Windows 11: Microsoft möchte ganz behutsam das OS fürs KI-Zeitalter erschaffen
Microsoft hat die Design-Grundlagen für das Windows der KI-Ära vorgestellt. Es soll besser personalisiert werden können und viele KI-Funktionen erhalten, die nebenbei in den Arbeitsablauf integriert und damit unverzichtbar werden sollen.
Microsoft möchte Windows 11 als Betriebssystem umgestalten, damit es besser in die Ära der künstlichen Intelligenz passt. Windows Design Director Diego Baca hat jetzt ein paar Ausblicke gegeben, wie Windows sich in Zukunft verändern könnte. Jahrelange Nutzer sollen nicht direkt verschreckt oder laut Baca "ratlos" hinterlassen und an alternative Betriebssysteme wie MacOS und Linux verloren werden, wie es beim kompletten Redesign von Windows 8 geschehen ist. Stattdessen sollen neue Designs und Funktionen zukünftig langsam und bewusst in die Arbeitsabläufe integriert werden - zusätzlich soll Kundenfeedback besser umgesetzt werden.
Die Designgrundlagen für Windows 11 sollen auf einer Reihe von Prinzipien basieren, die zugleich vertraut wie auch innovativ sind. Elemente wie abgerundete Ecken und eine naturnahe Ästhetik tragen laut Baca entscheidend zu einem zugänglichen Erscheinungsbild bei, welches das Bediengefühl der Nutzer in den Vordergrund rückt. Ziel sei ein klares, aufgabenorientiertes System, das im Hintergrund agiert, um die Konzentration und Produktivität des Nutzers zu fördern.
Künstliche Intelligenz ist die treibende Kraft hinter dem neuen Windows-11-Design
Microsoft möchte die KI-Integration nicht als zusätzliche Funktionsliste integrieren, sondern als nativen Bestandteil des Betriebssystems. Die KI soll sich natürlich in die Arbeitsabläufe einfügen, ohne dass Nutzer neue Verhaltensweisen erlernen müssen. Als Beispiele werden nicht nur die Suche, die durch KI zusätzliche Ergebnisse ausgibt, sondern auch Apps wie Microsoft Paint und Powerpoint, die mit KI neue Funktionen bieten, die von Nutzern als nützlich angesehen werden sollen, genannt.
Schon im nächsten Update soll das Rechtsklick-Menü des Datei-Explorers zahlreiche KI-Funktionen erhalten, bei Fotos etwa "Hintergrund unscharf stellen". Per Rechtsklick auf das Copilot-Symbol tauchen KI-Funktionen wie "Zusammenfassen", "Erklären" oder "Umschreiben" bei Texten auf. In der Editor-App soll eine KI-gestützte Formulierungshilfe integriert werden. Voraussetzung für viele dieser Funktionen dürfte eine NPU (KI-Prozessor) sein.
Baca erklärt, dass Windows 11 nicht mehr ein Betriebssystem für 1,5 Milliarden Nutzer sein soll, sondern jedem Nutzer eine individuelle Erfahrung und Anpassung ermöglichen wird. Er nennt konkret eine auf Leistung ausgelegte Handheld-Version von Windows, eine klar strukturierte, auf Produktivität ausgelegte Desktop-Version oder auch eine barrierefreie Oberfläche.
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Quelle: via Microsoft Design Blog

Also ich möchte es nicht tief integriert ins OS, aber es hilft einfach enorm wenn man fragen kann: "Bitte erzeuge mir einen Eintrag für fstab für die Partition /dev/sda1 und Filesystem ext4" oder so ähnlich. KLAR ich könnte es auch selbst, aber oft müsste ich eine Stunde oder mehr recherchieren. Und solche Sachen kann KI einfach sehr gut (auf Grund hervorragendem Trainingsmaterial, weil die "Falschinformationsquote" in Linuxforen nunmal viel tiefer ist)
Jahrelange Nutzer sollen nicht direkt verschreckt oder laut Baca "ratlos" hinterlassen und an alternative Betriebssysteme wie MacOS und Linux verloren werden...
Seit dem 3. Oktober ist - Stichwort Freiheitswiederherstellung - Linux mein "daily driver".
Nicht, weil Microsoft KI-Funktionen in Win11 integrieren will. Sondern weil sich der Laden mit jedem Update ein bisschen mehr anmaßt, dem Nutzer die Art, wie er das Betriebssystem zu verwenden hat, exakt vorzuschreiben.
Ich will selbst darüber bestimmen, wann, wie und welche KI ich zu sehen bekomme und nutze.
Ich will selber darüber bestimmen, wann, wie und mit welcher Cloud ich verbunden bin, oder offline mit einem rein lokalen Benutzerkonto und lokalen Dateien arbeite.
Ich will selber darüber bestimmen, wann mein Betriebssystem Updates lädt, Funtionen dazugewinnt (oder auch wieder verliert), auf welcher Hardware ich es laufen lasse, wie oft es "nach Hause" telefonieren darf, ......
Baca erklärt, dass Windows 11 nicht mehr ein Betriebssystem für 1,5 Milliarden Nutzer sein soll, sondern jedem Nutzer eine individuelle Erfahrung und Anpassung ermöglichen wird.
Seit den Windows 95 Tagen habe ich meine Taskleiste am oberen Bildschirmrand. Mit Win11 hat Microsoft entschieden, dass das nicht mehr richtig für mich ist. Komische Art der Individualisierung.
Und gerade heute noch habe ich einen Artikel gelesen, in dem eine Journalistin davor warnt, dass sich bei einem Nachwuchs-Projekt ihres Verlags die Beiträge der jungen Teilnehmer inzwischen alle fast gleich lesen. Genau weil diese, selbst wenn sie noch eigene Gedanken und Schlüsse einbringen, deren endgültige Formulierung nur noch der KI überlassen, statt ihren eigenen Sprachfähigkeiten zu vertrauen.
Wer etwas über die Motivation anderer lernen möchte, schaut nicht darauf was sie sagen, sondern was sie tun.
Microsoft philosophiert hier von Individualisierung, baut in der Realität aber beständig Freiheiten in seinen Produkten ab und müllt jede Ecke, in der ein Mensch noch kreativ werden könnte, mit generativer KI zu.
Auf das sich ein jedes "Individuum" in seinem Verhalten und Output doch bitte von ein und derselben KI "optmieren" lassen möge.
Microsoft möchte den digitalen Sklaven als Nutzer.
Ich will keiner sein.
Deshalb bin ich weg.
€dit
Oh ja, gerade gesehen:
Microsoft testet jetzt Funktionen mit denen Arbeitgeber überwachen können, ob ihre Angestellten auch immer brav und fleißig den Copilot benutzem. Inklusive "Gamification" mit Leaderboards, in denen verglichen werden kann, ob das eigene Unternehmen Copiolt mehr nutzt als andere.
Klingt doch total als ob Microsoft die "individuelle Erfahrung" des einzlnen Windows- und KI-Nutzers sehr am Herzen liegt, oder?
Generelles Angebot/Nutzung solcher Funktionen würde ich aktuell hinterfragen wollen. Zumal mit K.I. im allgemeinen großer Energiebedarf einhergeht und ein noch größerer Energiehunger mit Klimaschutzanstrengungen und Eingrenzung des Flächenverbrauches (und damit dringend nötiger Artenschutz) kollidiert.
In Einzelfällen sowie in Forschung sind sich optimierende Algorithmen sicher eine feine Sache. Aber auch da würde ich immer auch Zweck und Gefahren zuallererst geprüft sehen wollen.
Mal ein gute Beispiel für K.I.:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Achja, die Nutzung einer Suchmaschine wie duckduckgo oder vergleichbaren würde mir eher zeigen, dass sich jene Nutzer:innen mehr Gedanken gemacht haben, als wenn sie die Google-Variante verwendeten.
Monatlich Probleme reinpatchen, da sagt euch die KI auch irgendwann, Update auf manuell stellen.
Aber ich verweigere mich grundsätzlich diesem weiteren billigen versuch von MS, die nutzung von ms-produkten aufzuzwängen.
Der selbe scheiss, den sie mit office365, edge, dem ms-store und jetzt eben mit dem dämlichen copilot-zwang immer wieder aufs neue probieren.
Ist jetzt halt wieder mal ein klischee, aber ja, genau wegen dem scheiss, bin ich auf linux gewechselt. Weil ich herr über mein system und meine daten bleiben möchte.
Wenn ich ki nutzen will, gehe ich auf eine vertrauenswürdige plattform, wen. Ich sie nict nutzen will, brauch ich sie auch nicht im OS.
Aber ganz abgesehen davon, kriegt es MS aktuell ja nicht mal hin, ein update zu veröffentliche ohne gleich wieder weirde bugs zu kreieren. Oh, und nicht vergessen der immer penetrantere ms-accountzwang. Wie konnte ich den nur verdrägen...
Windows ist nun auf eine eigene partition abgestellt und wird nur noch für games benutzt, die ohne MS nicht funzen.