Windows 10: Heftige Kritik an kommenden Werbeeinblendungen
Mit dem kommenden Creators Update für Windows 10 finden nicht nur mehr Features, sondern womöglich auch mehr Werbung den Weg in das aktuelle Betriebssystem von Microsoft. Aktuell wird berichtet, dass der Windows Explorer demnächst Einblendungen für Onedrive enthält und mit "Playable Ads" lassen sich künftig beworbene Anwendungen streamen und ausprobieren.
Zum Start von Windows 10 gab es das Betriebssystem als kostenloses Upgrade für die meisten Windows-Nutzer. Das man dabei nichts zu verschenken hat, war vielen bereits im Vorfeld klar. "Bezahlt" wurde bisher mehr oder weniger mit den eigenen Daten, was Microsoft zwischenzeitlich viel Kritik einbrachte. Nun geht man einen Schritt weiter und experimentiert derzeit im Feldversuch mit Werbeeinblendungen für den hauseigenen Cloud-Speicherdienst Onedrive im Windows Explorer, die mit dem kommenden Creators Update im April auch die breite Masse erreichen könnten.
Betroffen sind davon bisher offensichtlich nur englischsprachige Nutzer aus den USA und Großbritannien. Andere Sprachen und Länder könnten aber nach erfolgreichem Versuch beziehungsweise mit dem finalen Creators Update folgen. Zwar lassen sich die Einblendungen im Windows Explorer in den "Ordner- und Suchoptionen" via abwählen von "Benachrichtigungen des Synchronisierungsanbieters anzeigen" deaktivieren, erwünschte Informationen werden dabei jedoch ebenfalls ausgeschaltet.
Definitiv breiter wird das Publikum für die sogenannten "Playable Ads". Hierbei handelt es sich um beworbene Windows-Apps, die direkt im Werbefenster gestreamt und für drei Minuten getestet werden können. So soll lästiges Installieren und Deinstallieren - im Falle des Nicht-Gefallens - vermieden werden.
Aufgrund der zunehmenden Fülle an Werbung bleiben Microsoft und Windows 10 nicht von Kritik verschont. Abseits verärgerter Nutzer findet man in einem Beitrag von Betanews deutliche Worte in Richtung der Redmonder. Dort heißt es, dass Windows 10 kein Betriebssystem ist. Es sähe zwar wie eines aus, aber ansonsten sei es nichts weiter als ein "Fahrzeug für Werbung". Microsoft selber habe völlig aus den Augen verloren, was akzeptabel ist und missbrauche seine Position, um die eigenen Tools und Services an den Mann zu bringen und vorzugaukeln, dass die Werbeeinblendungen dem Nutzer mehr dienen, als dem Unternehmen selbst.
Quelle: Betanews

Die besagten Möglichkeiten mildern die Kommunikationsfreudigkeit von Windows 10 ab, aber diese Verstummt bei weitem nicht. (Windows 10 ist out of the box kein OS – früher hätte man viele Funktionen als Spyware klassifiziert, warum das heute jeden egal ist ? Ich frage mich dies öffters, denke es wird damit zu tun haben ,dass dies nicht sofort Folgen nach sich zieht )
Man kann per Firewall die Domains blockieren zb. möglich auch intern mit der „Windows-Firewall“ jedoch schafft es auch Windows selbst das irgendwie zu umgehen.Nach Analyse von svchost.exe (Traffic) sollten Domains wie dmd.metaservices.microsoft.com oder watson.telemetry.microsoft.com oder crl.microsoft.com direkt per interner Windowsfirewall geblockt werden(dies wurde bei mir so configuriert - Blockliste). Nur die Verbindung wird trotz postiver Windowsfirewall Regel erfolgreich durchgeführt.
Wenn man zb andere Firewalllösungen nutzt, dann könnte dies vielleicht anders aussehen.Die noch schlauere Variante jedoch ist per DNS blocking. Pi-Hole (Pi-hole™: A black hole for Internet advertisements – curl -sSL https://install.pi-hole.n... | bash) - damit killed man Werbung für alle clients im internen Netzwerk, egal ob smart TV oder ein sehr „kommunikatives“ "OS" wie eben Windows 10.
Für alle die noch immer nicht wissen, auf wie viele Domains Windows 10 zugriff hat die unnötig sind (Cortana und Onedrive sind hochgradig unsicher aus privacy Sicht) hier zu einer getesteten Filterliste -
https://raw.githubusercon...
Auch wenn MS plant, in zukünftigen Versionen noch mehr Werbung reinzupacken, solange diese nicht Teil des OS ist, wird man diese immer blocken können. Machbar wäre es ,dass MS überprüft ob es eine erfolgreiche Verbindung auf domain x gibt. Das könnte dann Folgen nach sich ziehen, wie interne Pop-ups „Sie blockieren Werbung“ bitte unterlassen Sie dies. Aber auch in diesem Fall wird diese Funktion nicht so extrem stark implementiert sein, dass dies nicht unterbunden werden kann. Ich denke nicht ,dass MS sich ein eigenes DRM-Konzept ausdenkt, wie man Windows 10 zu einem Dauerwerbe OS umstrukturiert.
Falls die mich in Zukunft wirklich mit Werbung nerven (OneDrive "Werbung" poppt schon jetzt ab und zu mal auf), dann nutz ich die Downgrademöglichkeit auf Windows 7.
Im Unternehmen steht Windows 10 gar nicht erst zur Debatte.
Windows 10: Creators Update gibt Nutzern mehr Kontrolle über Updates
Fehlt nur noch "Power to you" und es klingt wie ein schlechter Vodafone Slogan...
Wird etwa irgendwann täglich der Desktop Hintergrund mit Werbung ausgetauscht ?
Begrüßt einen bald statt des Windows Startup Sounds irgendein Werbe Jingle ?
Geht bei jedem Click ein Popup auf von irgendeiner Firma ?
Haut Cortana einen ständig Werbeslogans um die Ohren ?
Frage mich jetzt, was sich eigentlich die ganzen Leute denken, welche damals die Update-Verweigerer ausgelacht haben.