Intel-CEO: Windows 10 wird PC-Markt beleben
Während die OEM-Hersteller über das Verkaufsdrama am PC-Markt und Windows 10 lamentieren, sieht Intels CEO Brain Krzanich die Lage entspannter. Auf lange Sicht wird Windows 10 seiner Ansicht nach den Markt beflügeln.
Ach wenn die OEM-Hersteller noch nicht davon überzeugt sind, glaubt Intels CEO Brian Krzanich, dass Windows 10 durchaus auch ein paar Computer verkaufen wird - selbst wenn die Systemanforderungen nicht dramatisch gestiegen sind. Die OEM-Hersteller stören sich unter anderem daran, dass Microsoft Windows 10 an alle privaten Bestandskunden mit Windows 7/8 ein Jahr lang kostenlos herausgibt. Früher müsste man sich das Betriebssystem kaufen - oder eben gleich einen neuen Rechner.
Im Rahmen der Vorstellung der Quartalszahlen, die auch für Intel hätten besser aussehen können, sagt Kraznich, dass Anwender sich trotzdem neue Rechner kaufen werden, um alle Features von Windows 10 genießen zu können. "Ein paar der echt guten Eigenschaften von Windows 10, Sachen wie Windows 10 Hello, wo man eine Gesichtserkennung hat und sich keine Passwörter mehr merken muss, [...] das sind Dinge, für die man einen neuen Rechner mit aktueller Austattung braucht."
"Das, zusammen mit Produkten wie beispielsweise Skylake, wird Windows 10 auf lange Sicht gesehen durchaus zu einem Motor für die Branche machen." Skylake soll passend zum Windows-Launch vorgestellt werden. Während Windows 10 am 29. Juli erscheint, nutzt Intel die Gamescom zur Präsentation der neuesten Prozessorgeneration. Insbesondere für Spieler wird Windows 10 mit DirectX 12 ein Grund zum Upgrade werden, wenn sie noch keine DX12-fähige Hardware besitzen.
Warum es dem PC-Markt aktuell so schlecht geht, weiß Krzanich auch .Er sieht die Ursachen in makroökonomischen Zuständen und der Stimmung bei den Konsumenten. Krzanich erkennt dabei auch globale Entwicklungen und sieht diese in der Verantwortung: "Im Allgemeinen waren die PC-Geschäfte auch immer ziemlich dicht mit dem Bruttoinlandsprodukt verknüpft. Dessen Wachstum hat sich weltweit verlangsamt, besonders in Regionen wie China, wo bisher ein extrem hohes Wachstum für den PC-Markt war."
Krzanich ist auch nicht verwundert, das vor großen Produktstarts der Markt etwas gelähmt ist. Dieses Jahr fallen gleich Windows 10 und Skylake mit neuer Plattform zusammen. Informierte Leser warten solche Produktstarts natürlich ab, bevor sie ihr Geld ausgeben. "Wenn man das alles zusammenwirft, hat man wohl den Grund dafür, warum 2015 so schwach gelaufen ist."
Insbesondere Krzanichs Punkt mit dem Bruttoinlandsproukt zusammen mit der heute nicht mehr so hohen Notwendigkeit, schnellere Hardware zu kaufen, ist ein guter Punkt, der kaum von der Hand zu weisen ist. Langfristig sieht Krzanich aber für die Verkäufe bei Intel keine großen Probleme. Zwar rechnet er nicht mit explosionsartigen Sprüngen, aber die Stellung zu halten, ist heute schon ein Erfolg. Wachstum findet bei Intel in der Data-center-Sparte statt und das war laut Krzanich der Plan. Den hat man umgesetzt.
Quelle: Business Insider

Die Leistungsanforderungen der klassischen 0815-Mainstreamanwendungen bewegen sich seit Etablierung von Multicore-Prozessoren kaum bis garnicht. Egal ob Office, Web oder Solitär. Die meisten lasten noch nicht einmal 10 Jahre alte Kisten komplett aus. Die Geräte werden immer langlebiger. Durch immer bessere Baukomponente halten, so lange man die Geräte innerhalb der Spezifikation betreibt und diese auch technisch einwandfrei gefertigt wurden, eine halbe Ewigkeit. Und auch bei Netzteilen haben wir zwar hier im Forum eine Faustregel mit den 5 Jahren. Aber im Mainstreamsektor kratzt es die guten Netzteile nicht, das sie 10 Jahre betrieben werden, wenn von den 300-500 Watt meist eh nur 20-150 Watt gebraucht werden. Auch Festplatten halten immer länger. Zu erkennen ist es im übrigen auch sehr gut am Refurbished-Markt für Desktop's und Notebook's. Core 2 Duo/Quad hier, Athlon64/Phenom X2/X3/X4 da. Alles kaum jünger als 6-7 Jahre. Und die Teile werden verkauft wie blöde.
Höchstens sind es die ganz blöden, die sich neue Systeme kaufen, weil sie mit Windows 8 oder Vista nicht zufrieden waren und der Meinung sind, das ihr Problem nur durch eine große Investition gelöst werden kann. Aber ansonsten wird sich da am Markt recht wenig tun. Und wie es im IT-Bereich üblich ist werden Fachmänner und belesene Bekannte gegen das Marketing arbeiten. Das hat ja auch hervorragend bei Windows 8 und Windows Phone geklappt. Das wird auch hier passieren!
Dass Windows10 den Markt belebt glaube ich nicht, da selbst 10Jahre alte Computer alles können was der durchschnittliche Nutzer benötigt (E-Mail, Office, Internet).