Windows 10: Soll unerwünschte Apps bald standardmäßig blockieren
Im Mai 2020 hat Microsoft dem hauseigenen Windows Defender in Windows 10 ein neues Feature spendiert. In dem Sicherheits-Programm lässt sich nun einstellen, dass potenziell unerwünschte Apps, die sogenannten PUAs, vom Defender blockiert werden. Microsoft will diese Funktion nun standardmäßig aktivieren. Für Windows 11 ist der Einsatz noch nicht klar.
Im Jahr 2015 brachte Microsoft das hauseigene Sicherheits-Programm Windows Defender auf den Markt. Mit fast jedem Update haben die Entwickler an dem Schutz gearbeitet und weitere Funktionen hinzugefügt. Mit dem Mai-2020-Update von Windows 10 hat die Windows-Sicherheit ein Feature bekommen, mit dem das Programm potenziell unerwünschte Apps blockieren kann.
Potenziell unerwünschte Anwendungen, im englischen Original Potential Unwanted Apps, oder kurz PUAs genannt, gelten nicht als Malware. Sie können jedoch auf andere Art und Weise schädlich für den Computer sein. So können solche Programme Geräte verlangsamen, Werbung anzeigen oder sogar eigenständig weitere Software installieren, die schädlicher oder lästiger sein kann. Häufig werden PUAs auch unwissentlich auf den Rechner geladen, etwa bei Programmen aus dem Internet, die bei der Installation weitere Software laden wollen. Beispiele sind hier etwa Vorschläge für Browser oder Erweiterungen.
Im Mai 2020 wurde bei dem Sicherheits-Programm von Windows 10 die Möglichkeit hinzugefügt, solche PUAs zu blockieren. Die Einstellung ist bis jetzt jedoch optional und muss von dem Anwender erst einmal eingeschaltet werden. Wie Microsoft nun ankündigt, soll diese Funktion bald standardmäßig aktiviert werden.
Ab Anfang August 2021 soll die Windows-Sicherheit potenziell unterwünschte Software standardmäßig blockieren. Nutzer können diese Funktion in der entsprechenden App trotzdem noch deaktivieren oder nach dem Ausschalten wieder aktivieren. Zu finden ist das Feature in der Windows-Sicherheits-App unter "App- & Browsersteuerung" und "Zuverlässigkeitsbasierter Schutz". Microsoft hat diesen Schritt erst einmal für Windows 10 angekündigt. Wie es sich mit dem Schutz bei Windows 11 verhält, ist noch nicht klar.
Quelle: Microsoft, Windows Latest

Da kann MS theoretisch alles sperren, was nicht in deren Weltbild passt.
...auch die Frage, wer die TPM Chips herstellt und was da alles "hinten dran" hängt, liest man kaum.
Immer nur: "Juhu es wird alles besser und sicherer..."
Ich bin gespannt, wann die ersten Forderungen kommen, dass die TPM Funktionalität nicht deaktivierbar gestaltet werden darf....
Doppelplusgut das Ganze!
Da kann MS theoretisch alles sperren, was nicht in deren Weltbild passt.
wird vermutlich nicht passieren, aber wenn MS irgendwann doch entscheidet, dass nur der eigene store auf windows laufen soll, dann haben nur valve und itch eine alternative anzubieten (oder man steigt auf mac um)
Aber wir alle wissen ja, was Microsoft damit dann blockiert. Sowas wie "W10Privacy" etc., womit man den ganzen Windows-Müssl wenigstens halbwegs los wird (bis zum nächsten Update...).