Windows-Update-Funktion: eine zeitraubende Katastrophe - Ein Kommentar von Daniel Waadt
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Dieses Mal schreibt Daniel Waadt, wie Microsoft den Windows-Update-Prozess optimieren könnte, damit Anwender von den Updates nicht mehr belästigt werden.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute berichtet Daniel Waadt über nervige Windows-Updates.
Als Windows-User kennen Sie das folgende Problem sicherlich auch: Man denkt an nichts Böses, möchte den Rechner NUR GANZ KURZ (von der blitzschnellen SSD) starten, um noch schnell was zu erledigen und Windows muss beim Rechnerstart zunächst erst noch die Updates fertig installieren bzw. konfigurieren. Dieser Vorgang dauert nicht selten mehrere Minuten und ist ein Prozess, den ich absolut nicht nachvollziehen kann. Grund: Oftmals werden die Updates beim Herunterfahren des PCs installiert. Warum schafft es Microsoft nicht nach der Installation der Updates SELBSTSTÄNDIG einen Neustart des PCs durchzuführen, wenn die Updates danach erst noch weiterinstalliert werden müssen? Sind die Updates dann fertig installiert, fährt der Rechner automatisch wieder herunter, so einfach wäre es in der Theorie.
Noch besser wäre es, wenn der Anwender gar nicht mehr von Update-Meldungen belästigt wird, d. h. der Rechner zu einer definierbaren Uhrzeit automatisch hochfährt, die Updates installiert und dann wieder herunterfährt. Okay selbststartende Rechner wirken auf einige sicherlich unheimlich und könnten womöglich auch eine Sicherheitslücke sein. Zudem müssten wohl auch die Mainboard-Hersteller so ein Feature speziell unterstützen, aber ich denke wenn Microsoft damit wirbt, werden alle namhaften Hersteller alles tun, um sowas auch zu unterstützen.
Generell habe ich das Gefühl, dass bei Microsoft den Update-Prozess nicht wirklich im Griff hat. Oder können Sie nachvollziehen, warum bei einer Windows-7-Neuinstallation (Version mit Service Pack 1) über 180 Updates mit vielen Neustarts installiert werden müssen, damit das System auf dem aktuellen Stand ist? Warum Microsoft also nicht regelmäßig Service Packs anbietet, damit nicht jedes Mal unzählige Updates installiert werden müssen, ist mir ein Rätsel. Service Packs haben aber den Nachteil, dass die Installation meist drei Mal so lange dauert wie eine komplette Windows-Installation. Noch besser: Eine immer aktuelle Windows-ISO könnte Microsoft seinen Kunden als Service zum Download anbieten. Oder bin ich der einzige, der von der Update-Politik von Microsoft genervt ist?
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Ich persönlich gebe ihm bezüglich seines Kommentars absolut recht.
Nach der Installtion wollte Windows 199 Updates ziehen. Der Download war binnen weniger Minuten durch, die Installation hat die alte Kiste aber über 3 Stunden gekostet.
Es wundert nicht das ISO mit integrierten Updates aus dubiosen Quellen Erfolg haben!
Wenn du aber wirklich "unten" anfangen und kontrollieren willst, was alles auf dem System landet, dann solltest du einen Blick auf Arch oder Gentoo werfen - wobei diese Distributionen schon erweiterte Linux-Kenntnisse voraussetzen. Ich nutze Gentoo, weil ich an jedem Schräubchen drehen will - Kernel selber bauen, User selber anlegen, Systemeinstellungen selber festlegen etc. Dafür ist so ein System dann natürlich nicht in einer Stunde aufgesetzt.
Allerdings habe ich kürzlich den PC meiner Mutter (Xubuntu / Win7) nach rund 3 Monaten geupdatet, das hat schon allein bei Win7 einen halben Tag gedauert (langsame SSD & 1,5Mb-Anbindung). Während des Downloads hätte man zwar noch arbeiten können, aber danach rebootete die Kiste _einige_ Male. Wie oft, weiß ich nicht, da ich das System irgendwann alleine gelassen habe.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mittlerweile wieder Gentoo nutze, welches einen "Rolling Release"-Ansatz vertritt. Es gibt beinahe täglich Updates, und so wird das System immerauf dem aktuellsten Stand gehalten.
mfg
Dennisth
MfG Jimini
Wenn du aber wirklich "unten" anfangen und kontrollieren willst, was alles auf dem System landet, dann solltest du einen Blick auf Arch oder Gentoo werfen - wobei diese Distributionen schon erweiterte Linux-Kenntnisse voraussetzen. Ich nutze Gentoo, weil ich an jedem Schräubchen drehen will - Kernel selber bauen, User selber anlegen, Systemeinstellungen selber festlegen etc. Dafür ist so ein System dann natürlich nicht in einer Stunde aufgesetzt.
Allerdings habe ich kürzlich den PC meiner Mutter (Xubuntu / Win7) nach rund 3 Monaten geupdatet, das hat schon allein bei Win7 einen halben Tag gedauert (langsame SSD & 1,5Mb-Anbindung). Während des Downloads hätte man zwar noch arbeiten können, aber danach rebootete die Kiste _einige_ Male. Wie oft, weiß ich nicht, da ich das System irgendwann alleine gelassen habe.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mittlerweile wieder Gentoo nutze, welches einen "Rolling Release"-Ansatz vertritt. Es gibt beinahe täglich Updates, und so wird das System immerauf dem aktuellsten Stand gehalten.
Mein Debian-Mailserver hatte bisher nur einmal Probleme - da habe ich beim Dovecot-Update nicht hingeschaut und zack, kam das neue Major-Release nicht mehr mit meiner Config da, was zu einem halben Tag Arbeit führte.
Bei den Xubuntu-Kisten meiner Eltern oder meinem HTPC mit Kodibuntu gab es bislang keine Probleme.
MfG Jimini