Windows 10 Mobile: Privatanwender sind woanders besser aufgehoben
Den meisten Anwendern dürfte es bereits klar sein, aber nun kommt es noch mal so halb-offiziell von einem Microsoft-Manager: Windows 10 Mobile ist ziemlich am Ende. Microsoft unterstützt Firmenkunden weiter, aber darüber hinaus wird es recht still sein.
Bei Microsoft hat man offenbar mit dem Thema Windows 10 Mobile abgeschlossen. Das zumindest kann man aus den Aussagen des Managers Joe Belfiore deuten. Der war sogar lange für Windows Phone und Windows 10 Mobile zuständig, bevor die Unternehmensleitung dann die Reißleine zog und nahezu alle Aktivitäten einstellte. Schon da dürfte jedem Außenstehenden klar gewesen sein, dass das Thema Mobile bei Microsoft endgültig beerdigt wird. Schließlich hatten die Redmonder bis dahin schon mehr als einen missglückten Versuch hinter sich gebracht.
Und so ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass Belfiore auf Twitter rät, nicht mehr auf die Plattform Windows 10 Mobile zu setzen. Dabei sagt er das natürlich nicht direkt, dazu ist er zu sehr Profi, aber er deutet an, dass an Windows 10 Mobile vor allem nur noch für die Geschäftskunden gearbeitet wird. Daher werden unter anderem weiterhin Sicherheitspatches geliefert.
Konkret wurde er gefragt, ob es denn an der Zeit wäre, die Plattform zu verlassen. Darauf erwiderte Belfiore, dass dies darauf ankomme. Während Firmen weiterhin auf die Unterstützung Microsofts setzen können, werden normale Anwender bei anderen Systemen wohl langfristig glücklicher werden, weil es da mehr Hardware, mehr Software und mehr Apps gibt.
Man habe sich bei Microsoft redlich darum bemüht, eine funktionierende Plattform zu schaffen, aber selbst das Bezahlen von Drittentwicklern hat offenbar nicht gereicht, diese dauerhaft zu binden. Letztlich nutzten einfach zu wenige Anwender die Plattform, als dass sie für Außenstehende interessant gewesen wäre.
Die gute Nachricht ist, dass an Swiftkey weiterhin gearbeitet wird. Darüber hinaus aber sollte man sich als Privatanwender wohl besser im Lager von Apple und Google umschauen.

Aber hier stehe ich auch ganz klar auf ihrer Seite. Der Mensch ist ein schreckliches Gewohnheitstier.
Und auch wenn wir immer lauter nach technischem Fortschritt schreien - unsere mangelnde Flexibilität steht dem Fortschritt oft im Wege.
Manchmal muss eine Firma sich kurzfristig mal unbeliebt machen, um langfristig einen neuen Standard zu etablieren. Erinnert ihr euch noch an den Shitstorm mit diesem kleinen, neuen Ladestecker von iphones? Mal ehrlich, wer von euch würde sich wünschen, das iphone X hätte diesen 3cm langen, alten Stecker? Aber damals war es eine Frechheit, einfach alle alten Zubehörgeräte unbrauchbar zu machen.
Sobald kein OS mehr 32bit unterstützt wird erst mal groß geweint und geschimpft. Aber die 64bit alternativen zu alten Programmen werden kommen - und zwar eher früher als später - und ich bin der festen Überzeugung, in 2-3 Jahren würde kein Mensch mehr der 32bit Kompatibilität nachweinen. Für die alten Games muss man sich halt dann ein "retro-System" mit Win7 auflegen
Es ist einfach grundsätzlich so: Es gibt bei absolut keinem OS die Garantie, dass Programme bis in alle Ewigkeit laufen. Win und Android sind da ganz sicher keine Ausnahmen.
Apple hat viel daran getan, iOS fit für die Zukunft zu machen: Umstellung auf 64 Bit, die Low Level API „Metal“, die schlanke Programmiersprache „Swift“. Auch wenn „64 Bit only“ ein harter Schnitt war, so sehe ich es dennoch positiv, dass Apple so konsequent die Weichen in Richtung Zukunft stellt und alte Zöpfe abschneidet.
Zeit genug hatten sie für die Umstellung.
Ist halt genauso wie bei MS: man vertraut auf die App-Hersteller, dass sie ihre Apps gefälligst anpassen und lässt dabei die Kunden im Regen stehen, da sie auch gezwungen werden, die neue Version der App zu nutzen (die bei weitem nicht immer besser sein muss). Im Gegensatz zu MS kann sich Apple ein solches Vorgehen aber leisten.