AMD soll zwischen 2025 und 2026 auf Glassubstrat wechseln [Bericht]

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AMD soll zwischen 2025 und 2026 auf Glassubstrat wechseln
Quelle: Intel Corporation

AMD soll zwischen 2025 und 2026 auf Glassubstrat wechseln. Das wäre schneller als bislang angenommen, doch der KI-Hype scheint auch hier Wirkung zu zeigen, da speziell diese Produkte trotz der Einführungskosten profitieren würden.

Einem bislang unbestätigten Bericht aus Südkorea zufolge soll AMD irgendwann zwischen 2025 und 2026 den Wechsel auf Glassubstrat für die SiPs (System in Packages) in Betracht ziehen. Der Einsatz von Glassubstrat ist zum aktuellen Zeitpunkt recht exotisch, das galt aber auch lange für EUV-Lithografie und andere Techniken, die in der Halbleiterfertigung eingeführt wurden. Die Wirtschaftlichkeit in der Ramp-up-Phase macht neuen Prozessen heute immer wieder schnell einen Strich durch die Rechnung.

AMD ist keinesfalls das erste Unternehmen, das auf Glassubstrate schielt. Intel hat logischerweise das Thema bereits behandelt, aber auch Zulieferer wie Samsung und TSMC haben das Thema auf dem Radar, denn auf die ist AMD als Fabless-Unternehmen angewiesen. Manche sagen, dass die Einführung schneller gehen könnte, als man im Moment noch vermutet, da Glassubstrat ein paar wichtige Vorteile gegenüber organischen Materialien hat.

Insbesondere auch durch den Trend Chiplets oder Tiles könnte die Einführung beschleunigt werden, denn Glassubstrat erlaubt aufgrund seiner Eigenschaften bessere Interconnects. Glas ist besonders eben, thermisch und mechanisch belastbar und bietet Vorteile bei der Lithografie. Um die Kosten im Griff zu haben, könnten AMD, Intel und Nvidia zunächst Data-Center-Produkte darauf basieren, da hier die Margen mehr Spielraum lassen. Es winken sogar Kostenersparnisse, wenn man die Technik im Griff hat, denn man würde sich den Interposer sparen.

Intels Gehversuche mit Glassubstrat in Chandler, AZ

Es ist allerdings fraglich, ob schon die kommende Epyc-Generation mit Zen 5 auf Glassubstrat setzt. Gerade bei den Data-Center-Produkten ergeben sich für AMD aufgrund der vielen Chiplets Vorteile - 13 bei Epyc, 22 bei Instinct AI. Intel hat das Thema auch auf dem Schirm und das Bild im Artikel ist aus der Testfertigung in der Fab in Chandler, doch hier ist der Zeitrahmen im Moment eher 2030. Doch auch Intel hat Produkte auf dem Markt, die profitieren könnten: Ponte Vecchio hat 63 Tiles.

Quellen: Business Korea, Intel, Fraunhofer

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Hi, danke dir. Das kenne ich bereits. Hab ich gefunden, als ich versuchte herauszufinden wann Intel damit begonnen hat.
        Auch sind mir viele Vorteile von Glassubstrat bekannt, aber mir fehlt eine Erklärung wohin die Wärme soll. Glass ist stabiler und wirkt viel isolierender. Sowohl elektrostatisch, wie auch thermisch. Dadurch kann die Anzahl der Transistoren erhöht werden und schnellere Verbindungen ermöglicht. Nur wenn man das macht, bleibt doch die Wärme in den Bahnen. Die erhitzen sich ja noch mehr und vor allem ändern sie ihre elektrische, sowie Wärmeleitfähigkeit im Zuge dessen. Wie wird die Wärme abgeführt. Gerade wenn die Dichte noch höher ausfällt? Darauf finde ich keine Antworten.
        Das Glas sollte Wärme sogar besser leiten, als die bislang als Substrat genutzte Glasfaser-Harz-Laminate. Zumindest Intel hat den Einsatz aber bislang nur für MCMs geplant, die mit günstigeren Techniken in dieser Größe nicht mehr realisierbar sind und das sind dann keine 2-3-W-Prozessoren mehr, die ihre Wärme über das Substrat abführen, sondern welche wo >95 Prozent über den Kühlkörper laufen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Hi, danke dir. Das kenne ich bereits. Hab ich gefunden, als ich versuchte herauszufinden wann Intel damit begonnen hat.
        Auch sind mir viele Vorteile von Glassubstrat bekannt, aber mir fehlt eine Erklärung wohin die Wärme soll. Glass ist stabiler und wirkt viel isolierender. Sowohl elektrostatisch, wie auch thermisch. Dadurch kann die Anzahl der Transistoren erhöht werden und schnellere Verbindungen ermöglicht. Nur wenn man das macht, bleibt doch die Wärme in den Bahnen. Die erhitzen sich ja noch mehr und vor allem ändern sie ihre elektrische, sowie Wärmeleitfähigkeit im Zuge dessen. Wie wird die Wärme abgeführt. Gerade wenn die Dichte noch höher ausfällt? Darauf finde ich keine Antworten.
        Das Glas sollte Wärme sogar besser leiten, als die bislang als Substrat genutzte Glasfaser-Harz-Laminate. Zumindest Intel hat den Einsatz aber bislang nur für MCMs geplant, die mit günstigeren Techniken in dieser Größe nicht mehr realisierbar sind und das sind dann keine 2-3-W-Prozessoren mehr, die ihre Wärme über das Substrat abführen, sondern welche wo >95 Prozent über den Kühlkörper laufen.
      • Von SIR_Thomas_TMC Software-Overclocker(in)
        Zitat von BxBender
        Was passiert bei 6
        Auf PC Steckkarten stelle ich mir das unbequem vor.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Wichtige Zwischenfrage:
        Was passiert bei 6, äh ich meine, wenn jemand ein Hohes C auspackt? ;-P
        Sorry, aber beim Thema Glas muss man halt sehr vorsichtig sein. ^^
      • Von Medcha Software-Overclocker(in)
        Kleine Anmerkung/Tipp zum Text: den Begriff "Fabless-Unternehmen" einfach ohne weitere Erklärung zu nutzen, halte ich für schwierig. Ich konnte mir den Begriff sofort erschließen, aber dafür muss man schon ein paar grundlegende Kenntnisse haben zur Branche. Einfach in Klammern den Begriff kurz erklären.
      • Von SIR_Thomas_TMC Software-Overclocker(in)
        Direkt Glasfaser als Leiterbahnen
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