix reagiert laut Reuters vorsichtig auf solche Modelle. Der Hersteller möchte sich dem Bericht zufolge nicht zu stark an einzelne Kunden binden. Der Grund: Längerfristige Abnahmegarantien können zwar Umsatzsicherheit bringen, könnten aber auch bedeuten, dass Chips zu niedrigeren Preisen geliefert werden müssen. SK Hynix erklärte laut Reuters, man prüfe verschiedene Ansätze und strukturelle Alternativen zu klassischen langfristigen Verträgen.
Die Speicherbranche steckt damit in einem interessanten Luxusproblem: Man könnte sehr viel mehr zu hohen Preisen verkaufen, wenn man die Kapazitäten hätte. Der Ausbau dieser dauert aber relativ lange und bis diese Kapazitäten verfügbar sind, könnte sich der Wind bereits gedreht haben. Überkapazitäten sind derweil genau das, was die Speicherbranche vermeiden will.
Samsung und Micron ebenfalls in Gesprächen
Die angespannte Marktlage betrifft nicht nur SK Hynix. Auch Samsung und Micron, die beiden anderen großen Speicherhersteller, sollen Gespräche über mehrjährige Verträge führen. Belastbare Details zu solchen Vereinbarungen gibt es laut Bericht allerdings nicht. Micron hatte zuletzt erklärt, dass die Nachfrage deutlich über dem verfügbaren Angebot liege und dies auf absehbare Zeit so bleibe. Kioxia meldete, dass die Kapazitäten auf absehbare Zeit ausgebucht sind.
Quelle: Trading View
Kursverlauf der Aktie von SK Hynix in den vergangenen 12 Monaten.
SK Hynix profitiert zugleich stark vom Boom. Laut Reuters stieg die Aktie des Unternehmens 2026 bis zum Bericht auf ein Rekordhoch; die Nachfrage nach KI-Speicher gilt dabei als wesentlicher Treiber. Ob zusätzliche Angebote von Großkunden tatsächlich zu neuen Kapazitäten führen, bleibt offen. Der Reuters-Bericht beschreibt SK Hynix zwar als Ziel außergewöhnlicher Offerten, meldet aber keine abgeschlossenen neuen Sonderverträge mit einzelnen Tech-Konzernen.
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Quelle: Reuters

Intel müsste eine neue Fabrik bauen oder alles aus den vorhandenen Reinräumen rausreißen, denn RAM benötig ganz andere Maschinen. DDR5 wird heute in extrem feinen Verfahren (oft als 1α, 1β oder 1γ bezeichnet 10-14nm) gefertigt. Intel hat mit seinen Intel 4 oder Intel 18A Prozessen zwar die Lithografie-Fähigkeiten (EUV), müsste aber den kompletten chemischen und physikalischen Ablauf neu entwickeln.
Funfact; Intel hatte früher mal RAM gefertigt aber sich 1985 vollständig aus diesem Markt zurückgezogen, um sich auf CPU´s zu konzentrieren.
AI klemmt doch überall aktuell - Standorte (Nachbarn laufen Sturm gegen die Datacenter), Stromversorgung (sowohl Produktion als auch Netze nicht ausgebaut), Chips aller Art, selbst Wasser für die Kühlung ist teils problematisch.
Keiner hat sich irgendwie überlegt, wie man das VORHER ausbaut, um den Bedarf zumindest teilweise zu decken.
AI-race läuft gerade nach dem Motto: Mit dem Kopf durch alle Wände, aber mit Anlauf!
Früher waren Business-Entscheidungen auch bei schnellem Fortschritt und rasanten Entwicklungen trotzdem an die Infrastruktur, Personalkapazitäten und sonstige Einschränkungen gebunden. Da wurde die Entwicklung/Verbreitung einfach durch die regulären Einschränkungen für diese Technologie gebremst - organisch.
Die Firmen haben sich mit anderen Abteilungen zusammengesetzt und haben einfach ausgerechnet – selbst wenn der Bedarf bei den Kunden vorhanden war – wie man das Angebot hochfahren kann, ohne jeden Schritt mit der Brechstange, dem Anwalt und immensen Kosten durchzuprügeln.
Die Limits der Produktion waren ja jedem bekannt, da muss keiner mit dem surprise pikachu face um die Ecke kommen.
Warum also nicht vorher ausbauen und sich dann in den Markt quetschen?
Blitz-Skalierung wie das bei anderen Firmen wie Uber geht nicht - weil es schlicht und einfach keine Lieferanten gibt, keine Standorte, keine Infrastruktur und sich nichts auf die schnelle machen lässt. Das ist halt der Unterschied zu den üblicher Taktik - Skalieren um jeden Preis. Was bei SaaS oder Gig-Economy Jobs problemlos lief (weil da kaum was benötigt wird als Kunden und bissl Personal welches auch noch eigene Transportmittel und sonstige Geräte mitbringt).. kann man hier nicht machen.
Also warum nicht wie früher machem, wie die Autobauer das gemacht haben - erst Fabriken hochziehen, Deals mit Lieferanten sichern und erst DANN in den Markt rein?
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Hier mal auf kurz und deutsch:
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Und auf ausführlich (klingt auf englisch gestellt besser)
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Klar würden Samsung, Hynix und andere gerne mehr herstellen, aber ohne mehr Maschinen dazu wird das nichts, und eine neue Firma wie ASML bräuchte über fünf Jahre um das know how von heute aufzuholen, wird auch nichts.
Die wachsen auch nicht mal eben so auf den Bäumen oder lassen sich durch halluzinierende reasoning LLMs ersetzen.