Erinnerungen an Windows: Was hat es mit dem USB-Wagen des Todes auf sich?

12
News Thilo Bayer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Erinnerungen an Windows: Was hat es mit dem USB-Wagen des Todes auf sich? (im Bild: Ein Foto von PCGHX-User DJMCM)
Quelle: DJMCM

In einem Interview auf Youtube erinnert sich ein Windows-Entwickler, welche Probleme frühe Windows-PCs mit USB-Geräten hatten - und welche Rolle dabei der USB-Wagen des Todes spielte.

Auf dem Youtube-Kanal von Dave's Garage gibt es eine erste Vorschau auf ein längeres Interview-Video, das Moderator Dave Plummer und Raymond Chen zeigt, einem Veteranen der Windows-Entwicklung mit über 30 Jahren Erfahrung.

Über 60 USB-Geräte gleichzeitig

Entdeckt hat das Video die Webseite Tomshardware. Im Gespräch wird unter anderem das Thema USB-Geräte thematisiert. In den frühen Tagen der USB-Entwicklung, die mit Windows 98 Fahrt gewann, war das Betriebssystem elementar wichtig. So arbeiteten die Entwickler konzentriert an Windows-Builds, um sich der wachsenden Vielfalt an Geräten zu stellen. Um die Robustheit der USB-Unterstützung zu testen, musste zahlreiche unterschiedliche Geräte ausprobiert werden.

Um möglichst viele Geräte mobil an unterschiedliche Arbeitsplätze fahren zu können, gab es den USB-Wagen des Todes. Chen führt aus, dass der Wagen ursprünglich wohl ein Büropostwagen war, der umfunktioniert wurde. Durch die mehr als 60 USB-Geräte, die hintereinandergeschaltet waren, konnte der Wagen aber wohl nicht mehr als solcher erkannt werden. Auf ihm türmten sich mehrere Mäuse, Tastaturen, Drucker, Laufwerke uns weitere UBSB-Peripherie. Auch bis zu drei hintereinandergeschaltete Hubs waren Teil des USB-Wagen des Todes.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Masse an USB-Geräten, insgesamt ist von bis zu 64 gleichzeitigen Devices die Rede, sollte bewusst die Schnittstelle an ihre Grenzen zu bringen - und das sorgte wohl öfter für den berüchtigten Blue Screen of Death. Es gab sogar ein USB-Lenkrad am Wagen, um ihn "zu steuern". Der Wagen sorgte öfter dafür, dass Windows-Entwickler das Leben schwer gemacht wurde. Immerhin mussten die Rechner gleichzeitig mit mehr als 60 Geräten auskommen, die alle erfolgreich erkannt werden wollten. Auch zum Debugging wurde der Wagen eingesetzt - und zwar bewusst dafür, die PCs zum Absturz zu bringen, damit die Programmierer Absturzberichte auswerten und auf der Basis ihren Code verbessern konnten.

Hatten Sie schon einmal Abstürze durch ein USB-Gerät? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

12
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Nur macht der das in einem heute jahrzehntelang perfektionierten USB Protokoll um damit Klicks und Geld zu machen während die Leute im Video das in einer Zeit machten als USB ganz neu (und Linus in der Grundschule) war um Bugs zu finden und zu lösen.

        Was davon eher lame ist kann jeder für sich entscheiden.
        USB ist schon krass mit den ganzen Standardtreibern. Ich finde es trotzdem witzig, dass Jabra ihre überteuerten Headsets als UC zertifiziert verkauft. Ich habe bisher nicht herausfinden können, was da genau zertifiziert wird. Aber ich habe den Verdacht, dass es sich dabei nur um heiße Luft handelt, weil die meisten anderen Headset zufällig auch einfach nur die Bluetooth für Telefonie (2-Wege Übertragung) und Audioausgabe (Einweg Kommunikation) nutzen.

        Horrende Preise für eine Zertifizierung, damit man als unbedarfte IT-Abteilung die Verantwortung für ein Problem an den zertifizierenden Hersteller weiterreichen kann. Ich habe schon Quatsch gehört, da lautete die Antwort auf ein Problem mit einer höheren Auflösung als bisher üblich: "Nutzen sie bitte von der IT zertifizierte Geräte."

        Meine Avermedia Capture Card hatte damals das Problem, dass sie anscheinend die UVC (Unified Video Class) aus dem USB-Standard nicht korrekt implementiert hatte und deswegen unter Linux nicht lauffähig war und unter Windows auch schon mal deren Software benötigt hat, um ein Problem mit dem Videosignal zu fixen.

        Aber ich breche mal eine Lanze für Linus: Den Standard mal unsinnig und unrealistisch auszureizen hat Unterhaltungswert und ich würde es als Würdigung des Standards sehen, was damit möglich ist und dass es 99,9% der Endnutzerfälle abdeckt.
        So sehr der USB Standard auch unter diversen Problemen schwächelt wie z.B. Geschwindigkeitsklassen, die effektiv niemand kennt. Oder das Chaos mit den Kabeln. Auf Aliexpress werden 100W Kabel für 2-3 € angeboten. Das sind aber auch reine Ladekabel. Die Datenleitungen fehlen. Für 1 Meter USB 3.2 Kabel mit 40 Gbps sind schon 10 € fällig. Auch Kabellängen sind ein Problem, weil die Physik gegen die "günstige" Materialwahl steht.
        Aber dazu gibt es einen unterhaltsamen Vortrag in der CCC Mediathek.
        Die billigen Ladekabel empfehle ich trotzdem für den Alltag. Wer sich einen netten 140W Charger mitbestellt (Aufteilung der Leistung auf die Ports beachten!) kann eine Menge Komfort auf dem Schreibtisch genießen. 2 Notebooks und ein Smartphone an einem Netzteil? Sexy! Lustigerweise beschwert sich mein Dell Latitude dass die Leistung nicht ausreichend ist. Man möge doch ein originales Dell Netzteil verwenden. Proprietärer Mist.
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Nur macht der das in einem heute jahrzehntelang perfektionierten USB Protokoll um damit Klicks und Geld zu machen während die Leute im Video das in einer Zeit machten als USB ganz neu (und Linus in der Grundschule) war um Bugs zu finden und zu lösen.

        Was davon eher lame ist kann jeder für sich entscheiden.
        USB ist schon krass mit den ganzen Standardtreibern. Ich finde es trotzdem witzig, dass Jabra ihre überteuerten Headsets als UC zertifiziert verkauft. Ich habe bisher nicht herausfinden können, was da genau zertifiziert wird. Aber ich habe den Verdacht, dass es sich dabei nur um heiße Luft handelt, weil die meisten anderen Headset zufällig auch einfach nur die Bluetooth für Telefonie (2-Wege Übertragung) und Audioausgabe (Einweg Kommunikation) nutzen.

        Horrende Preise für eine Zertifizierung, damit man als unbedarfte IT-Abteilung die Verantwortung für ein Problem an den zertifizierenden Hersteller weiterreichen kann. Ich habe schon Quatsch gehört, da lautete die Antwort auf ein Problem mit einer höheren Auflösung als bisher üblich: "Nutzen sie bitte von der IT zertifizierte Geräte."

        Meine Avermedia Capture Card hatte damals das Problem, dass sie anscheinend die UVC (Unified Video Class) aus dem USB-Standard nicht korrekt implementiert hatte und deswegen unter Linux nicht lauffähig war und unter Windows auch schon mal deren Software benötigt hat, um ein Problem mit dem Videosignal zu fixen.

        Aber ich breche mal eine Lanze für Linus: Den Standard mal unsinnig und unrealistisch auszureizen hat Unterhaltungswert und ich würde es als Würdigung des Standards sehen, was damit möglich ist und dass es 99,9% der Endnutzerfälle abdeckt.
        So sehr der USB Standard auch unter diversen Problemen schwächelt wie z.B. Geschwindigkeitsklassen, die effektiv niemand kennt. Oder das Chaos mit den Kabeln. Auf Aliexpress werden 100W Kabel für 2-3 € angeboten. Das sind aber auch reine Ladekabel. Die Datenleitungen fehlen. Für 1 Meter USB 3.2 Kabel mit 40 Gbps sind schon 10 € fällig. Auch Kabellängen sind ein Problem, weil die Physik gegen die "günstige" Materialwahl steht.
        Aber dazu gibt es einen unterhaltsamen Vortrag in der CCC Mediathek.
        Die billigen Ladekabel empfehle ich trotzdem für den Alltag. Wer sich einen netten 140W Charger mitbestellt (Aufteilung der Leistung auf die Ports beachten!) kann eine Menge Komfort auf dem Schreibtisch genießen. 2 Notebooks und ein Smartphone an einem Netzteil? Sexy! Lustigerweise beschwert sich mein Dell Latitude dass die Leistung nicht ausreichend ist. Man möge doch ein originales Dell Netzteil verwenden. Proprietärer Mist.
      • Von Krabonq Volt-Modder(in)
        Zitat von MightySH33p
        Bei Windows 8 war das eine Zeit lang quasi verpflichtend. Sonst konnte es sein, dass der USB-Stick nur noch bei dem zuletzt benutzten PC funktionierte.
        Ah, Win 8 hab ich mir nie angetan. Ich weiss aber, dass mein Vater auch mal das Problem hatte, es irgendwelche Berechtigungsprobleme gab mit einem seiner USB Sticks.
        D.h. du konntest deine dann auch nicht mal mehr formatieren unter Windows?

        Wenn ich mich richtig erinnere, dann hab ich es damals so gemacht, dass ich mit einer Linux Bootdisc den Stick meines Vaters formatiert hatte, da Linux sich nicht um die bescheuerten Windows Berechtigungen geschert hat. Ist aber sicher auch schon ein Jahrzehnt her.
      • Von Prypjat_no1 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Krabonq
        Also ich habe das echt noch nie verwendet und mir ist noch nie ein USB Stick deswegen unbrauchbar geworden. Angefangen hab ich mit einem 256MB Stick, wenn ich mich richtig erinnere. Einen ähnlich alten mit 1GB hab ich sogar noch in Verwendung. Zunächst wohl noch mit Win XP und auch da nie das "sichere entfernen" verwendet.
        Für mich war das immer nur eine Augenwischerei.
        Oder für übereifrige Leute gedacht ist, die direkt in der Sekunde abziehen, wenn ein Schreibvorgang fertig ist.

        Damit will ich nicht sagen, dass ich Recht habe, sondern nur, dass das meine Erfahrung war.
        256MB? Du verwöhntes Ding Du!
        Ich hab mit 32MB angefangen.
        Den Fehler hatte ich auch nur bei Win ME, 2000 NT und XP mit Servicepack 1.
        Danach kam das nicht mehr vor.
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Krabonq
        Also ich habe das echt noch nie verwendet und mir ist noch nie ein USB Stick deswegen unbrauchbar geworden. Angefangen hab ich mit einem 256MB Stick, wenn ich mich richtig erinnere. Einen ähnlich alten mit 1GB hab ich sogar noch in Verwendung. Zunächst wohl noch mit Win XP und auch da nie das "sichere entfernen" verwendet.
        Für mich war das immer nur eine Augenwischerei.
        Bei Windows 8 war das eine Zeit lang quasi verpflichtend. Sonst konnte es sein, dass der USB-Stick nur noch bei dem zuletzt benutzten PC funktionierte.
        Nach einem Windowsupdate hatte ich plötzlich zwei Sticks die dann nicht mal mehr bei mir gingen....
        Als es dann Windows 10 gab konnte ich die Sticks einfach "raparieren", aber vorher waren die lange Zeit nur Schrott.
        Irgendwie hätte man die vorher schon retten können, aber dafür war ich einfach zu faul, da es sich um sehr mickrige Sticks handelte.
      • Von JoeyTai Freizeitschrauber(in)
        Naja, mein Gigabyte Aorus Elite x570 MB ist regelmässig beim Start gecrashed wenn ein USB Stick beim Start steckte. Teils auch während des Betriebes. War mit den ersten Agesa Versionen und dann irgendwann Mal behoben. Maus und Tastatur umstecken hat auch in den Abgrund geführt. Kaputte Sticks nach Windowsnutzung, nicht mehr Erkennung und gar Brick gab's früher ab XP und in 7 auch bei mir immer wieder.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk