LKWs: Automatisierte Kommunikation durch WLAN

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Quelle: media.daimler.com

Die Daimler AG hat ein Konzept vorgestellt, mit dem es möglich werden soll, mehrere Lastkraftfahrzeuge per WLAN miteinander zu verbinden, um diese durch Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand miteinander zwischenzuschalten. Dies wurde erstmals auf der Autobahn 52 getestet.

Wer häufig auf die Fahrt auf Autobahnen und Schnellstraßen angewiesen ist, der wird sich eventuell schon das ein oder andere Mal über die vielen Lastkraftwagen geärgert haben, die teilweise mit minutenlangen Überholmanövern ganze Spuren für sich einnehmen. Dies soll jedoch laut der Daimler AG, einem der ältesten Automobilhersteller, bald der Vergangenheit angehören. LKWs können sich nämlich in Zukunft per Wireless-LAN miteinander verbinden, um den Verkehr sicherer und effizienter zu machen. Als WLAN-Protokoll wurde hier der Standard IEEE 802.11p entwickelt.

Getestet wurde diese Technik erstmals auf der Autobahn 52, die LKWs mussten sich hier innerhalb von 200 Metern in Reichweite des WLAN-Partners befinden, damit eine Kopplung stattfinden kann. Anschließend werden die Geschwindigkeiten und Lenkrad-Bewegungen des eigenen Fahrzeuges auf das des Nachbarn und der Strecke abgepasst, der Fahrer kann sich in dieser Zeit also anderen Aufgaben widmen. Hinzu kommt, dass durch die deutlich geringere Reaktionszeit des Systems im Vergleich zum Menschen, der Sicherheitsabstand deutlich reduziert werden kann - und zwar bis auf 15 Meter. Ein Verbund aus drei LKWs erreicht somit eine Länge von 80 Metern und nicht, wie eigentlich durch die Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben, insgesamt 150 Meter.

Auch beim Benzinverbrauch soll sich diese Technik deutlich bemerkbar machen. Durch die direkte Ausnutzung des Windschattens spart ein Konvoi mit drei LKWs insgesamt sieben Prozent Treibstoff. Während das mittlere Fahrzeug bis zu elf Prozent spart, schafft es der letzte LKW immerhin auf sieben Prozent, die geringste Effizienz ist hierbei logischerweise am ersten Fahrzeug festzustellen: hier sind es nur zwei Prozent Einsparung. Hochgerechnet sollen hier laut Daimler AG Verbrauchswerte von 25 Litern auf 100 Kilometern realistisch sein. Bis 2020 will die Daimler AG rund 500 Millionen Euro in die Technik investieren.

Quelle: daimler.com

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dr Bakterius
        Zitat
        Das gilt heutzutage fast nur noch für Bulgarien, Tschechien und teilweise Polen. Die baltischen Lkw, fahren mittlerweile fast besseres Material als jeder andere.
        Irgendwann setzt ja auch mal ein Lerneffekt ein und man nutzt das marode Zeugs eher im lokalen Verkehr oder auf solchen Routen wo Banknoten mehr Bedeutung haben als Papiere.
      • Von Dr Bakterius
        Zitat
        Das gilt heutzutage fast nur noch für Bulgarien, Tschechien und teilweise Polen. Die baltischen Lkw, fahren mittlerweile fast besseres Material als jeder andere.
        Irgendwann setzt ja auch mal ein Lerneffekt ein und man nutzt das marode Zeugs eher im lokalen Verkehr oder auf solchen Routen wo Banknoten mehr Bedeutung haben als Papiere.
      • Von hypahypahanswurst Kabelverknoter(in)
        Zitat
        Anschließend werden die Geschwindigkeiten und Lenkrad-Bewegungen des eigenen Fahrzeuges auf das des Nachbarn und der Strecke abgepasst, der Fahrer kann sich in dieser Zeit also anderen Aufgaben widmen.
        endlich in Ruhe onanieren...
      • Von Klutten Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Oberst Klink
        Und wenn das System des zweiten oder dritten LKW versagt, oder sagen wir die Bremsen Versagen, etc. dann knallt es doch.
        Wenn ein Assystenzsystem aussteigt, wird der Fahrer gewarnt und dieser steuert wieder manuell. Steigt das Abstandssystem in einem der vorderen Lkw aus, wird an den Folgenden automatisch die Geschwindigkeit reduziert und der Abstand vergrößert, das wird sicher nicht das große Problem sein.

        Was die Leistung und Redundanz bei Bremssystemen betrifft, gibt es wohl nichts Vergleichbares dem von Nutzfahrzeugen auf der Straße. Im Vordergrund steht heute die elektronische Abbremsung, die über Radsensoren (Drehzahlen) und den Bremswunschgeber (so nennt sich das Bremspedal heute, da es ein indirektes System ist) die Geschwindigkeit passend der Beladung abbremst. Sollte es hier zu einem Ausfall kommen, wird herkömmlich pneumatisch gebremst. Zwar wirken beide Mechanismen auf dieselbe Mechanik, Defekte daran sind aber durch die Dimensionierung von anderen Rädern auffangbar, und durch die 6-monatige Überwachung (HU/SP) relativ selten im Alltag anzutreffen. Wenn die Bremse wirklich zu 100% ausfallen sollte, was bei einem Sattelzug immerhin 5 gebremste Achsen sind, gibt es immer noch die Dauerbremse, also Systeme wie Retarder usw., die mehrere tausend PS an Bremsleistung über mehrere Kilometer im Gefälle aushalten müssen und bei jedem Lkw dieser Größe Pflicht sind. Diese sitzen direkt im Antriebsstrang und können enorme Verzögerungen einleiten. Auf Strecke nutzt heute auch kaum ein Fahrer die herkömmliche Bremse, da die Dauerbremse über mehrere Stufen am Lenkrad einsetzbar ist und dazu noch verschleißfrei arbeitet.

        Zitat von Dr Bakterius
        ... aber am schlimmsten dürften immer noch die Zeitbomben aus dem tiefsten Osten sein
        Das gilt heutzutage fast nur noch für Bulgarien, Tschechien und teilweise Polen. Die baltischen Lkw, fahren mittlerweile fast besseres Material als jeder andere. Einige von diesen Zeitbomben, wie man sie mal im Fernsehen sieht, habe ich auch schon welche aus dem Verkehr gezogen. Diese sind glücklicherweise extrem selten, aber eine Katastrophe vor dem Herrn. Dass sich da überhaupt noch ein Rad dreht, scheint Glückssache. Von Bremsen braucht man da gar nicht anfangen. Wenn an einem Sattelzug noch 1 von 5 Achsen bremst, ist das schon viel. Oftmals bremsen nur noch einzelne Räder auf verschiedenen Achsen. ^^
      • Von 100001 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von cerbero
        "Vom Westen" darf Jährlich so Dinge wie TÜV und Konsorten aufsuchen.
        .
        Wo teilweise von vorne bis hinten beschissen wird

        Im Westen wird am meisten gesparrt, da man sonst mit denen aus dem Osten nicht mithalten kann
      • Von cerbero Freizeitschrauber(in)
        Zitat
        Der Fahrer ist nahezu gläsern.
        Die Pflicht der elektronischen Fahrerkarte gibts jetzt schon, der Fahrer ist gläsern.

        Zitat
        ich will nicht wissen wieviel wirklicher fahrender Schrott vom Westen unterwegs ist
        "Vom Westen" darf Jährlich so Dinge wie TÜV und Konsorten aufsuchen.

        Man bedenkte, die Version hier erfordert immerhin noch einen Fahrer, Mercedes testet zur Zeit vollkommen Autonom fahrende LKWs.
      Direkt zum Diskussionsende
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