Patchday-Update für Windows 10 stört Drucker - auch Avast macht Probleme
Die Windows-10-Aktualisierung vom Juni soll eigentlich dazu dienen, Sicherheitslücken zu stopfen, doch bringt sie neue Probleme mit sich. Wie Nutzer berichten, streiken nun diverse Drucker unter Windows 10. Auch im Zusammenspiel mit der Sicherheitssoftware von Avast gibt's Probleme, sodass Steam und andere Programme angeblich deinstalliert seien.
Monatlich gibt es einen Patchday von Microsoft, welcher diverse kleinere Bugs beheben und Sicherheitslücken in Windows und anderer Software des Hauses schließen soll. So ist es auch im Juni gewesen, doch - mal wieder - ist nicht alles glatt gelaufen. Nach der Installation des kumulativen Updates KB4557957 für Windows 10 klappt bei vielen Nutzer die Verbindung zum Drucker nicht mehr. Microsoft hat die Probleme bereits bestätigt und arbeitet derzeit an einer Lösung.
Keine Ausdrucke mehr nach Installation von KB4557957
Neben fehlgeschlagenen Druckaufträgen funktioniert auch das Drucken von PDFs nicht mehr. Laut Meldung diverser Benutzer sind Drucker verschiedener Hersteller wie Brother, Canon, HP, Panasonic und Ricoh von diesem Problem betroffen. Aktuell hilft nur, den Drucker oder den PC neu zu starten und den Druckauftrag noch einmal zu senden. Ebenfalls hilfreich ist es, den Drucker kurzzeitig vom Strom zu trennen, wie Dr. Windows berichtet.
Es spielt keine Rolle, ob der Drucker via USB-Kabel oder drahtlos mittels WLAN eingebunden ist. Schuld an den Problemen ist der Drucker-Spooler, so Microsoft. Wer den Druckauftrag nicht jedes Mal mehrfach senden will, kann auch einfach das Update KB4557957 oder das Windows 10 Mai 2020 Update deinstallieren. Auch ein anderer Druckertreiber könne helfen, so der Hersteller.
Avast sorgt für verschwundene Programme bei Windows 10 Mai 2020 Update
Einen Schrecken erleben aktuell einige Nutzer von Avast-Produkten. Nach Installation des Windows 10 Mai 2020 Update sind einige Programme, wie beispielsweise Microsoft Office, GOG oder Steam nicht mehr installiert, behauptet zumindest der PC. Tatsächlich ist die betroffene Software aber weiterhin auf dem Computer verfügbar. Allerdings hat die Sicherheitssoftware aus dem Hause Avast so ihre Probleme mit Windows 10 Version 2004.
Abhilfe bringt es, Avast zu entfernen und dann erneut zu installieren, um wieder mit allen auf dem PC installierten Programmen arbeiten zu können. Auch gibt es mittlerweile einen Patch von Avast, der dieses Problem beheben soll. Generell muss sich Drittanbieter-Sicherheitssoftware von Herstellern wie Avast, AVG und Co. tief ins Betriebssystem eingraben, um möglichst viele Bereiche des PCs auf Schadcode durchsuchen zu können. Diese weitreichenden Berechtigungen können aber immer wieder Probleme mit dem Betriebssystem und anderen Programmen verursachen. Alternativ steht etwa das Windows-Sicherheitscenter von Microsoft zur Verfügung, welches unter anderem den kostenlosen Virenscanner Windows Defender beinhaltet.
Ebenfalls lesenswert: Patchday: Microsoft stopft Sicherheitslücken in diversen Windows-Versionen
Fakten zu Drucker-Problemen und angeblich verschwundenen Programmen nach dem Windows Update im Juni:
- Nach der Installation des kumulativen Updates KB4557957 für Windows 10 klappt bei vielen Nutzer die Verbindung zum Drucker nicht mehr. Microsoft hat die Probleme bereits bestätigt und arbeitet derzeit an einer Lösung.
- Bis zu einem erneuten Patch hilft es, den Druckauftrag erneut zu senden, indem man den Drucker kurz vom Stromnetz trennt oder den PC neu startet. Auch die Deinstallation des Druckertreibers oder vom Windows 10 Mai 2020 Update helfen.
- Nutzer einer Sicherheitssoftware von Avast bekommen die Fehlermeldung zu Gesicht, dass beispielsweise Microsoft Office oder Steam nicht mehr gestartet werden kann, weil es nicht auf dem PC installiert sei.
- Tatsächlich sind diese Programme aber installiert, nur die Avast-Software sorgt für eine falsche Zuordnung. Nach der Installation eines Patches von Avast sollte dieses Problem nicht mehr bestehen.
Quellen: Microsoft, Dr. Windows, Avast

Microsoft kann froh sein, dass es keine wirkliche Alterantive als OS gibt, sonst wären die schon pleite.
Sehe ich genau so.
Edit: Wer nicht auf den nächsten Patch-Day warten möchte: Seit dem 18.06. gibt es ein Not-Update für alle Windows 10 Versionen. Für die Version 2004 ist es das Update KB4567523, wodurch sich die Build-Nummer auf 19041.331 erhöht. Mein Drucker läuft wieder.
Microsoft kann froh sein, dass es keine wirkliche Alterantive als OS gibt, sonst wären die schon pleite.
Nach ein paar Einstellungen flutscht nun auch alles, "Schnellstart" bei den Energieoptionen wieder Schuld für ein paar Kleinigkeiten. Ich gehöre merkwürdigerweise auch immer zu den wenigen Leuten die die ganzen Probleme nicht bekommen.
Da frag ich mich immer was so mancher an seinem System angestellt hat, dass dort immer wieder Problemchen auftauchen.
Meine alten HP Drucker hab ich allerdings noch nicht gestestet.
Da es meines Wissens mit anderen Antiviren-Anbietern keine Probleme gibt, könnte man hier auch die Schuld bei Avast suchen.