Support-Ende: Mehrere Fritzbox-Router und Fritz-Repeater erhalten keine Updates mehr
AVM hat das Ende der Unterstützung für mehrere Router und Repeater angekündigt. Die betroffenen Fritzboxen und Fritzrepeater werden künftig nicht mehr mit neuen Software-Updates versorgt.
Regelmäßig versorgt Netzwerkspezialist AVM seine Fritzbox-Router und -Repeater mit Firmware-Updates - für mehrere Modelle ist damit nun Schluss: Wie der Hersteller auf seiner offiziellen Webseite angibt, werden die Fritzboxen 3490 und 4020 nicht mehr mit Aktualisierungen versorgt sowie der Support für die Geräte eingestellt. Ebenfalls betroffen sind die Fritzrepeater 1750E und 310, welche kürzlich noch ein Kompatibilitätsupdate erhalten haben.
Somit bleibt die Fritzbox 3490 ebenso wie der Fritzrepeater 1750E nach mehr als acht Jahren Unterstützung auf FritzOS-Version 7.30 stehen, während die Fritzbox 4020 mit immerhin sieben Jahren offiziellem Support ihre Lebensdauer mit der Firmware-Version 7.02 abschließt. Der mehr als zehn Jahre alte Fritzrepeater 310 wurde immerhin noch mit FritzOS 7.15 bespielt.
Damit ist auch klar, dass das aktuelle FritzOS 7.50, welches kürzlich für die Fritzbox 7530 freigeschaltet wurde, nicht mehr auf die genannten Router und Repeater kommen wird. Zumindest beim 3490-Modell wäre eine Aktualisierung der Firmware denkbar gewesen - bei dem Router handelt es sich schließlich im Wesentlichen um die Fritzbox 7490, welche das Update auf FritzOS 7.50 erhalten hat.
Immerhin bleiben die von AVM zur Verfügung gestellten Wissensdatenbanken unberührt: So können Nutzer weiterhin auf die umfangreichen Informationen zur Fritzbox 3490 und Fritzbox 4020 zugreifen. Zwar bedeutet das Support-Ende auch, dass seitens AVM keinerlei Unterstützung mehr geboten wird, mit der fünfjährigen Herstellergarantie hat dies aber nichts zu tun - diese läuft unabhängig von der Entscheidung ab dem Zeitpunkt des Erstkaufs.
Quelle: AVM

Ich arbeite selber in der Softwareentwicklung und weiß, wie groß der Aufwand ist, eine große Modellserie über Jahre oder Jahrzehnte zu supporten. Das kann man bei einem Gerät für 59 Euro UVP im Jahr 2015 einfach nicht auf ewig machen.
Bei irgendwelchen professionellen Routern von Cisco und Co. kann man einen Support >10 Jahren erwarten, die liegen aber dann auch schnell im vierstelligen Bereich und mehr.
Außerdem kommen da auch irgendwann Hardware Limitierungen dazu. Die verbauten Chips in der 4020 werden nicht mehr die Möglichkeiten für 5Ghz WLAN, WPA3 etc. haben. Und dann kommt irgendwann der Normalo und beschwert sich, warum die Leistung seiner 400Mbit Leitung nicht an seinem Handy/SmartTV/Laptop etc. ankommt.
Für 140 Euro bekommt man eine aktuelle 7530, die dann wieder die nächsten 6-8 Jahre hält.
Professionelle ITler hacken gerne auf AVM rum, aber man darf nicht vergessen, dass die Firma Produkte für technische Laien baut. Entsprechend einfach und unkompliziert muss das alles funktionieren.
Wenn immer nur neue Modelle hinzukommen aber nie alte auch mal aus dem Support rausfallen, dann erreicht der Code irgendwann einen Punkt an dem er nicht mehr verläßlich gewartet werden kann und die Entwickler häufiger Fehler machen, die dann wiederum zu Sicherheitslücken führen. Die Aufwände für Tests und Support wachsen über die lange Laufzeit dann irgendwann zu Beträgen pro Gerät an, welche die Herstellungskosten übersteigen und dann zu Verlusten führen. Am Ende steht dann im Worst-Case die Pleite des Unternehmens. Das will niemand. Daher muss der sparsame User ab und zu in den sauren Apfel beißen und sich nach 8-10 Jahren doch mal ein neues Gerät zu kaufen, das ist bei Geräten die mit Software laufen und mit Netzwerken verbunden sind leider kaum zu vermeiden.
Die Unterstützung für die betroffenen Modelle war mehr als lange genug und sie hören zudem auch ohne Updates nicht plötzlich auf zu funktionieren. Bis zur nächsten größeren Sicherheitslücke können sie problemlos weiterverwendet werden, von geplanter Osoleszenz kann da keine Rede sein, das ist Polemik aus meiner Sicht. Die Konkurrenz bietet meines Wissens zudem auch keinen längeren Support. Und wir reden hier auch nicht von einer Waschmaschine, welche den Hersteller nach der Garantiezeit kein Geld mehr kostet, sondern von einer Komponente mit Software, welche kostant Geld für Weiterentwicklung, Bugfixing und Anpassung verschlingt, für die man vom (sparsamen) Kunden aber kein weiteres Geld mehr bekommt, weil die Updates für diesen nun mal kostenlos sind.
Die Entwickler können leider auch nicht von Luft und Liebe leben, die müssen auch einen Kühlschrank füllen und daher muss sich ihre Arbeit rechnen. Und das tut sie nicht, wenn sie eine Menge teure Arbeitszeit in Anpassungen und Support für Geräte investieren müssen, die nicht oder kaum mehr verkauft werden und daher kein Geld mehr reinbringen. Und deren Zeit dann für neue Geräte fehlt welche den R&D Aufwand kompensieren können. An Wirtschaftlichkeit kommt man leider nicht vorbei, auch nicht wenn man gerne Elektroschrott vermeiden will, denn dann geht man pleite. Es ist nicht immer alles nur Gier.
Wenn kein tehnischer Grund vorhanden soll AVM darlegen wieviele dieser Geräte noch im Einsatz sind und wieso (abgesehen vom offensichtlichen Grund, dass sie Neugeräte verkaufen wollen) sie keine Updates mehr bereitstellen.
Wenn jemand wie Du dann auch mal an "Normalos" denken würde, würde auffallen, dass die Fritzboxen schon sehr okay sind.
Daher: Eine Sache der Abwägung