Windows 11: Microsoft weist Kritik am CPU-Boost zurück - "Apple macht das und ihr liebt es"
Microsoft testet offenbar ein neues Leistungsprofil für Windows 11. Nach Kritik am kurzfristigen CPU-Boost verweist Scott Hanselman, Mitglied des Technical Staff bei den Redmondern, auf ähnliche Mechanismen bei macOS und Linux.
Microsoft arbeitet offenbar an einer neuen Funktion für Windows 11, die unter der Bezeichnung "Low Latency Profile" getestet wird. Dabei soll das Betriebssystem die CPU bei bestimmten Interaktionen kurzzeitig höher takten lassen, um Eingaben schneller sichtbar umzusetzen. Aus den vorliegenden Aussagen von Scott Hanselman, der eigenen Angaben zufolge Vice President und Mitglied des Technical Staff bei Microsoft/Github ist, geht hervor, dass Microsoft diesen Ansatz nicht als Sonderweg, sondern als übliches Verhalten moderner Systeme einordnet.
Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Eindruck, Windows 11 müsse einfache Aktionen wie das Öffnen des Startmenüs mit zusätzlicher CPU-Leistung abfedern. Ein Nutzer spottete sinngemäß, Microsoft müsse 2026 den Rechner kurzzeitig in einen maximalen Leistungsmodus versetzen, damit das Startmenü ohne Verzögerung öffne. Hanselman konterte darauf mit einem Verweis auf Apple: "Apple does this and y'all love it." Nutzer könnten dies unter macOS mit dem Terminal-Befehl sudo powermetrics --samplers cpu_power selbst überprüfen.
In weiteren Antworten verweist Hanselman darauf, dass solche Mechanismen nicht auf Windows beschränkt seien. Moderne Betriebssysteme, darunter macOS und Linux, würden CPU-Takt und Aufgabenpriorisierung kurzfristig anheben, um interaktive Vorgänge mit geringerer Latenz auszuführen. Das sei laut Hanselman kein "Cheating", sondern Teil moderner Rechnerarchitektur. Auch Smartphones arbeiteten nach diesem Muster: Jede Berührung könne Kerne wecken, Taktraten erhöhen und Frames berechnen, bevor das System wenige Millisekunden später wieder in einen Ruhezustand wechsle.
Hanselman widerspricht damit der Lesart, Microsoft kaschiere lediglich eine träge Oberfläche. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Kritik am Startmenü nicht vollständig aus der Luft gegriffen sei. Auf die Frage, warum das Öffnen des Startmenüs überhaupt eine vergleichsweise schwere Operation darstelle, antwortete er, dass genau das die größere Frage sei. Das Startmenü zeige heute Inhalte an, die über eine bereits zwischengespeicherte App-Liste hinausgingen, darunter empfohlene Dokumente und weitere dynamische Elemente. Diese ließen sich zwar teilweise abschalten, machten die Oberfläche aber grundsätzlich komplexer.
Auch zur technischen Basis äußerte sich Hanselman. Auf den Hinweis, die Verzögerungen könnten mit React Native über XAML zusammenhängen, stellte er klar, dass das Startmenü nicht React Native sei. Gleichzeitig sagte er, es passiere dort zu viel, was nicht passieren sollte. Microsoft arbeite demnach mit modernen Techniken und mehreren Disziplinen daran, das Startmenü schneller zu machen. Vereinfacht ausgedrückt müsse es weniger tun.
Auffällig ist allerdings der Ton der Debatte, denn Hanselman reagierte stellenweise deutlich zugespitzt. Auf die Nachfrage, warum Microsoft diesen Ansatz überhaupt benötige, verwies er knapp auf Informatik: "Computer science. Study it." An anderer Stelle schrieb er, alles wirke wie eine Verschwörung, wenn man nicht wisse, wie etwas funktioniere.
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Cachy rödelt bei mir im Desktopbetrieb bai max. 5% rum, im Browser oder Mailprogramm auch mal bis 10% soviel dazu, das Andere es ebenfalls so machen sollen...
Musik im Hintergrund abspielen während ein Spiel läuft, also zwei völlig unterschiedliche und zeitkritische Vorgänge?
Null Problemo!