Windows 10: Kann das NTFS-Dateisystem Schaden nehmen?

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Windows 10-Schwachstelle: Kann das NTFS-Dateisystem Schaden nehmen? (1)
Quelle: Microsoft

Laut einem Sicherheitsforscher soll es wohl seit Windows 10 Version 1803 eine Schwachstelle geben, bei der es möglich ist, Angriffe auf das NTFS-Dateisystem auszuführen. Microsoft untersucht die Problematik bereits.

In Windows 10 soll es eine neue Schwachstelle geben, die bislang noch nicht von Microsoft gepatcht wurde. Ein Sicherheitsforscher hat herausgefunden, dass mittels eines Befehls über die Kommandozeile ein Schaden am NTFS-Dateisystem erfolgen kann, wie die Webseite Bleeping Computer berichtet. Hierzu müsste ein Hacker erstmal eine speziell präparierte Datei auf einen PC mit Windows 10 einschleusen, ehe dann der CMD-Befehl ausgeführt werden könnte. Aktuell ist unklar, ob es auf diese Weise bereits zu Angriffen gekommen ist.

Kein Schaden, aber Fehlermeldung zur Reparatur des NTFS-Dateisystems

Laut eines Selbstversuchs, den unter anderem Heise Online durchgeführt hat, erscheint zwar nach Eingabe des Befehls eine Fehlermeldung, die zum Neustart des PCs auffordert, um die Reparatur von Laufwerksfehlern zu starten, es gibt aber keinen dauerhaften Schaden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man eben immer vorsichtig sein sollte beim Herunterladen von Dateien.

Wie der Forscher gegenüber der Webseite Bleeping Computer erläutert hat, könnte der Befehl etwa in einer gefälschten Webseite eingebettet werden. Falls der Nutzer dann etwa einen Shortcut auf seinem PC erstellt, um schneller zur Webseite zu gelangen, könnte im Hintergrund der Befehl zum Angriff auf das NTFS-Dateisystem ausgeführt werden. Microsoft selbst untersucht die Schwachstelle bereits.

Ebenfalls lesenswert: Windows 10 20H2-Update: Keine erzwungenen Neustarts mehr

Sammlung zur NTFS-Schwachstelle in Windows 10:

  • Laut einem Sicherheitsforscher soll es eine bislang ungepatchte Lücke in Windows 10 geben. Hierbei kann mittels Kommandozeilenbefehl ein Schaden am NTFS-Dateisystem vorgetäuscht werden.
  • Im Selbstversuch zeigt sich, dass es zwar eine Fehlermeldung gibt, aber keinerlei Schaden am Dateisystem.
  • Ein Angreifer könnte den CMD-Befehl etwa in einer Datei verstecken, die man auf einer Webseite herunterladen kann.

Quellen: Bleeping Computer, Heise Online

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Mahoy
        der Bug praktisch nicht "verwertbar" ist, um Daten abzugreifen, ein Erpressungsmodell zu fahren oder den Rechner fremdzusteuern,
        Das dürfte der Haupt- wenn nicht der einzige Grund sein warum das Ding praktisch ungefährlich für die Masse ist. Man kann kein Geld damit verdienen sondern nur Leute ärgern.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Mahoy
        der Bug praktisch nicht "verwertbar" ist, um Daten abzugreifen, ein Erpressungsmodell zu fahren oder den Rechner fremdzusteuern,
        Das dürfte der Haupt- wenn nicht der einzige Grund sein warum das Ding praktisch ungefährlich für die Masse ist. Man kann kein Geld damit verdienen sondern nur Leute ärgern.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Zitat von Nobbis
        Einer Datei bedarf es nicht. Laut News reicht eine Kommandozeile. Für den Zugriff übers Netz, Remote Konsole auf und fertig. Jedes größere Netzwerk hat Verwaltungswerkzeuge und Clients entsprechenden Zugriff. Da muss weder jemand an den Rechner noch der User irgend etwas ausführen.
        Wer diese Art von Zugriff besitzt, hat ganz andere Möglichkeiten, als irre kichernd einen Bug auszunutzen, dessen schlimmste Auswirkung in einer Extra-Runde chkdsk besteht.

        Das ist ein bißchen wie: "Hilfe, wer den Schlüssel zu meiner Wohnung hat, könnte nachts einbrechen und mir die Schnürsenkel zusammenbinden!"
      • Von Nobbis Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Claus
        Es bleibt aber dabei, dass erstmal eine Datei auf den PC geladen bzw. betrachtet werden muss. Es kann also eher nicht "einfach so" passieren, sondern der Anwender muss aktiv sich eine verseuchte/ entsprechend manipulierte Datei auf seinem PC haben. Zwar sollte man als Nutzer vorsichtig sein, doch es besteht kein Grund zur Panik.
        Das ist doch alles ziemlich theoretischer Natur, dennoch sollte man vorsichtig sein.
        Einer Datei bedarf es nicht. Laut News reicht eine Kommandozeile. Für den Zugriff übers Netz, Remote Konsole auf und fertig. Jedes größere Netzwerk hat Verwaltungswerkzeuge und Clients entsprechenden Zugriff. Da muss weder jemand an den Rechner noch der User irgend etwas ausführen.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Ich habe das Ganze jetzt auf dem [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Experimentierrechner ausprobiert.

        Der direkte Aufruf provoziert tatsächlich das Anlaufen von chkdsk, nach einem Neustart lief jedoch alles einwandfrei.

        Der automatische Aufruf mittels Icon-Verweis scheint nur zu funktionieren, wenn im betreffende Ordner auch eine Vorschauansicht eingestellt ist. Die Listen- und Detailansichten scheinen das nicht zu provozieren, obwohl auch dort Icons geladen werden. Sehr merkwürdig.

        Grund zur Panik dürfte aber so oder so tatsächlich nicht zu bestehen. Offenbar wird kein tatsächlicher Schaden verursacht, sondern lediglich eine quasi automatisch zu behebende Störung - und um diese herbeizuführen, müssen auch noch recht viele Bedingungen erfüllt sein.
        Berücksichtigt man ferner, dass der Bug praktisch nicht "verwertbar" ist, um Daten abzugreifen, ein Erpressungsmodell zu fahren oder den Rechner fremdzusteuern, sondern allenfalls für Stänkerei taugt, kann der Weltuntergang vermutlich noch einmal vertagt werden.

        Zudem dürfte, nachdem das Ganze mediale Aufmerksamkeit bekommen hat, sich nun auch Microsoft allmählich auskäsen und einen Patch nachschieben. Für selbigen muss ja anscheinend noch nicht einmal etwas am Dateisystem geändert werden, sondern lediglich am Verhalten des Explorers.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Quat
        Also wie jetzt; Der Windows Explorer darf in‘s „Internet“?
        Die Abfrage der Miniaturansicht wird nicht vom Browser mit einem Ikon beantwortet?
        Was für‘n Schrott! Das Problem ist doch Hausgemacht ... oder nicht?
        Also bei mir darf der Datei-Explorer nicht ins Internet.
        Der wird von einer NICHT-M$ Firewall geblockt...
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