Windows 11: Suche ohne Bing wird "wahnsinnig schnell"
Microsoft versteckt im Insider-Build von Windows 11 26H2 einen Schalter, der die Webergebnisse und Store-Vorschläge aus der Windows-Suche wirft. Wer nicht warten will, schaltet ihn per Vivetool frei, allerdings nur im Experimental-Kanal.
Microsoft hat in den ersten Insider-Build von Windows 11 26H2 einen Schalter eingebaut, der die Windows-Suche von den Bing-Webergebnissen befreit. Versteckt im Build 26300.8697, dem ersten Vorab-Build des kommenden Herbst-Updates, trennt die Funktion die lokale Trefferliste von Bing und Store-Vorschlägen und stellt Dateien sowie installierte Programme endlich wieder in den Vordergrund.
Windows-Suche ohne Bing: Das steckt im 26H2-Build
Offiziell bestätigt hatte der Konzern aus Redmond die Neuerung bereits am 18. Juni, einen Tag vor der Freigabe des Builds im Experimental-Kanal. Schon zuvor hatte Microsoft die Windows-Suche um eine Tippfehler-Toleranz ergänzt, nun folgt das vollständige Aus für die Webvorschläge. Verteilt wird die Option in Form eines Controlled Feature Rollouts, also vorerst nur an einen Bruchteil der Insider.
So sieht die Windows-Suche ohne Webergebnisse aus
Die Schalter für Websuche und Microsoft Store sitzen in einem neuen Abschnitt "Suchvorschläge anzeigen" unter Datenschutz und Sicherheit, erreichbar auch über das Zahnrad oben rechts im Suchfenster. Bereits vor dem Umlegen zeigt die Suche keine MSN-Inhalte, Top-Apps oder Trends mehr an. Schaltet man die Websuche vollständig ab, erscheinen nur noch zuletzt genutzte Apps und Einstellungen.
Quelle: Windows Latest
Die deutlich aufgerümtere Windows-Suche ohne Bing-Webergebnisse und Store-Vorschläge.
Spürbar wird der Umbau bei der lokalen Suche selbst. Eine Eingabe wie "pdf" liefert in aktuellen Builds von Windows 11 zuerst einen Bing-Treffer und darüber Store-Apps, mit deaktiviertem Schalter dagegen sofort die passende lokale Datei samt Typ, Änderungsdatum, Pfad und Schnellaktionen. Das wirkt viel übersichtlicher.
Quelle: Windows Latest
Bing-Suchergebnisse und Vorschläge aus dem Microsoft Store können abgeschaltet werden.
Auch die Inhaltsindizierung greift: Eine Suche nach "motorola" fördert ohne Webvorschläge eine lokale Textdatei zutage, die den Begriff schlicht im Inhalt führt, inklusive Speicherort und Relevanzhinweis. Suchergebnisse aus Bing sowie die Vorschläge zu Apps aus dem Microsoft Store bleiben hingegen außen vor.
Warum die Suche ohne Bing spürbar schneller wird
Ohne Web-Anfragen muss die Suche nicht mehr auf Antworten aus dem Netz warten, was die Trefferliste praktisch verzögerungsfrei erscheinen lässt. Microsoft selbst nennt diesen Wegfall als Grund für die bessere Reaktionszeit.
Im Praxistest von Windows Latest öffnete die Suche selbst auf einem bewusst schwachen Rechner mit Dual-Core-CPU und nur 4 GiB Arbeitsspeicher schneller als "jemals zuvor". Die Tester sprechen dabei von einem "handfesten Gewinn" und einer erstmals "wahnsinnig schnellen" Suche.
Schalter per Vivetool aktivieren
Der Schalter liegt im Build 26300.8697 hinter Feature-Flags und lässt sich mit dem Drittanbieter-Tool Vivetool erzwingen. Dazu lädt man das Vivetool von GitHub herunter, entpackt das Archiv und führt in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten im Zielordner folgenden Befehl aus:
vivetool /enable /id:61267302,61344081,61482515,61532758,61760679Erscheint die Funktion nach einem anschließenden Neustart von Windows 11 nicht, muss zusätzlich die ID 48433719 aktiviert werden:
vivetool /enable /id:48433719Danach findet sich der Bereich "Suchvorschläge anzeigen" unter Einstellungen, Datenschutz und Sicherheit, Suche. Vivetool ist nicht von Microsoft unterstützt und sollte nur auf Insider-Systemen und auf eigenes Risiko zum Einsatz kommen.
Weitere Such-Verbesserungen in Windows 11 26H2
Neben dem Aus für die Bing-Suchergebnisse bringt Windows 11 26H2 auch eine Tippfehler-Toleranz mit, welche Apps auch bei vertauschten oder sogar fehlenden Buchstaben findet. Wer "pwerp" eintippt, landet entsprechend bei Powerpoint, während "tskm" zum Task-Manager führt.
Im stabilen Zweig hatte das Juni-Update KB5094126 die Dateisuche bereits ab zwei statt drei Zeichen scharfgeschaltet. Das Bing-Aus reiht sich derweil in einen größeren Kurswechsel ein: Microsoft lockert den Account- und Dienste-Zwang über mehrere Produkte hinweg, auch getrieben durch die Vorgaben des Digital Markets Act.
Spätestens mit dem Release von Windows 11 26H2, welches ab diesem Herbst in Wellen ausgerollt wird, sollen alle Windows-Anwender in den Genuss der neuen Features kommen.
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Quelle: phantomofearth via Windows Latest

Und wenn man sich 2 Minuten Zeit nimmt, die zu indizierenden Ordner auswählt und Windows erstmalig alles indizieren lässt, funktioniert die Sucher bereits sehr schnell und zuverlässig.
Bei Geräte mit NPU wird zusätzlich eine lokale LLM genutzt. So kann man den Inhalt der Datei beschreiben. Funktioniert recht gut.
Wenn dann die suche auch alles findet und nicht apps/funktionen verschluckt dann wäre man zumindest mal auf einem soliden Niveau. Fehlt nur noch den explorer auf vordermann zu bringen damit die suche kein Jahrzehnt braucht und diese wirklich alles findet.