Windows 10: Mehr Kontrolle und Information zur Telemetrie
Eines der großen Themen seit der Einführung von Windows 10 ist die Telemetrie, die Microsoft über das Betriebssystem erhebt. Anwender wehrten sich gegen die Datensammelei mit unterschiedlichen Mitteln und Erfolgen. Nun soll erneut nachgebessert werden.
Einer der größten Kritikpunkte an Windows 10 ist die Datensammelei von Microsoft, die vielen Nutzern gegen den Strich geht. Die Telemetrie des Betriebssystem erfasst allerhand Dinge zur "Verbesserung des Produktes", wie es offiziell heißt. Die Anwender wehrten sich dagegen mit zahlreichen Werkzeugen, die das Heimfunken unterbinden. Nun soll erneut nachgebessert werden.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Microsoft an der Telemetrie und den Möglichkeiten schraubt, die der Nutzer hat. Vor rund einem Jahr wurde dem Nutzer schon einmal mehr Kontrolle gegeben - kaum freiwillig, denn die Änderungen fußten sehr wahrscheinlich auf der Tatsache, dass Microsoft Ärger mit der eidgenössischen Regulierungsbehörde vermeiden wollte.
Microsofts größter Gegner ist aber die Europäische Union und die ist im den Datenschutz in ihrem Staatenbund bemüht. Und da die EU-Kommissare immer noch nicht so richtig zufrieden mit Microsofts Vorgehen beim Datensammeln ist, könnte es nun zu einer weiteren Anpassung kommen. Der Nutzer soll demnach noch mehr Kontrollmöglichkeiten bekommen und außerdem auch besser darüber informiert werden, welche Daten die Redmonder erheben.
Medienberichten zufolge soll Microsoft den Diagnostic Data Viewer, der die erhobenen Daten darstellt. Über ihn soll der Anwender die Diagnosedaten auch löschen können. Eine ähnliche Funktion wurde bei Spracherkennung, Freihand und Eingabe vorgesehen. Microsoft schickt solche Daten nämlich in die Cloud - mindestens zur Erkennung und zur Verbesserung des Dienstes. Hier soll es ebenfalls eine Übersicht über die gesammelten Daten und eine Löschfunktion geben.
Bisher sind die entdeckten Funktionen noch ohne Wirkung und nur eine Attrappe. Es wird aber erwartet, dass die Funktionen mit der Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung ausgespielt und für jedermann gültig werden - das wäre im April 2018. Microsoft wird nicht das einzige Unternehmen sein, das diesbezüglich aktiv wird. Zudem hatte man der EU versprochen, dass man künftig nicht mehr ohne die Zustimmung des Kunden im großen Stil Daten sammelt.
Da kommt es auch nicht überraschend, dass Microsoft im jüngsten Insider-Build das Thema Diagnose und Feedback deutlich prominenter als zuvor platziert wurde. Bisher war das Thema tief in den Einstellungen vergraben, "wo sonst kein Mensch zuvor hinscrollte".

Wird Zeit, das die DSGVO endlich gilt und Microsoft zu mehreren hundert Millionen Euro Strafe verurteilt wird.
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Die böse Windows 10 Telemetrie ist seit Vista in jedem Windows vorhanden und die Daten von damals waren die Grundlage für die Entstehung von
Die Anwendungstelemetrie gab es auch schon vorher z.B. in Form des Windows Absturzmelders.
Erinnert sich noch jemand an den Aufschrei zum Release von Windows XP als bekannt wurde, dass Daten zu MS übertragen werden? Früher war halt alles besser vor allem wenn man Tatsachen ausblendet!
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Und neben der Firewall war XP-Antispy damals schon sehr hilfreich.
Wer will, kann schon einiges unterbinden.
Telemetriedaten z.B. Bei Ubuntu: Ubuntu mit Unity | Telemetrieubermittlung einschranken | Sicherer Computer | IT-Sicherheit und Privatsphare | E-Mail und Internet | Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) Telemetriedaten und noch viel mehr bei MacOS: Datenschutz Einstellungen fur Mac OS X & iOS - WICHTIG! | MacUser.de Community
Das ist bei Windows aber anders. Stand der Dinge ist nun mal leider: wer am PC spielt, arbeitet, auf ein System mit hohem Bekanntheits- und Verbreitungsgrad angewiesen ist, ein breites kommerzielles Softwareangebot will, kommt an Windows nicht vorbei.
Abschaltbar ist zwar einiges, aber bei Weitem eben nicht alles. Vor allem eben nicht die Telemetrie. Nicht wenige wissen nicht mal, wie sie bspw. überhaupt Cortana und Co. das Lauschen verbieten können, ihren Standort nicht ständig übermitteln lassen oder kostenlose Handschriftproben einsenden. Die Liste ist quasi endlos.
Auch nicht zu unterschätzen: Auch die Pro-Version wird in kleineren Betrieben eingesetzt (und wurde von MS auch dafür freigegeben). Denn nicht jeder kleine Betrieb kommt für einen Volumenlizenzvertrag infrage.
Was man sich auch fragen sollte: ist das eigene Privatleben und eine damit verbundene Angreifbarkeit tatsächlich so viel weniger wert, als das Firmengeheimnis um die Rezeptur und Produktionsschritte eines TK-Sahnekuchens?
Warum soll man es hinnehmen, dass in der niedrigsten in Home und Pro einstellbaren Telemetriestufe "Einfach" bspw. sämtliche Programme und wie sie eingesetzt werden (siehe <<Daten zur App-Verwendung. Zeigt, wie eine App verwendet wird, einschließlich der Verwendungsdauer der App, wann die App den Fokus besitzt und wann sie gestartet wird.>>), verbunden mit der Geräte-ID (siehe <<Die für diese Anforderung gesammelten Daten enthalten Angaben zum Betriebssystem, die Geräte-ID (zur Identifizierung des anfordernden Geräts) und die Geräteklasse (z. B., ob es sich um einen Server oder um einen Desktopcomputer handelt).>>) an MS übertragen werden?
Dazu noch Stimmen- und Handschriftproben (ginge alles auch schon lange offline, warum das auf Cloud-Servern stattfinden muss, darf sich jeder ausmalen), ja sogar Biometriedaten und das WLAN-PW sind für MS zugriffsfähig.
Das ist alles schon gar kein Fingerprinting mehr, das ist eine Komplettauswertung von Usern. Mehr Big Data geht kaum.
Das ist das Perfide.
MS sichert sich das Recht der Datenübertragung in die USA und nach Singapur in den Supportbedingungen (auch für Office 365 + Cloud) zu.
Datenschutzer: Unternehmen konnen Windows 10 Enterprise datenschutzkonform einsetzen |
heise online
Die interne IP wird Microsoft kaum interessieren, denn die ist bei den meisten Nutzern einfach 192.168.1.1.