Windows 10: Creators Update gibt Nutzern mehr Kontrolle über Updates
Mit dem Creators Update für Windows 10 kriegen Nutzer mehr Kontrolle über Updates. Statt wie bisher den Zwangsneustart hinzunehmen, können diese bis zu drei Tage ausgesetzt werden. Darüber hinaus können Windows 10 Pro-Besitzer Updates für 35 Tage deaktivieren.
Wenn inmitten einer wichtigen Arbeit oder Präsentation der Windows 10-PC herunterfährt ist zumeist das Windows Update daran schuld, denn dieses knippst gerne einmal ohne Vorwarnung die Lichter aus, sodass Nutzer stets mit der Angst im Nacken an ihrem Rechner sitzen. Mit dem kommenden Creators Update soll damit Schluss sein und der Benutzer wieder mehr Macht über die willkürlichen Updates bekommen, ganz verschwinden werden die erzwungen Neustarts dennoch nicht.
Windows 10-Nutzer kriegen gleich zwei neue Funktionen an die Hand. Eine davon ist das "Snooze"-Feature, dass nebst Update-Planung und Sofortneustart als Option verfügbar sein wird. Mit "Snooze" lassen sich die Zwangsneustarts für drei Tage ausschalten. Obendrauf erhöht Microsoft die sogenannten "Active Hours", also die Nutzungszeit, die sich seit dem Anniversary Update bereits einstellen lassen, sodass Updates Nutzern nicht zwingend in die Quere kommen, während man gerade am PC arbeitet. Mit einem Zeitraum von 12 Stunden waren diese zuvor für einige zu knapp bemessen. Mit dem Creators Update erweitert sich die Spanne auf 18 Stunden. Wer über längeren Zeitraum nichts mit Windows Updates zu tun haben will, der kann diese auch für 35 Tage ganz aussetzen. Diese Funktion bleibt jedoch nur Besitzern von einer Windows 10-Version ab Windows 10 Pro vorbehalten. Ob dennoch im Hintergrund andere System-Updates heruntergeladen werden, lässt Microsoft offen.
Für die Anwendung in Unternehmen gibt es zudem ab Windows 10 Pro einen neuen Dialog, um Updates zu verzögern. Statt "Upgrades zurückstellen" gibt es künftig die Option "Current Branch for Business". Eine zusätzliche Verzögerung von bis zu 30 Tagen für reguläre Updates sowie 365 Tagen für Versions-Upgrades muss nunmehr künftig nicht mehr über die Gruppenrichtlinie festgelegt werden.
Mit dem Rollout des Creators Updates weist Windows 10 zusätzlich auf mögliche Änderungen der Privatsphäre-Einstellungen hin. Ist der PC bereit zum Upgrade, öffnet sich ein Dialog, in dem verschiedene Optionen - beispielsweise die Weitergabe von Positionsdaten, Stimmerkennung, Werbung und Diagnose-Daten - nochmals ausführlich erklärt und durch den Nutzer angepasst werden.
Quelle: Microsoft via Heise.de

Aus security Sicht ist es trotzdem ein Wahnsinn dem User zu erlauben das Schließen einer bekannten Lücke durch ein anständig auf Nebeneffekte abgeklopftes(!) Update abzulehnen.
Früher war es auch selbstverständlich dass mein PC bootete/updatete wann ich es wollte, dass mir ein Update keine Programme oder Funktionen ungefragt entfernt, dass ich eine tatsächliche Kontrolle darüber hatte was mein PC insgesamt so tut, dass ich nicht künstlich eingeschränkt werde in Softwareunterstützung (DX12,...) oder Hardwarenutzung (Win7+Kaby oder neuer,...) und so weiter.
Umdenken ist gefragt, selbstverständlich ist so oldschool
Fehlt nur noch "Power to you" und es klingt wie ein schlechter Vodafone Slogan...
Ich finde man muss einen Weg finden die Leute zum Planen zu bewegen und nicht mit der Brechstangenmethode oder einfach nur eine einmalige Info bzw Einstellungsmöglichkeit zu bieten, bei dem der Anwender im Endeffekt auch wieder nur vor dem endgültigen Zwangsneustart steht.
Meine Idee wäre zB dass man eine Info als Overlay beim anschalten des PC bekommt mit einer Meldung, dass Updates verfügbar sind und der PC spätestens beim dritten Neustart oder einschalten sich aktualisiert und neu gestartet wird.
So steht niemand vor vollendeten Tatsachen und kann sich einteilen wann er es bestenfalls manuell anstrebt. Am besten zwischen den sonstigen Zeiten, in denen der PC tatsächlich gebraucht wird.
Updates einspielen bzw System neustarten aufzuschieben ist wohl die dümmste Idee.
Wozu eine Zwangspolitik einführen, nur um hinterher es ewig aufschieben zu können?! Erschließt sich mir nicht. Da verarscht sich MS doch selber^^
Für Unternehmen sollte man eine Ausnahme machen. So dass zB ab der Enterprise Verison ein Aufschieben von ich sage mal 2-3 Wochen möglich ist. Da ergibt das Sinn.
Für Privatanwender wohl aber eher nicht. Da ist das Quatsch und fördert nur den Drang es noch mehr hinauszögern zu wollen oder gar ganz davon abzusehen.