Update für Windows 10: NTFS-Bug mit April-Patches behoben
Mit den aktuellen Patches vom Patchday im April 2021 hat Microsoft die Sicherheitslücke CVE-202128312 geschlossen. So soll das NTFS-Dateisystem wieder wie gewohnt funktionieren.
Ein Sicherheitsforscher hat herausgefunden, dass mittels eines Befehls über die Kommandozeile ein Schaden am NTFS-Dateisystem erfolgen kann, wie wir im Januar 2021 berichtet hatten. Hierzu müsste ein Hacker erstmal eine speziell präparierte Datei auf einen PC mit Windows 10 einschleusen, ehe dann der CMD-Befehl ausgeführt werden könnte. Die Sicherheitslücke CVE-202128312 wurde daraufhin von Microsoft untersucht. Mit den Sicherheits-Updates vom April-Patchday 2021 ist die Schwachstelle in Windows 10 geschlossen worden. Das Entwicklerteam hatte die Lücke mit geringer Komplexität eingestuft.
Was passiert beim NTFS-Bug in Windows 10?
Um das NTFS-Dateisystem zu schaden, muss einfach das Kommando "cd C:\:$i30:$bitmap" ausgeführt werden. Wenn Windows dann das Dateisystem als fehlerhaft einstuft, wird ein Neustart sowie eine Diagnose mittels Chkdsk durchgeführt. In vielen Fällen ist dadurch der Bug verschwunden. Zwar führte der Kommandozeilenbefehl nicht zu einem Schaden am Betriebssystem, aber der PC leitete fälschlicherweise eine Reparatur des NTFS-Dateisystems ein.
Immer wieder erlaubten es sich Trolle, beispielsweise auf Discord Batch-Dateien zu verteilen, die den Fehler produzierten und so die Nutzer ärgerten. Wie die Webseite Bleeping Computer bestätigt, kann mit dem Befehl nun nicht mehr das NTFS-Dateisystem beschädigt werden. Vielmehr erfolgt nun schlicht die Fehlermeldung: "Der Verzeichnisname ist ungültig".
Ebenfalls lesenswert: Windows 10: Kann das NTFS-Dateisystem Schaden nehmen?
Sammlung zum NTFS-Bug in Windows 10:
- Mit den Patches vom April-Patchday 2021 soll der NTFS-Bug in Windows 10 der Vergangenheit angehören.
- Bei der Sicherheitslücke CVE-202128312 war es möglich, über einen Kommandozeilenbefehl einen PC-Neustart mitsamt fälschlicher Reparatur des NTFS-Dateisystems zu erzwingen, obwohl es gar keinen Schaden am Dateisystem gegeben hatte.
Quellen: Microsoft, Golem, Bleeping Computer

Immer wieder erlaubten es sich Trolle, beispielsweise auf Discord Batch-Dateien zu verteilen, die den Fehler produzierten und so die Nutzer ärgerten.
Nach 1903/1909 hätte M$ einfach die Finger still halten sollen.