Windows: Früher war eine Stoppuhr ein wichtiges Utensil bei der Entwicklung
Steven Sinofsky blickt auf Microsofts frühe Windows-Jahre zurück, in denen jede Funktion per Stoppuhr gemessen wurde. Der Rückblick trifft einen Nerv, da Microsoft für 2026 eine spürbar verbesserte Performance für Windows angekündigt hat.
Die Debatte um die Leistungsfähigkeit moderner Software bekommt neue Nahrung aus unerwarteter Richtung. Steven Sinofsky, früherer Präsident der Windows-Sparte bei Microsoft, hat auf X einen bemerkenswerten Einblick in die Entwicklungsphilosophie der 1980er-Jahre gegeben. Seine Aussage wirkt heute fast wie ein Gegenentwurf zur oft kritisierten Ressourcenlast moderner Betriebssysteme.
Stoppuhr als wichtiges Utensil
Laut Sinofsky erhielt in den ersten zehn Jahren bei Microsoft "jeder Ingenieur eine Stoppuhr". Ersatzgeräte lagen sogar im Materialraum bereit. Gemessen wurde praktisch alles, von Scroll-Geschwindigkeit über Boot-Vorgänge bis hin zu Speichern, Kompilieren und Drucken. Ziel war eine kompromisslose Optimierung von Taktzeit, RAM-Verbrauch und Speicherplatz. Sinofsky betont, dass zwischen 1980 und 2000 rund die Hälfte der Entwicklungsarbeit genau diesem Ressourcenmanagement gewidmet gewesen sei.
Diese Denkweise prägte zentrale Produkte wie MS-DOS, frühe Windows-Versionen und MS-Office. Gerade aus heutiger Sicht ist das bemerkenswert, weil moderne Systeme trotz deutlich leistungsfähigerer Hardware häufig für träges Verhalten kritisiert werden. Explorer, Update-Prozesse und zusätzliche Hintergrunddienste gelten vielen Nutzern inzwischen als Ballast.
Einblick in die Vergangenheit und Ausblick auf die Zukunft
Besonders spannend ist Sinofskys Anekdote zu einer bewussten "Verschlechterung". Bei VC++ 1.0 empfanden Nutzer den Compiler trotz guter Messwerte als zu langsam. Das Team ergänzte daraufhin einen animierten Zähler mit rotierenden Zufallszahlen. Die Kompilierung wurde dadurch zwar minimal langsamer, die Wahrnehmung der Geschwindigkeit verbesserte sich jedoch deutlich. Ein frühes Beispiel dafür, wie wichtig subjektives Geschwindigkeitsempfinden in der Software-Entwicklung sein kann.
Der Rückblick kommt zu einem interessanten Zeitpunkt. Microsoft hat erst vor Kurzem angekündigt, Windows 11 in 2026 wieder stärker auf Performance, Overhead und Zuverlässigkeit auszurichten. Verbesserungen für Explorer, Windows Update und den gezielteren Einsatz von Copilot stehen bereits auf der Agenda. Die spannende Frage lautet nun, ob aus dem neuen Effizienzversprechen mehr wird als nur ein Signal. Die historische "Stoppuhr-Mentalität" zeigt jedenfalls, dass Windows schon einmal kompromisslos auf Tempo getrimmt wurde. Genau diese Konsequenz wünschen sich heute viele Nutzer zurück.
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Quelle: Steven Sinofsky via X, via Tom's Hardware

Beim OS selbst: Bei einem Single Host mit lokalen Storage und in Schmalspurausstattung recht fix. Auch bei Windows Server (wobei Core nochmal einen ticken schneller ist, weil der ganze GUI-Balast mit seinen Abhängigkeiten entfällt). Kommt noch Cluster, Shared Storage, SAN etc. dazu, fängt es an länger zu dauern.
Ansonsten mal mit dem PCGH Team einen Ausflug dorthin machen, wo PCGH/Computec seinen Serverraum hat und sich das mal, entweder bei geplanten Neustarts oder auf der Spielwiese/Testumgebung, Live zeigen lassen.
Ich habe damals Windows Vista seit Release genutzt und war bis auf die extreme Anzahl an UAC Abfragen recht zufrieden. Es lief bei mir sehr viel stabiler als Windows XP. Mit dem Service Pack 1 waren auch die UAC Abfragen kein Thema mehr und man hatte noch einige Hintergrundprozesse raus genommen.
Windows 7 lief für die meisten Leute dann halt "besser" weil sie dann meist auch bessere Hardware hatten und die Hardware Hersteller da auch schon gescheite Treiber für das mit Vista eingeführte Treibermodel hatten. Beim Windows Vista Release lief wegen der Umstellung der Treibermodels vieles an Hardware(vor allem so was Drucker und Erweiterungskarten) nicht und die ersten Vista Treiber von den Hardware Herstellern waren oft ziemlicher Müll.
Windows XP lief zum Release bei den meisten auch bescheiden, weshalb viele noch bei Windows 98 oder Windows 2000 blieben. Auch XP lief erst mit Service Pack 1 rund.
*scnr*
Samsung HDD Rekorder boot Zeit gemessen >2,5min
Vodafone Kabel TV Router boot Zeit ~ 3 min
Da fragt ich mich ... was bitteschön musst du laden?
Router brauchen und haben keinen schnellen internen Speicher und, je nach Modell, auch kaum universelle Rechenleistung. In Medienrecordern fehlt letztere erst recht – die aufwendige Verarbeitung der Streams werden spezialisierte Einheiten durchführen. Den gesamten Lade- und Initialisierungsprozess einschließlich Selbst- und Fremdchecks machen dann irgendwelche Winz-ARM-Kernchen, die im normalen Betrieb nicht viel mehr als einen Timer verwalten müssen und genau dafür dimensioniert sind.
Hinzu kommt: Bei solchen Systemen, die im Prinzip nur im Falle eines Fehlers neu gestartet werden und das ohne kompetenten Support, optimiert man massiv einseitig auf Zuverlässigkeit und Stabilität. Da wird nichts übersprungen, da wird nichts parallel ausgeführt, nicht pregefetched, gar nichts. Jedes Stück Optimierung, dass Fehler enthalten könnte, ist schlecht. Jeder mögliche Check ist Pflicht. Schon x86-Server brauchen teilweise 300 Sekudnen für einen Boot, den Desktop-Mainboards der gleichen Generation (mit mehr Onboard-Controllern) in 30 Sekunden schaffen.