Windows Update killt Grafiktreiber: Microsoft kündigt Fix an
Microsoft hat ein jahrelang ignoriertes Problem offiziell bestätigt: Windows Update überschreibt aktuelle Grafiktreiber von Nvidia, AMD und Intel regelmäßig mit teils veralteten OEM-Versionen. Der Konzern kündigt gleich zwei Lösungen an.
Was Spieler, Hardware-Enthusiasten und IT-Profis bereits seit Jahren beobachten und in unzähligen Foren-Threads immer wieder kritisieren, hat Microsoft nun erstmals offiziell eingeräumt: Windows Update überschreibt manuell installierte Grafiktreiber für Nvidia Geforce, AMD Radeon und Intel Arc regelmäßig mit teils mehrere Jahre alten OEM-Versionen. Ein Ärgernis, das in zwei Stufen abgestellt werden soll.
Microsoft gibt jahrelanges Treiber-Ärgernis offiziell zu
Selbst auf brandneuen Premium-Notebooks überschreibt das Betriebssystem aktuelle Treiber-Pakete kommentarlos durch deutlich veraltete Versionen - im Extremfall einen April-2026-Treiber durch einen Build aus dem Jahre 2024. Ein zugehöriger Beitrag im Microsoft Feedback Hub hat mittlerweile mehr als 20.000 Upvotes gesammelt.
Quelle: Windows Latest
Die Kommentare und Votings im Microsoft Feedback Hub sind ein klarer Beleg dafür, wie tief der Frust in der Windows-Community sitzt. Als Hauptursache nennt Microsoft die zu breit gefasste Ziel-Auswahl der bisherigen Treiber-Veröffentlichungspolitik, wie nun aus dem Dokument im Hardware Dev Center der Windows Tech Community hervorgeht. Besonders für Spieler und Hardware-Enthusiasten ist das ein immer wiederkehrendes Ärgernis: Der Treiber sollte auf dem neuesten Stand sein.
Microsoft arbeitet an einer zweistufigen Lösung
Konkret nutzt Windows Update bislang 4-Part-Hardware-IDs ("HWIDs"), um den passenden Treiber für eine bestimmte Grafikkarte zu ermitteln. Das System bestimmt dabei einen einzigen "höchstbewerteten" Treiber für eine ganze Geräteklasse, und das unabhängig davon, ob die Anwender bereits eine deutlich neuere Herstellerversion manuell für ihre Geforce-, Radeon- oder Arc-Grafikkarten installiert haben.
Genau dieses Vorgehen schafft Microsoft ab: Künftig sollen Treiber für neue Geräte über 2-Part-Hardware-IDs ("HWIDs") in Kombination mit Computer-Hardware-IDs ("CHIDs") eingereicht werden. "CHIDs" identifizieren ein konkretes PC-System beziehungsweise eine spezifische Hardware-Konfiguration, was zu einem "vergleichsweise präzisen Targeting" der GPU-Treiber führen soll.
Cloud-initiated Driver Recovery als zweite Stufe
Parallel zur Anpassung der Targeting-Politik führt Microsoft mit der sogenannten Cloud-Initiated Driver Recovery ("CIDR") eine weitere entscheidende Komponente ein. Die Funktion erlaubt es Microsoft, problematische Treiber, die über Windows Update verteilt wurden, aus der Ferne wieder zurückzuziehen und durch eine zuvor funktionierende oder anderweitig zugelassene Version zu ersetzen.
Ausgelöst wird der Vorgang über den Hardware Dev Center Driver Shiproom, abgewickelt über die bestehende Windows-Update-Infrastruktur - ein zusätzlicher Client-Agent oder OEM-Tool ist nicht erforderlich. Die Validierungsphase läuft von Mai bis August 2026, der offizielle Start der automatischen CIDR-Unterstützung ist für September 2026 angesetzt. Ein breiter Rollout soll 2027 in Wellen erfolgen.
Für Spieler und Enthusiasten, die ihre Geforce-, Radeon- oder Arc-Grafiktreiber traditionell manuell aktuell halten, bedeutet das Maßnahmenpaket vor allem eines: Das nervige Treiber-Roulette nach dem Patch Day könnte 2027 endgültig der Vergangenheit angehören. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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Quelle: Microsoft via Windows Latest

Ich bin im Urlaub komplett off.