Windows 11: Microsoft sperrt Perfomance-Trick für NVMe-SSDs
Microsoft hat den Perfomance-Trick, bei dem PCIe-SSDs von nativem NVMe-Support profitieren, offiziell gesperrt. Mit der Hilfe eines Workarounds lässt sich der SSD-Turbo dennoch auch weiterhin auf eigene Gefahr hin zünden.
Auch Windows 11 profitiert massiv von dem nativen NVMe-Support für PCIe-SSDs, welchen Microsoft zuvor primär für sein professionelles Enterprise-Betriebssystem Windows Server 2025 eingeführt hatte. Doch jetzt hat Microsoft den via Registry aktivierbaren Performance-Trick gesperrt, wie Tom's Hardware berichtet.
Noch bis zuletzt wurden sämtliche Befehle zum Lesen und zum Schreiben von Daten unter Windows und Windows Server unabhängig von den Protokollen der zugrunde liegenden Hardware grundsätzlich immer in SCSI-Befehle übersetzt. Der Standard Small Computer System Interface ("SCSI") stammt aus dem Jahre 1981 und ist dementsprechend ziemlich antiquiert. Am 15. Dezember vergangenen Jahres kündigte Microsoft dann die Umstellung auf den nativen NVMe-Support an.
Quelle: Scott Lee, SNIA Developer Conference
Nachdem sich der seitens Microsoft eigentlich exklusiv für Windows Server 2025 vorgesehene native NVMe-Support auch unter Windows 11 verbreitet hatte, musse Microsoft reagieren. SSD-Tools von Samsung und Western Digital waren plötzlich unter gewissen Umständen nicht mit dem neuen Treiber kompatibel und auch BitLocker konnte nach dem Wechsel auf die NVMe-Treiberdatei vermehrt fälschlicherweise Wiederherstellungsaufforderungen auslösen.
Microsoft hat den Registrierungstrick blockiert, der es Anwendern auch unter Windows 11 ermöglichte, native NVMe-Unterstützung auf ihren PCs zu aktivieren, so Mitglieder im Forums von My Digital Life, welche die Änderung im neuen Innsider-Build zum ersten Mal bemerkten.
— Tom's Hardware
Wie die Website Deskmodder berichtet, lässt sich der native NVMe-Support, welcher über nvmedisk.sys realisiert wird, mittels eines Workarounds über bestimmte IDs im ViVe-Tool aber auch weiterhin nutzen, auch wenn der "Registry-Hack" nicht mehr funktioniert. Auch unter Windows 11 können Anwender weiter von den Leistungsverbesserungen profitieren. Natürlich auf eigene Gefahr hin.
Der neue native NVMe-Speicherstack ist dediziert für moderne Hardware ausgelegt und bringt "enorme IOPS-Gewinne" durch den direkten Multi-Queue-Zugriff auf die NVMe-Speicherlaufwerke. Auch die Latenzen sollen sich signifikant verringern, während die effiziente Nutzung zuvor gebundene Rechenleistung freigibt. In Benchmarks von Heise konnte dies vorerst auch bestätigt werden.
In den Kommentaren zu den Meldungen zum Thema schwanken die Erfahrungen unserer Leser von "hohen Zuwächsen" und "schneller startenden Anwendungen" bis zu "nichts davon zu merken", auch wenn die Benchmarks in aller Regel grundsätzlich deutliche Leistungszuwächse aufzeigen. Wie sind eure Erfahrungen?
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Quelle: Tom's Hardware / Deskmodder

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Hier die gefixte Reg, geht auch ohne diese neue App.
Aber warum zieht man die Konfigurationswerte scheinbar wie beim Lotto?
"Alternativ können Sie Native NVMe weiterhin über die Registry aktivieren, indem Sie die gleichen Schritte wie zuvor ausführen, jedoch 735209102 durch 3244671118 ersetzen. Sie benötigen also kein Drittanbieter-Tool."
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