Windows 11 24H2: Task-Manager zeigt endlich stimmige CPU-Werte
Microsoft aktualisiert den Task-Manager mit Windows 11 24H2: CPU-Werte stimmen ab sofort in allen Tabs überein. Ein inkonsistentes Detail gehört damit der Vergangenheit an.
Mit dem Windows 11 Update 24H2 (Build KB5058411) beseitigt Microsoft ein seit Jahren bestehendes Ärgernis für technisch versierte Nutzer: die inkonsistenten CPU-Auslastungswerte im Task-Manager. Bisher wich die Darstellung im "Prozesse"-Tab sichtbar von den Angaben unter "Leistung" und "Benutzer" ab. Die Ursache dafür war eine abweichende Berechnungsmethode, die nun stillschweigend ersetzt wurde.
Im Detail verwendete der "Prozesse"-Tab bislang eine eigene Metrik namens "Processor Utility". Diese ignorierte unter anderem die Anzahl physischer und logischer CPU-Kerne. Das führte dazu, dass bereits eine Auslastung eines einzelnen Kerns bei Mehrkern-Prozessoren als 100 % angezeigt wurde - ein Umstand, der bei moderner Hardware schnell zu Missverständnissen führte. Gleichzeitig basierte die alte Methode auf dem Basistakt der CPU. Lagen einzelne Kerne über diesem Takt, konnte der Wert intern über 100 % steigen und wurde anschließend gekappt - eine weitere Ursache für die Diskrepanz.
Demgegenüber nutzen die Tabs "Leistung" und "Benutzer" sowie nahezu alle Drittanbieter-Tools seit Längerem die industriekonforme Formel "% Processor Time/Utility". Diese berücksichtigt sowohl die Anzahl logischer Kerne als auch die reale Zeitspanne zur Berechnung der tatsächlichen Prozessorzeit. Die Formel lautet konkret:
CPU % = (Δ Prozess-CPU-Zeit) ÷ (Δ verstrichene Zeit × logische Prozessoren)
Mit dem Update KB5058411 wird diese Berechnungsgrundlage nun auch im "Prozesse"-Tab angewendet. Dadurch sollten die Angaben für die CPU-Auslastung über alle relevanten Tabs hinweg konsistent sein. Wer bislang versucht hat, die einzelnen Prozesse zu summieren und auf einen Gesamtwert zu kommen, wurde häufig durch unerklärliche Differenzen ausgebremst. Ab sofort soll das Resultat - etwa 69 % Gesamtauslastung - mit der Summe aller angezeigten Prozesse übereinstimmen.
Für Nostalgiker oder Nutzer spezieller Workflows bietet Microsoft weiterhin die Möglichkeit, die alte Anzeige zu verwenden: Im Tab "Details" kann über einen Rechtsklick auf die Spaltenköpfe der Eintrag "CPU Utility" hinzugefügt werden.
Die Änderung dürfte besonders für Power-User und Entwickler eine willkommene Vereinheitlichung darstellen, da sie sich auf stimmige Werte über alle Tabs hinweg verlassen können - ohne Umrechnungen oder manuelle Interpretationen. Warum Microsoft diesen Schritt ausgerechnet jetzt geht, bleibt offen.
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Quelle: via Windows Latest

Da hat sich also endlich mal jemand hingesetzt und Gedanken über die CPU-Auslastungsangaben gemacht.
Und dann hat er eine neue Lösung implementiert.
Die wieder auf Basis logischer Prozessoren arbeitet, sodass bei SMT-CPUs eine vollständige Auslastung der Hardware bereits ab einer Auslastungsanzeige von 50 Prozent möglich ist.
Ich kann ja nachvollziehen, wenn Sachen wegen Faulheit/mangelnder Arbeitszeit auf einem alten, dysfunktionalen Stand bleiben. Aber wie blöd muss man sein, um alles neu zu machen und wieder den gleichen, zentralen Fehler drin zu haben?