Windows-Updates: Microsoft macht beim Support-Ende für neue Prozessoren ernst [Update]
Microsoft macht beim Support-Ende für neue Prozessoren ernst und liefert für Windows 7 und Windows 8.1 keine Updates mehr aus, wenn Kaby Lake, Bristol Ridge sowie Qualcomm 8996 verwendet werden. Das Problem lässt sich offiziell mit der Verwendung von Windows 10 lösen.
Update: Die eigentlich logische Annahme, dass neben Kaby Lake und Bristol Ridge auch Ryzen vom beschriebenen Support-Ende betroffen ist, lässt sich zumindest für Windows 7 nicht belegen. Computerbase konnte auf ihrem Ryzen-Testsystem mit Windows 7 das März-Update anstandslos installieren. Warum ausgerechnet Ryzen von der umstrittenen Support-Politik nicht betroffen ist, ist aktuell unklar.
Nachdem der Microsoft-Patchday im Januar gestrichen wurde, warteten viele bereits auf den jüngst durchgeführten "Februar-Patchday". Da aber gab es für Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 eine Überraschung, denn Windows meldete mitunter, dass die Patches nicht installiert werden können, weil im Rechner nicht unterstützte Hardware sei.
Wer sich dann auf Recherche begibt, kommt bei Microsoft raus und da erfährt man dann, dass die Redmonder die Versorgung dieser Betriebssysteme mit Updates eingestellt haben, wenn ein Intel-Prozessor der siebten Generation (Kaby Lake) und neuer, AMD Bristol Ridge (und damit sicher auch Summit Ridge) oder Qualcomm 8996 zum Einsatz kommt. Damit macht Microsoft beim Thema ernst, dass auf den alten Betriebssystemen keine neuen Prozessoren mehr unterstützt werden.
Wer einen dieser neuen Prozessoren einsetzt, der soll auf Windows 10 wechseln. Zwar hatten Mainboard-Hersteller noch rudimentäre Treiber veröffentlicht, damit die Plattformen auch weiter mit alten Windows-Betriebssystemen laufen, aber mit der Einstellung des Update-Supports dürften das Thema nun endgültig durch sein, da man stets mit einem alten System unterwegs ist.
Die offiziell von Microsoft vorgeschlagene Lösung für das Problem ist der Wechsel auf Windows 10. Derweil gibt es Diskussionen darum, warum Microsoft so forsch den Support von neuen Prozessoren auf Windows 7 und Windows 8.1 beendet. Neben allen Verschwörungstheorien ist am Ende wohl nach wie vor am schlüssigsten, dass die Redmonder Kosten in der Entwicklung sparen wollen. Das geht zum einen damit, dass man für Windows 7 und Windows 8.1 eine Supportgrenze errichtet und damit gleichzeitig die Nutzer zu Windows 10 zwingt. Mehr Windows-10-Nutzer bedeutet weniger Wartungsaufwand für andere Produkte.
Besonders ärgerlich ist das für Windows 8.1, denn das Betriebssystem ist nicht sonderlich alt und hat eine Standardgarantie bis 2018, während der von Windows 7 bereits 2015 auslief. Hauptgrund wird hier die geringe Verbreitung sein, die Microsoft dazu bewegt, ebenfalls rigoros den Support einzugrenzen. Betrachtet man Microsofts Vorgehen aus wirtschaftlicher Sicht, so ist das Vorgehen nachvollziehbar. "Wartungsarbeiten" kosten viel Geld und bringen keine Einnahmen.

Skylake ist davon doch soweit ich weiß garnicht betroffen, das ist erst ab Kaby Lake. Was die ganze Sache eigendlich nur noch bekloppter macht, da Kaby Lake ja eigendlich Skylake ist, nur eben leicht verbessert.
Übrigends reicht es schon, Windows Updates komplett zu deaktiviern. Dann kommt das Fenster schon gar nicht mehr.
Als nächstes kommt dann wahrscheinlich, das man mit jeder neuen CPU auch immer gleich die aktuellste Version des OS aus dem Hause MS nutzen muß, weil die Vorgänger Version diese CPU nicht mehr unterstützt. Oder Nutzer mit Erscheinen einer aktualisierten Version diese auch nutzen müssen, da man ansonsten keinerlei Updates mehr bekommt. Unter diesem Gesichtspunkt bekommen bei Windows 10 die Zwangsapdates auch eine völlig neuen Bedeutung ......
Da habe ich aber garnicht erst versucht, auf der neuen HW Win98SE oder Win XP zu installieren. Da wurde das zu dem Zeitpunkt akutelle System genutzt und das läuft heute noch.
Aber vieleicht kann man ja rechtlich irgendwie dagegen vorgehen, dass MS im Nachhinein (lange nach Verkaufsende) seine Systemvoraussetzungen für eine altes OS ändert. Das könnte ja durchaus eine einseitige Vertragsänderung zum Nachteil des Verbrauchers sein. Damit kann ein Kunde, der auf Investitionsschutz setzt, nun wirklich nicht rechnen.
Vermutlich reicht es einfach, den Update-Service zu deaktivieren. Das ganze Win7 neu aufzusetzen, erscheint mir Overkill.
Trotzdem, m.E. kannst Du den Umstieg es nur verzögern, aber nicht verhindern. Es gab auch Leute, die nieeeee von Win98SE weg wollten. Was die wohl heute so machen?
Anders kann man sich der Gängelung ja nicht entziehen, die MS da jetzt abzieht, indem man selbst die Sicherheitsupdates für Systeme, welche sich vertraglich noch im Mainstream Support (Win 8.1) bzw. im Extended Support (Win 7) mit den letzten beiden Intel CPU Generationen verweigert. Sicherheitsupdates, die wohlgemerkt bis zum vorherigen Patchday problemlos möglich gewesen sind.
Wenn einige Funktionen der beiden CPU Generationen in den beiden Windows Systemen nicht mehr unterstützt werden, ist das eine Sache und bei Windows 7 auch durchaus nachvollziehbar. Aber das komplette Verweigern ist einfach eine Riesensauerei, die man sich so nur erlauben kann, wenn man sich in so einer Quasi Monopolsituation befindet wie Microsoft.