Ausmisten für Windows 10 und 11: Microsoft räumt mit seiner Vergangenheit auf

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Microsoft wird nach und nach einige Anwendungen aus Windows 10 und 11 herausschmeißen, darunter der Texteditor Wordpad.
Quelle: PCGH

Microsoft wird nach und nach einige Anwendungen für Windows 10 und 11 einstellen. Das Unternehmen kündigte 2023 an, 19 Funktionen deaktivieren zu wollen. Dazu gehören etwas das Wordpad, das Support Diagnostic Tool oder der Steps Recorder.

Langsam, aber sicher beginnt das Ausmisten für Windows 10 und 11. Microsoft kündigte im vergangenen Jahr an, 19 Anwendungen einstellen zu wollen, da sie entweder veraltet sind oder sich nicht ins moderne Windows-Design einfügen - im Jahr 2022 waren es erst zwei. Das wird den einen mehr, denn anderen weniger traurig stimmen, da die Verwendung dieser Funktionen von Person zu Person unterschiedlich intensiv ausgefallen sein wird. Einige der Anwendungen, die Microsoft herauswirft, sind auch durchaus nützlich. Dazu ließe sich wohl der RTF-Texteditor Wordpad zählen, über dessen Ableben PCGH bereits berichtet und der fast 30 Jahre sein Werk für Windows verrichtet hat.

Veraltete Anwendungen werden nach und nach entfernt

Wie Windows Latest erläutert, sind einige dieser Anwendungen noch immer auf den Windows-10- und -11-PCs verfügbar, doch sie könnten per Meldung als veraltet gekennzeichnet werden. Die Einstellungen nehmen dann letztlich Windows-Updates vor. Einiger dieser vom Aussterben bedrohten, teilweise jahrzehntealten Anwendungen hat Windows Latest zusammengetragen:

  • Microsoft Support Diagnostic Tool (MSDT): Die Legacy-Inbox-Windows-Problembehandlungen werden noch einige Zeit verschont. Microsoft erläutert auf seiner Support-Webseite, dass die MSDT-Plattform 2025 entfernt werden wird.
  • Cortana: "Der persönliche Produktivitästs-Assistent von Microsoft" soll nicht mehr zu verwenden sein, wenn die Anwendung im Microsoft Store aktualisiert worden ist. In Microsoft 365 soll Cortana weiterhin (hoffentlich) nützliche Hilfestellungen geben.
  • Steps Recorder: Das Schrittaufzeichnungstool wird ebenfalls in Rente gehen. Mit diesem lassen sich die Schritte aufzeichnen, die der Nutzer beim Auftreten des Problems ausgeführt hatte, um sie dann an einen Supportmitarbeiter für Windows weiterzuleiten.
  • Windows Mixed Reality: So lange ist das Aufkommen von Mixed Reality noch gar nicht her, dennoch gilt Windows Mixed Reality als veraltet und so wird jegliche Unterstützung ab dem 1. November 2026 eingestellt. Betroffen sind zudem die Mixed-Reality-Portal-App und Windows-MR für SteamVR.

Auch interessant: Windows-10-Nutzer werden wieder behelligt: "Sie haben Anspruch auf ein kostenloses Upgrade auf Windows 11"

Außerdem gilt die Tipps-App als veraltet sowie die Windows Speech Recognition, die durch die Voice-Access-App ersetzt werden soll. Weiterhin wird Microsoft Defender Application Guard für Edge und Office nicht mehr unterstützt und die Skriptsprache VBScript beerdigt.

Quelle: via Windows Latest

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Poulton Volt-Modder(in)
        Zitat von Alith Anar
        Falls jemand eine gute Alternative zu Steps kennt ...
        Was ich privat wie beruflich verwende: ShareX.
        Ansonsten die Qual der Wahl und es gibt noch Greenshot, ksnip und flameshot.
      • Von Poulton Volt-Modder(in)
        Zitat von Alith Anar
        Falls jemand eine gute Alternative zu Steps kennt ...
        Was ich privat wie beruflich verwende: ShareX.
        Ansonsten die Qual der Wahl und es gibt noch Greenshot, ksnip und flameshot.
      • Von kleinemann PC-Selbstbauer(in)
        Schön das Microsoft auch mal einen kleinen Teil Ihres Schnüffel-Apparates auch mal wieder entfernen.
        Auf "thul teim De" gab es vor 3 Tages auch was ähnliches zu "Heimliche Überwachung durch Microsoft Edge im Hintergrund?" mit einen Booster, der nix schneller macht, sondern nur heimlich Meta- und Telemetriedaten nach Hause sendet.
        Sonst warnen die auch immer vor fast allen, was man installieren möchte, das nicht von denen stammt
      • Von 7seven7
        Interessant damit das es jetzt Win 11 gibt, war da nichtmal das Thema von letzte Windows ist das 10 als a Service.

        Wollt wohl keiner den Müll, aber die Opfer die mit ihrer Telemetrie zahlen, nehmen das heuchelnd hin.
      • Von BigYundol BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Cross-Flow
        Das ist jetzt bisschen OT aber: Im Win11 Update menu wird dir was davon erzählt wie Windows Update CO2 einsparen kann.

        Gleichzeitig wird Energie und Internetbandbreite dafür genutzt dir im Start "Menu" Infos über B Promis anzuzeigen.

        Jetzt mal ehrlich? Wer soll das ernst nehmen?
        Ich hab die B-Promis mit OpenShell rausgekickt und damit tatsächlich bisschen gespart... Vor allem Nerven ob dem komplett belanglosen und nur störenden Seich, der nur unnötig ablenkt, Platz auf meinem Bildschirm verschwendet und einen noch wütender über die schon funktionell grottenschlechte Wurstfinger 8-11 "Startmenüs" macht
      • Von Bebo24 Freizeitschrauber(in)
        Konkret habe ich jetzt bei den im Artikel genannten Änderungen keine gesehen, die mich konkret betrifft und daher stören wird.

        Aber generell möchte ich mich mal zu den fortlaufenden Änderungen an den Betrietssystemen und "Produktivumgebungen" äußern: Fortschritt ist ja schön und gut. Aber obwohl ich jetzt Mitte 40 bin und seit ich 12 war immer einen Computer und Freude daran hatte (damals ein Amiga 500), nerven mich manche Zwangsumstellungen bei Software jetzt schon stark.

        Als Beispiele kann ich als erstes den Acobat Reader nennen, wo Adobe jetzt plötzlich die gesamte Bedienoberfläche umgekrempelt hat. Ich will damit eigentlich nur PDFs angenehm am Bildschirm lesen, manchmal ausdrucken und noch seltener mal etwas im Text markieren. Jetzt darf ich erstmal suchen, wo ich den Bildlauf für mich wieder optimal einstellen kann, etc.

        Ein anders Beispiel ist Android, wo manche Dinge mit den neueren Versionen zwar tatsächlich besser wurden (z.B. die Befugnis-Einstellungen für Apps), aber viele Dinge meines Erachtens unnötig geändert werden und nur dazu führen, dass man wieder neu lernen muss, wie man das Gerät zu bedienen hat.

        Jetzt aber zurück zu Windows. Da sehe ich das bei der Windows GUI und Systemsteuerungganz ähnlich: Warum musste man daran nach Windows 7 etwas ändern? Alles funktionierte gut und war funktional. Sie können von mir aus ja manche Funktionen zusätzlich einbauen und anbieten, aber dieses ganze - huch, da ist jetzt ne Kachel statt einem Menü etc., das braucht doch eigentlich niemand.
        Ähnlich auch beim MS Office: Da kommen ständig neue Updates rein, und ich kann nicht sagen, dass ich mich darüber freue. Ich verstehe die Notwendigkeit von Sicherheitsupdates. Und vielleicht auch alle paar Jahre mal größere Veränderungen, wobei ich da denke dies sollte nicht sein wo ich welche Funktion finde, sondern eher das die Funktion verbessert wird oder neue hinzukommen. Aber Microsoft macht da so häufig Updates (zumindest bei Office365), dass ich fest damit rechne dass sie das ganze System mit einem solchen Update eines Tages komplett schrotten. Das ist ja ein wirklich komplexes System, und da alle paar Wochen Updates beim Endkunden auszurollen erscheint mir schlicht als echte Gefahr. Ich bewundere tatsächlich deren QA-Abteilung, dass dabei noch nicht mehr schiefgegeangen ist!

        Was ich daran aber am wenigsten verstehe:
        Microsoft ist so ein riesiger Laden mit zig Millionen Bestandskunden und will die Sachen ja auch (weiterhin) verkaufen. Warum machen die nicht entsprechende Datenerhebungen / Umfragen unter ihren Bestandskunden, was diese sich für neue Features wünschen etc. Stattdessen sitzt da wohl einer in der Produktentwicklung und denkt "hm, was ändern wir für das neue Windows? Ich hab's: Kacheln wären toll" und dann stimmt irgendein Marktingfuzzi zu, die Geschäftleitung nickt es ab und trara, hier habt ihr das neue Windows 8 - und fast alle Kunden hassen es. Und das war ja nicht das erste und letzte Mal mit so einer verhassten Neuerung bei Windows, aber Windows 8 mit den Kacheln ist als Beispiel einfach so schön plakativ.

        Was ich ebenfalls nicht verstehe: Warum steigt der Ressourcenverbrauch von den Betriebssystemen so massiv an? Das betrifft die Systeme auf den Handys, aber auch bei Windows bringt jedes (große) Funktionsupdate gefühlt ca. 10% mehr Ressourcenverbrauch (vor allem beim RAM) mit sich. Warum?

        Und da wären wir dann auch beim Thema Umweltschutz: Dadurch, dass der Ressourcenverbrauch des Betriebssystems (aber auch praktisch sämtlicher anderer Software) mit jedem Update steigt, steigt zunächst der Stromverbrauch an, aber im nächsten Schritt sorgt dies auch dafür, dass selbst bei gleichen Anforderungen vom Anwender an die genutzte Software die Geräteleistung nach wenigen Jahren nicht mehr ausreicht und dieser neue Hardware, die viel Energie und andere wertvolle Ressourcen bei der Herstellung verbraucht, anschaffen muss. Vielleicht könnte man da mal in Bezug auf Nachhaltigkeit ansetzen, und Firmen wie Apple, Google und Microsoft dazu bewegen, nicht ständig die Software so neu zu gestalten, dass man neue Geräte benötigt nur um den Status quo in Bezug auf die genutzten Anwendungen (also inklusive dass diese noch flüssig laufen), zu erhalten.
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