Windows 10: EULA bestätigt Update-Zwang für Patches
Windows 10 wird die Nutzer dazu zwingen, Updates zu installieren. Das war bereits vermutet worden und ist nun durch die EULA bestätigt. Manchen wird das nicht gefallen, aber in der Summe ist es wohl für alle das Beste.
Microsoft macht ernst und bestätigt damit die Spekulationen vergangener Wochen: Unter Windows 10 lassen sich Updates für das Betriebssystem nicht mehr verweigern. Wer Windows 10 Home verwendet, hat gar keinen Handlungsspielraum. Wer Windows 10 Professional einsetzt, kann die Feature-Updates zumindest etwas aufschieben, in dem er in den CBB-Kanal wechselt (Current Branch for Business). Sicherheits-Patches werden aber auch da einfach installiert. Da mag sich nun mancher Anwender bevormundet fühlen, aber es gibt gute Gründe für das Konzept.
Allen voran steht die Sicherheit, die so besser gewährleistet ist. Anwender können nun nicht mehr kritische Sicherheits-Updates ignorieren, die ein löchriges System zurücklassen. Windows ist – prinzipbedingt – eines der am meisten angegriffenen Systeme weltweit, da es eine Quasi-Monopolstellung innehat. Das ist ein perfekter Nährboden für Angreifer. Außerdem versteht Microsoft Windows als einen Service, also in etwa so wie Apple iOS betrachtet. Auch andere Unternehmen wie Google und Mozilla aktualisieren in ähnlicher Form.
Zudem wird es für Microsoft einfacher, Windows-Systeme aktuell zu halten und auch die Entwicklung von Patches wird einfacher, weil alle Systeme einen sehr ähnlichen Update-Stand haben. Das bedeutet weniger Entwicklungszeit für unterschiedliche Konfigurationen und mehr Zeit für Qualitätssicherung.
Daher ist nun auch in den EULA zu lesen und zu bestätigen, dass Updates sofort durchgeführt werden müssen. Bei Home wie gesagt ohne Handlungsspielraum, bei Professional mit etwas mehr Freiraum. Ausgenommen ist davon nur die Enterprise-Version, die aber auch auf Unternehmen zugeschnitten ist, die ihre Updates wiederum ganz anders verteilen als Heimanwender. Insbesondere in großen Unternehmen werden Updates zuvor validiert und dann über einen eigenen Server ausgespielt.
Manche Anwender werden sich nun daran stören, dass man nicht jedes Update haben will. Wer dann eine Home-Version hat, wird wohl ganz einfach Pech haben. Bei Professional lassen sich Feature-Updates immerhin ein paar Monate aufschieben. Aber auch diese Anwender werden irgendwann zum Update gezwungen. Problematischer ist da schon, dass manche Updates das System lahmlegen. Hier kann man nur hoffen, dass Microsoft die Qualitätssicherung für Patches intensiviert.
Quelle: via Arstechnica

Solange die Updates nicht sofort heruntergeladen werden müssen und nicht fehlerhaft sind hab ich eigentlich wenige Probleme damit. Wenn allerdings irgendein Murks bei den Updates gedreht wird, nein danke.
skynet 2.0, anstatt alle rechner zu übernehmen, werden die rechner mit einem fehlerhaften update beliefert und lahmgelegt
Ich habe nichts dagegen wenn MS Sicherheitsupdates automatisch einspielt, für die breite Masse der Kunden ist das sogar sinnvoll. Aber ich sehe schon kommen dass man sich hier ein geschicktes Schlupfloch geschaffen hat um so einen Griff ins Klo wie Win8 zu vermeiden.
Will keiner kaufen? Marktanteil schlecht? Hey, nenns Update und installiere es per Zwang.
Keiner will den neuen IE nutzen? Hey, installiere ihn und setzte ich bei jedem Boot als Standardbrowser. Nenns einfach "Update".
Irgendein Geschäftsmodell ("MicrosoftOnlineSuperduperstore2020-App" oder "MicrosoftGFWLjetzterstrecht") wird nicht angenommen? Update!
Wie gesagt das Prinzip ist gut aber hier baut sich MS einfach nen fetten Freifahrtsschein...
Nochmal im Klartext: Microsoft darf dann beliebig zu jeder Zeit und alternativlos den Code des wichtigsten Programmes ändern das auf deinem PC läuft!