Windows 10X angesehen: Cloud-OS als Chrome-OS-Konkurrent
Nun gibt es ein erstes Hands-on zu Windows 10X. Das neue OS versteht sich als Angriff auf Google Chrome OS und soll daher nur im Bildungsbereich und für Business-Nutzern verfügbar sein.
Als Konkurrent für Googles Chrome OS entwickelt Microsoft aktuell Windows 10X. So sollen ähnlich günstige Notebooks möglich werden, wie es die Chromebooks ab einem Preis von gut 150 Euro bereits vormachen. Um günstige Windows-Notebooks offerieren zu können, müssen Nutzer einige Kompromisse eingehen. So laufen bei Windows 10X alle Apps und Programme in Containern, was ein Plus an Sicherheit bringen soll, da die Software so nicht mehr so einfach Änderungen am System durchführen kann und etwa ein mit Schadcode infiziertes Programm so weniger Schaden anrichten kann, als bei einem herkömmlichen Windows. Laut einem angeblichen ersten Hands-on können bei Windows 10X anfangs keinerlei herkömmliche x86-Programme ausgeführt werden. Man kann nur Webseiten, Web-Apps und angepasste Windows-Apps aus dem Microsoft Store nutzen.
Win32-Programme laufen nicht (nativ) auf Windows 10X
Erst zu einem späteren Zeitpunkt soll es möglich werden, auch herkömmliche Win32-Apps alias x86-Programme auf Windows 10X auszuführen. Hierbei werden alle x86-Programme, nicht mehr nativ auf dem Budget-PC laufen, sondern müssen über eine aktive Internetverbindung aus der Cloud auf den mobilen Rechner mit Windows 10X gestreamt werden - eine Funktion namens Microsoft Cloud PC. Neu ist auch der integrierte Datei-Explorer, welcher standardmäßig nur mit Cloud-Diensten wie Microsofts Onedrive arbeitet und im Vergleich zum Datei-Explorer der Vollversion von Windows 10 wesentlich weniger Funktionen bieten soll, so zumindest der Leak der für gewöhnlich gut informierten Webseite Windowscentral. In der frühen Version fällt zudem auf, dass alle Apps und Webseiten immer im Vollbild starten. Erst nach dem Start kann man optional einen geteilten Bildschirm mit mehreren Apps anzeigen lassen.
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Mit dem sogenannten Chrome OS hat Google ein Betriebssystem geschaffen, das nahezu vollständig in der Cloud arbeitet und sich gerade in den USA im Bildungsbereich großer Verbreitung erfreut. In den USA besitzen derartige, günstige Chromebooks einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent in den Schulen des Landes. Erst dahinter folgt Microsoft mit Windows 10 und Apple mit iPadOS. Mit neuen Notebooks mit Windows 10X will Microsoft ab diesem Jahr den Angriff auf Chrome OS fahren. Windows 10X wird in diesem Jahr auf klassische Formfaktoren, etwa Notebooks kommen, wie Microsoft selbst angekündigt hat. Die ursprünglich angedachte Verwendung in Kombination mit Dual-Screen-Notebooks - wie etwa das Surface Neo - ist bis auf Weiteres verschoben, da offenbar das Interesse an Notebooks mit zwei Bildschirmen als zu gering eingestuft worden ist. Laut dem Chef der Windows- und Devices Group, Panos Panay, hat sich die Welt etwa durch die Coronakrise drastisch verändert seit der offiziellen Vorstellung vom Surface Neo im Oktober 2019.
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Sammlung zu Windows 10X:
- Angeblich gibt es ein erstes Hands-on zum kommenden Windows 10X. Hierbei handelt es sich um eine deutlich abgespeckte Version von Windows 10.
- So laufen aktuell keinerlei herkömmlichen x86-Programme darauf, diese werden erst zu einem späteren Zeitpunkt via Microsoft Cloud PC aus dem Internet auf die Notebooks mit Windows 10X gestreamt.
- Vielmehr setzt Microsoft bei Windows 10X voll auf die Cloud und die Anbindung an Webseiten.
- Windows 10X wird in diesem Jahr auf günstige Notebooks zu Preisen ab 150 Euro auf den Markt kommen.
Quellen: Windowscentral, Zdnet, Dr. Windows, Googlewatchblog, Petri, Microsoft
