Nvidia und SK Hynix schließen Speicherpakt: Aktie steigt vorbörslich

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Nvidia und SK Hynix schließen Speicherpakt: Aktie steigt vorbörslich
Quelle: SK Hynix

Nvidia und SK Hynix vereinbaren eine mehrjährige Speicherpartnerschaft. Im Fokus stehen HBM4, Vera Rubin, Jetson Thor und längere Entwicklungszyklen. Die Aktie reagierte zum Handelsstart positiv.

Nvidia und SK Hynix bauen ihre Zusammenarbeit bei Speicherlösungen aus. Die beiden Unternehmen haben eine mehrjährige Technologiepartnerschaft angekündigt, die sich auf die gemeinsame Entwicklung und Lieferung von Speicher für kommende Nvidia-Plattformen konzentriert. Laut Nvidia soll die Kooperation Speicherprodukte an die eigene KI-Infrastruktur-Roadmap anbinden und zugleich die Versorgung mit fortschrittlichem Speicher für den weltweiten Ausbau sogenannter AI Factories unterstützen. Als Begründung nennt Nvidia unter anderem längere Entwicklungszyklen, aufwendigere Fertigung und hohe Kapitalinvestitionen bei modernen Speichertechnologien.

Konkret nennt Nvidia mehrere Plattformen, für die SK Hynix Speicher gemeinsam mit Nvidia entwickeln soll. Dazu gehören Vera-Rubin-AI-Supercomputer, Vera-CPUs, RTX-Spark-basierte PCs sowie Jetson-Thor-Systeme für Robotik-Anwendungen. Die Bandbreite macht klar, dass es nicht nur um HBM4-Speicher geht, sondern auch LPDDR5X, DDR5 und 3D-NAND. SK Hynix entwickelt künftige Speicherlösungen damit stärker auf Nvidia-Plattformen abgestimmt, wobei die offizielle Mitteilung keine exklusive Sonderanfertigung nennt.

Speicher als Engpass für Nvidias KI-Plattformen

Für Nvidia ist der Schritt vor allem deshalb wichtig, weil moderne KI-Beschleuniger nicht allein von der Rechenleistung der GPU abhängen. HBM-Speicher ist bei aktuellen und kommenden KI-Systemen ein zentraler Bestandteil, da Bandbreite und Energieeffizienz über die Skalierung großer Modelle mitentscheiden. Die neue Vereinbarung soll Nvidia mehr Planungssicherheit bei der Speicherverfügbarkeit geben, während SK Hynix eine langfristige Rolle in kommenden Nvidia-Plattformen erhält. Neben der gemeinsamen Entwicklung sichert sich Nvidia so ein Vorzugsrecht auf eine zuletzt recht knappe Ressource.

PCGH hatte bereits über Hinweise berichtet, wonach Rubin-GPUs mit HBM4 in Richtung Produktion gehen sollen; damals wurde zugleich betont, dass entsprechende Informationen zu Produktionsstarts vorsichtig einzuordnen sind. Außerdem berichtete PCGH schon 2023 über Gerüchte, nach denen SK Hynix und Nvidia bei HBM4 an einer engeren Integration von Stapelspeicher und GPU arbeiten sollen.

Neben der Speicherentwicklung umfasst die Partnerschaft auch Fertigungs- und Entwicklungswerkzeuge. SK Hynix will Nvidia-Technologien wie CUDA-X-Bibliotheken, PhysicsNeMo, Omniverse, OpenUSD und cuOpt einsetzen, um Halbleitersimulationen, TCAD-Workflows, Computational Lithography und digitale Zwillinge von Fabriken zu beschleunigen. Nvidia stellt die Kooperation damit nicht nur als Lieferabkommen dar, sondern auch als tiefergehende Verbindung zwischen Speicherentwicklung, Chipdesign und Fertigungsoptimierung.

Nvidia hatte im Rahmen der Computex aber sowohl SK Hynix als auch Samsung und Micron grünes Licht für Speicherlieferungen gegeben. CEO Jensen Huang betonte, dass alle drei großen Anbieter zugelassen sind, nachdem sich die Gerüchteküche immer schneller drehte, wer nun den goldenen Handschlag bekommt. Schätzungen von Techtimes zufolge wird SK Hynix aber rund 60-70 Prozent des gesamten Volumens bereitstellen, Samsung 25-30 Prozent und Micron den Rest.

SK Hynix mit guten Gewinnen an der Börse, aber volatil. Quelle: Tradingview SK Hynix mit guten Gewinnen an der Börse, aber volatil.

SK-Hynix-Aktie startet nach oben

Auch an der Börse wurde die Nachricht beachtet. Südkoreanische Chipwerte legten nach dem vorherigen Ausverkauf deutlich zu; SK hynix stieg demnach zeitweise um 15 Prozent, Samsung Electronics um mehr als 9 Prozent. Der Bericht nennt die neue mehrjährige Nvidia-Partnerschaft als einen Faktor für die Bewegung bei SK Hynix. Zugleich bleibt der Markt volatil: Bereits am Vortag waren südkoreanische Halbleiterwerte stark unter Druck geraten. In der Vorbörse am heutigen Tag legt SK Hynix derweil wieder zu.

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Quelle: Nvidia

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Christoph1717
        Bleibt dann für AMD Grafikkarten weniger RAM Chips übrig ?
        Ich vermute mal das SK Hynix jetzt eher Nvidia versorgt und andere leer aus gehen.
        Entscheidende Frage, eventuell ist es Micron die hier liefern, hoffentlich.
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Christoph1717
        Bleibt dann für AMD Grafikkarten weniger RAM Chips übrig ?
        Ich vermute mal das SK Hynix jetzt eher Nvidia versorgt und andere leer aus gehen.
        Entscheidende Frage, eventuell ist es Micron die hier liefern, hoffentlich.
      • Von Christoph1717 Software-Overclocker(in)
        Bleibt dann für AMD Grafikkarten weniger RAM Chips übrig ?
        Ich vermute mal das SK Hynix jetzt eher Nvidia versorgt und andere leer aus gehen.
      • Von yeahyeahbabe Komplett-PC-Käufer(in)
        Für die Lederjacke sind wir eh keine vollwertigen Menschen, da wir uns das nicht leisten können. Die anderen müssen Token kaufen, denn Token sind Umsatz.
        Die KI für Kohle ankurbeln. Wer hätte das gedacht.
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        "Aktie steigt vorbörslich"

        So ist´s feini
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Das sieht nicht nach einer schnellen Beendigung der Speicherkrise aus, zumal wieder alles für KI in Entwicklung ist. Interessant das Micron so gut wie keinen Anteil daran hat/ haben soll.
      Direkt zum Diskussionsende
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