Keine neuen Versionen von Windows 10 für 32-Bit-Systeme mehr

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Keine neuen Versionen von Windows 10 für 32-Bit-Systeme mehr (1)
Quelle: Microsoft

Beginnend mit Windows 10 Version 2004 wird es von Microsoft keine neuen Versionen oder Auslieferung der 32-Bit-Version geben. OEMs müssen also ab sofort auf 64 Bit setzen.

Wer in seinem PC mehr als vier Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut hat, nutzt eine 64 Bit Version eines Betriebssystems. Bislang hat Microsoft aber auch noch die 32-Bit-Variante von Windows 10 an OEM-Partner ausgeliefert, wenn diese beispielsweise einen kostengünstigen PC mit Intel Atom anbieten wollten. Ab dem Windows 10 Mai 2020 Update wird damit Schluss sein, wie Microsoft in einem offiziellen Supportdokument schreibt. Wer einen neuen PC baut oder kauft, kann dann nur noch die 64 Bit Version von Windows 10 installieren.

Nutzer der 32-Bit-Version von Windows 10 erhalten auch weiterhin Updates

Wer bereits einen PC mit 32-Bit-Version von Windows 10 besitzt, wird aber auch weiterhin mit Updates von Microsoft versorgt werden. Neue Geräte sollen jedoch gleich auf 64 Bit setzen. Bereits seit einiger Zeit werden viele Programme und Treiber standardmäßig als Version für 64-Bit-Betriebssysteme ausgeliefert. Vor allem Netbooks, die etwa mit einem Intel Atom Z550 im Jahr 2010 oder früher ausgeliefert wurden, setzen auf ein 32-Bit-Betriebssystem, da sie aus Kostengründen lediglich über wenig verbauten Arbeitsspeicher und wenig Festplattenspeicher verfügen.

Microsoft hat die Systemanforderungen für die 64-Bit-Version von Windows 10 jedoch so angepasst, dass dieses auch auf einem PC mit mindestens zwei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte internem Speicher installiert und ausgeführt werden kann, wenn daran ein Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln oder höher angeschlossen ist. Das Windows 10 Mai 2020 Update ist ein rein optionales Update, welches Nutzer ab dem 26. Mai installieren können, aber nicht müssen. Erst in 18 Monaten wird diese Windows-10-Version zur Pflicht, wenn man als Privatanwender noch Sicherheitsupdates erhalten will.

Ebenfalls lesenswert: Windows 10 20H1: Microsoft verteilt Mai-2020-Update mit DirectX 12 Ultimate ab 26. Mai

Fakten zur Einstellung der 32 Bit Version von Windows 10:

  • Wer einen neuen PC baut oder kauft, kann ab Version 2004 nur noch die 64 Bit Version von Windows 10 installieren.
  • Es wird keine neuen 32 Bit Versionen von Windows 10 mehr für OEM-Partner zu kaufen geben. Wer bereits einen PC mit 32-Bit-Version von Windows 10 besitzt, wird aber auch weiterhin mit Updates von Microsoft versorgt werden.
  • Das Windows 10 Mai 2020 Update soll ab dem 26. Mai für alle Nutzer von Windows 10 ausgerollt werden.

Quelle: Microsoft

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Persönlich wäre mir für Systeme mit derart wenig RAM und langsamen, kleinen Systemlaufwerk schon ein normales Win 7 Starter x86 zu schwer, von daher habe ich mich nicht über die Win-10-64-Tauglichkeit der UEFIs informiert. Die CPUs sind aber offiziell dafür freigegeben.

        Bezüglich Support:
        Dieser erfolgt, sofern er nicht komplett freiwillig ist und jederzeit enden kann, immer im Rahmen eines Vertrages. Bei Windows ist er typischerweise durch Lizenzvereinbarungen zwischen Käufer und Kunden geregelt, allerdings gibt es keine LTSB/LTSC-Lizenzen für Endverbraucher. Microsoft ist zwar daran gescheitert, den Weiterverkauf von B2B-Keys dieser Versionen zu verhindern, aber der mit dem ursprünglichen Käufer für diesen vereinbarte Support, egal bis zu welchem Zeitraum, geht beim Weiterverkauf nicht an den neuen Nutzer über. Im Gegenteil: Da der ursprüngliche Lizenzvertrag durch den Weiterverkauf gebrochen wurde, erlischt er sogar komplett und man erhält als Privatperson am Ende nur noch die reine Nutzungslizenz "as it is".
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Persönlich wäre mir für Systeme mit derart wenig RAM und langsamen, kleinen Systemlaufwerk schon ein normales Win 7 Starter x86 zu schwer, von daher habe ich mich nicht über die Win-10-64-Tauglichkeit der UEFIs informiert. Die CPUs sind aber offiziell dafür freigegeben.

        Bezüglich Support:
        Dieser erfolgt, sofern er nicht komplett freiwillig ist und jederzeit enden kann, immer im Rahmen eines Vertrages. Bei Windows ist er typischerweise durch Lizenzvereinbarungen zwischen Käufer und Kunden geregelt, allerdings gibt es keine LTSB/LTSC-Lizenzen für Endverbraucher. Microsoft ist zwar daran gescheitert, den Weiterverkauf von B2B-Keys dieser Versionen zu verhindern, aber der mit dem ursprünglichen Käufer für diesen vereinbarte Support, egal bis zu welchem Zeitraum, geht beim Weiterverkauf nicht an den neuen Nutzer über. Im Gegenteil: Da der ursprüngliche Lizenzvertrag durch den Weiterverkauf gebrochen wurde, erlischt er sogar komplett und man erhält als Privatperson am Ende nur noch die reine Nutzungslizenz "as it is".
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        M.W.n. gab es kein einziges System, das mit Z3740 und 64 Bit UEFI ausgeliefert wurde. Damit läuft auch kein 64-Bit OS, selbst wenn Ram+eMMC ausreichend groß wäre.

        Der selben Meinung ist auch Notebookcheck für alle Bay Trail-T Atoms unterhalb des Z3795:
        Test Dell Venue 11 Pro 5130-9356 Tablet - Notebookcheck.com Tests
        Zitat
        Der Intel Atom Z3795 Prozessor ist einzigartig, denn er unterstützt 64-Bit-Betriebssysteme. Obwohl auch andere Atom-CPUs eine 64-Bit-Architektur verwenden, können sie aufgrund von UEFI-Beschränkungen nur mit 32-Bt-Betriebssystemen verwendet werden.
        Erst die Cherry-Trail Atoms (x7-Z8700 o.Ä.) konnten dann durchgängig 64 Bit Systeme nutzen.

        Für den zugesicherten Support braucht man keinen Zugriff auf irgendwelche Supportverträge. Für LTSB/LTSC gibt es schon immer 10 Jahre Support ab Veröffentlichung.
        https://support.microsoft...

        Win 10 x86 wäre doch jetzt die perfekte Plattform für all jene, die sich hier immer gegen Feature-Updares wehren.
      • Von altStrunk PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es wäre trotzdem eleganter gewesen, erst gar kein Windows für 32 Bit einzuführen. Jetzt muss man eben doch zwei verschiedene Feature-Level bis mindestens 2025 parallel unterstützen, denn Windows-10-32-Bit-Käufer haben ja weiterhin einen Support-Anspruch für die gesamte zugesagte Windows-10-Lebensspanne. Eigentlich sollte genau diese Fragmentierung mit den Zwangs-Updates verhindert werden.
        Vor 5 Jahren haben die aber noch lustig Windows 10 Tablet verkauft mit Atom Z3735f 1GB RAM und 16-32GB eMMC für 50 - 100€. Man könnte jetzt sagen da ist Windows eh unbenutzbar, aber es ist eine schöne Testumgebung für native X86 Windows Software, wenn es darauf läuft, läuft es überall. Ich hab mich schon vor 5 Jahren gefragt wie sie das supporten wollen aber den Fuffi war mir die Wette wert. Und bisher kann man nur sagen Hut ab.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        In die zu LTSC-Versionen gehörenden b2b-Lizenzverträge fehlt mir der Einblick. 2025 ist der allgemein garantierte Support-Zeitrum für Windows 10.

        Der Z3740 ist übrigens ein 64-Bit-Prozessor, die letzten 32-Bitter für Endkungen waren die der Z2000-Serie. (Größere N-Modelle wurden schon 2010 auf 64 Bit umgestellt.)
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es wäre trotzdem eleganter gewesen, erst gar kein Windows für 32 Bit einzuführen.
        Man kann MS wahrlich nicht vorwerfen, dass sie nicht alles versucht hätten, um die Leute zum Umstieg auf Win 10 zu bewegen. Mit 32 Bit Version hat man eben alle Rechner, bis runter zum P4 abgedeckt. Ich habe keinen Überblick, wieviele davon 2015 noch im Einsatz waren, aber es scheint ihnen wohl wichtig gewesen zu sein.

        Falls einem mal ein P4, mit entsprechend RAM in die Hände fällt: man kann zumindest Win 10 darauf installieren.

        Zitat von fotoman
        So alt sind Geräte mit Atom Z3740 nun auch noch nicht.
        Der beherrscht aber schon den 64 Bit Befehlssatz, genau wie mein alter Atom Z230. Die letzten beiden 32 Bit Intel CPUs, für Endverbraucher, waren der Atom Z270 und Z550, die kamen 2008 und 2009 auf den Markt. Außerdem gab es noch den Quark, der jedoch für den Endverbraucher uninteressant war, der kam 2014 auf den Markt.
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