Windows 11: Neues Startmenü mit Kategorien kommt - aber nervt schon jetzt einige

28
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Windows 11: Neues Startmenü mit Kategorien kommt - aber nervt schon jetzt einige
Quelle: Microsoft

Microsoft verteilt das neue Startmenü mit Kategorien-Layout in Windows 11 zunehmend breiter, doch viele Nutzer sehen es als zu hoch und fordern dringend eine Anpassfunktion, um die Nutzbarkeit zu verbessern.

Microsoft hat damit begonnen, das überarbeitete Startmenü für Windows 11 mit Kategorien-Layout breiter auszurollen. Die Auslieferung erfolgt aktuell über das kumulative Dienstags-Patch-Update KB5074109, das für Januar 2026 vorgesehen ist und das neue Menü auf mehr PCs bringt.

Das neue Startmenü ersetzt das traditionelle, geteilte Layout durch eine einzige, scrollbare Ansicht, in der sowohl angeheftete Anwendungen, empfohlene Inhalte als auch die Übersicht über alle installierten Programme auf einer Seite vereint sind. Das erinnert ein wenig an MacOS 26, das aber weitestgehend unkategorisiert ist. Unter den Anwendungslisten in Windows 11 gibt es verschiedene Ansichten, darunter auch die neue Kategorien-Darstellung, die Programme nach logischen Gruppen ordnet.

Neues Design, aber zu viel Höhe

Im Praxiseinsatz fällt vielen Nutzern auf, dass das neue Startmenü sehr viel vertikalen Platz einnimmt - auf manchen Systemen bis zu 90 % der Bildschirmhöhe. Die Ursache liegt unter anderem darin, dass die Menükonstruktion in einer einzigen Seite alles anzeigen will, was einerseits den Zugriff erleichtert, andererseits aber auf kleineren Displays vielen zu "riesig" wirkt.

Auch wenn die empfohlene Sektion optional ausgeblendet werden kann, bleibt die Gesamtgröße des Menüs in vielen Fällen nahezu unverändert. Die einstellbare Skalierung der Anzeige kann hier lediglich teilweise Abhilfe schaffen, ist aber keine echte Lösung für Anwender, die mehr Kontrolle über die Startmenü-Größe wünschen.

Anpassfunktion für Größe fehlt

Ein zentraler Kritikpunkt, der bei vielen Nutzern aufkommt, ist das Fehlen einer Anpassfunktion. Anders als bei älteren Windows-Versionen lässt sich das Startmenü nicht einfach per Ziehen anpassen - eine oft gewünschte Funktion, um das Menü an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, existiert derzeit nicht. Dies sorgt für Unzufriedenheit, besonders bei Nutzern mit kleineren Bildschirmen oder speziellen Arbeitsanforderungen.

Grundsätzlich ist Ärger auch immer dann vorprogrammiert, wenn man Nutzern etablierte Funktionen wegnimmt. Microsoft selbst hat bislang keine Pläne veröffentlicht, eine Anpassfunktion zeitnah nachzuliefern. Der Rollout erfolgt weiterhin schrittweise über Windows-Updates, wobei auch andere UI-Elemente wie neue Batterie-Icons oder die "Share with Copilot"-Funktion nur bei einigen Nutzern bereits sichtbar sind.

Insgesamt bringt das neue Startmenü eine modernisierte Struktur und viel Potenzial zur besseren Organisation, doch die fehlende Flexibilität bei der Größe und Darstellung bleibt ein gewichtiger Kritikpunkt in der Community. Speziell das Startmenü und das Kontextmenü sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für Zündstoff, weil sie unter Windows die mit am häufigsten genutzten Elemente sind und sich über Jahre kaum verändert hatten. Schon bei Windows 8 war der Verdruss so groß, dass dann ein Plan B mit klassischen Elementen kam.

Quelle: Windows Latest, Microsoft, Microsoft

28
    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Zitat von KaterTom
        Weil das schon immer Mist war! Hangelst dich mit der Maus durch 5 Ebenen, kommst 1 mm daneben und schwupps, klappt der ganze Kram wieder zusammen und fängst wieder von vorne an. Wie ich das gehasst habe!
        Das spricht aber nicht gegen das Startmenü von Win7, das ansonsten das Beste war, was bisher geliefert wurde,
        denn so etwas kann man auch fixen....

        Siehe zB bei diesem 3rd party Produkt, das es für Win10 und Win11 optimiert gibt:
        - für Win10: StartIsBack++
        - für Win11: StartAllBack

        Ich bin es schon längere Zeit leid, an den M$-Experimenten weiter teilzunehmen …

        Ich frage mich seit Längerem, wie man auf die wirklich blöde Idee kommen kann, ein Startmenü in der Mitte des Desktops zu platzieren. Es ist doch ein nicht zu übersehender Vorteil, wenn man über das Startmenü links neue Applikationen aufrufen kann, ohne den Blick auf die laufenden Programme zu verlieren.

        Bei mir gibt es auf einem Full-HD-Bildschirm eine klare Aufteilung:

        1. Applikationen wie z.B. Internetbrowser oder Outlook werden möglichst nie fullscreen aufgerufen.
        Ausnahme: Fotobearbeitung, und größere DAW Projekte und einige Games, je nachdem, ob man aktiv spielt und einen großen Überblick benötigt, oder ob etwas in einer Sandbox vor sich hinläuft.

        2. Links lasse ich Platz für das Startmenü und 1–2 Reihen wichtiger Icons für Programmstart und Folderverknüpfungen.

        3. Rechts lasse ich Platz für die Anzeige von Gadgets (Zeit, CPU-, GPU-, Netzwerklast etc.), um den Systemstatus im Blick zu haben.

        Da hat ein Startmenü beim besten Willen in der Mitte nichts zu suchen, das würde komplett die Sicht auf Applikationen behindern.
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Zitat von KaterTom
        Weil das schon immer Mist war! Hangelst dich mit der Maus durch 5 Ebenen, kommst 1 mm daneben und schwupps, klappt der ganze Kram wieder zusammen und fängst wieder von vorne an. Wie ich das gehasst habe!
        Das spricht aber nicht gegen das Startmenü von Win7, das ansonsten das Beste war, was bisher geliefert wurde,
        denn so etwas kann man auch fixen....

        Siehe zB bei diesem 3rd party Produkt, das es für Win10 und Win11 optimiert gibt:
        - für Win10: StartIsBack++
        - für Win11: StartAllBack

        Ich bin es schon längere Zeit leid, an den M$-Experimenten weiter teilzunehmen …

        Ich frage mich seit Längerem, wie man auf die wirklich blöde Idee kommen kann, ein Startmenü in der Mitte des Desktops zu platzieren. Es ist doch ein nicht zu übersehender Vorteil, wenn man über das Startmenü links neue Applikationen aufrufen kann, ohne den Blick auf die laufenden Programme zu verlieren.

        Bei mir gibt es auf einem Full-HD-Bildschirm eine klare Aufteilung:

        1. Applikationen wie z.B. Internetbrowser oder Outlook werden möglichst nie fullscreen aufgerufen.
        Ausnahme: Fotobearbeitung, und größere DAW Projekte und einige Games, je nachdem, ob man aktiv spielt und einen großen Überblick benötigt, oder ob etwas in einer Sandbox vor sich hinläuft.

        2. Links lasse ich Platz für das Startmenü und 1–2 Reihen wichtiger Icons für Programmstart und Folderverknüpfungen.

        3. Rechts lasse ich Platz für die Anzeige von Gadgets (Zeit, CPU-, GPU-, Netzwerklast etc.), um den Systemstatus im Blick zu haben.

        Da hat ein Startmenü beim besten Willen in der Mitte nichts zu suchen, das würde komplett die Sicht auf Applikationen behindern.
      • Von 3DFx-Peter Komplett-PC-Käufer(in)
        Also, ich weiß beim besten Willen nicht was seit Jahren immer und immer wieder diese Aufregung über MS' neuesten Startmenü-Blödsinn soll. Ich nutze schon seit Windows 8 "Open Shell" (früher "Classic Shell"). Einmal im Stil des besten Windows aller Zeiten alias Windows 7 konfiguriert und fertig! Funktioniert auch unter 11 ohne Probleme.
      • Von der_yappi Volt-Modder(in)
        Zitat von Zanza
        Warum kann der Nutzer nicht selbst entscheiden?
        Weil die WinzigWeich'sche SoftwareIer besser weiß was gut für DICH ist als du selbst...
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Bislang konnte man ja anpassen aber da öffne ich kürzlich dieses Schlachtschiff von Menü welches mal 75% zu groß geraten ist und dann gibt es da nichts zum Anpassen? Wer winkt diese Grütze so durch die internen und die Insider Tests?

        Da lobe ich mir langsam wirklich mein CachyOS am Laptop welches nur tut was ich ihm sage. Solche Überraschungen brauche ich nicht.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von Astorek86
        Was die Kategorien angeht, bleibe ich Fan der ausklappbaren Menüs wie sie seit Windows 95 üblich waren:

        https://i.imgur.com/E8ksuhE.gif

        Mir ist klar dass das völlig aus der Zeit gefallen ist. Aber ich fands trotzdem besser als alles, was Microsoft danach (ab Windows Vista) anstellte bei den Programmen im Startmenü... Und in Internetjahren bin ich halt auch alt
        Ach, was 'n neumodischer Kram! Wieso 'ne GUI? Ging vorher doch auch ohne! 'Load "*" ,8 ... Ah, Moment, falsche Epoche. Also:

        C:> d:
        D:> cd spiele\moo2
        D:\spiele\moo3\> moo2

        Ggf. nicht vergessen, zuvor von vorbereiteter Diskette mit modifizierten Systemdateien wie autoexec.bat und config.sys aus booten. In diesen diverse Treiber hochladen oder gar was außenvor lassen (bspw. wenn das Spiel komplett auf HDD installiert ist, den CD-Laufwerkstreiber nicht laden).

        Glossar für jüngere Leser:innenschaft
        ××××××××××××××××××××××××××××××××
        moo2 = Master of Orion 2
        Diskette = mobiler Datenträger mit geringer Speicherkapazität
        HDD = (tatsächliche) Festplatte
        CD-Laufwerk = Lesegerät für CDs als mobile Datenträger mit verhältnismäßig großer Speicherkapazität
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk