[Video-Update] Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,99 €

Watch Dogs war der Überraschungshit der letzten E3 schlechthin. Auch ein Jahr später ist das Interesse an dem Open-World-Titel (hat jemand GTA 5 gerufen?) ungebrochen. Level Design Director Falko Poiker zeigt uns eine Auswahl dessen, was Hacker Aiden Pearce alles anstellen kann, wenn er nicht im Rahmen der Hauptgeschichte des Action-Adventures unterwegs ist.

Update: Sie finden nun auch ein Entwickler-Interview zu Watch Dogs zu Beginn des Artikels.

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Gleich zweimal bekamen wir auf der diesjährigen E3 Ubisofts Hacker-Action-Adventure Watch Dogs zu Gesicht - einmal während der Sony-Pressekonferenz mit mehren tausend anderen Zuschauern, dann deutlich intimer mit nur fünf Messebesuchern und drei Entwicklern in einem Hinterzimmer des Ubisoft-Stands. Ähnlich unterschiedlich waren auch die Spielinhalte. Auf der Pressekonferenz zeigten die Entwickler aus Montreal, wie Hacker-Held Aiden Pearce eher actionreich einen Menschenschmuggler zur Strecke brachte - das erinnerte sogar etwas an die Vorführung des letzten Jahres. Unter 18 Augen führte uns der deutschstämmige Level Design Director Falko Poiker einige Aspekte des Open-World-Gameplays vor. Denn es liegt an Ihnen, ob Sie streng der Hauptgeschichte des Spiels folgen oder sich die ganze Stadt erhacken und zahlreiche Nebenmissionen meistern wollen.

Watch Dogs Vorschau: Smartphone als Hackerinstrument

Falko Poiker bringt uns zu Beginn seiner Vorführung in einen etwas ärmeren Stadtteil Chicagos, des Schauplatzes von Watch Dogs. Hier können wir jedoch die Stadtbewohner noch nicht ausspionieren, worauf ein rotes "X" über deren Kopf hindeutet. Der Grund: Wir haben uns noch nicht in den örtlichen Serverpark des ctOS, des Central Operating Systems der Stadt gehackt, in dem alle Telefon-, Internet- und Verkehrs- und sonstigen Datenströme zusammenlaufen. Wir begeben uns daher zum gut gesicherten Stützpunkt, den wir nach kurzer Abstimmung unter den sechs Zuschauern so lautlos wie möglich infiltrieren wollen.

Mit dem Smartphone hacken wir uns in die Überwachungskameras, um das Zielgebiet auszuloten und springen dann an einer etwas weniger stark bewachten Stelle über den Zaun. Mehrfach aktivieren wir ferngesteuert Tore oder einen Gabelstapler, was die Wachen ablenkt, die wir dadurch lautlos von hinten ausschalten können. Einen der leblosen Körper verbergen wir nicht schnell genug: Eine weitere Wache sieht uns und kommt auf den Tatort zu. Wir flitzen um sie herum und machen sie unschädlich, noch während sie ihren am Boden liegenden Kollegen untersucht. Die letzten zwei Wachposten schalten wir mit Hilfe der Fokus-Eigenschaft aus: Die Zeit steht still, während wir die beiden Gegner markieren, die nach dem erneuten Anlaufen der Zeit von Kugeln aus unserer Pistole niedergestreckt werden. Wir nehmen dem Sicherheitschef den Zugangscode zum Stadtteilserver ab und hinterlassen darin eine Hintertür, durch die wir auf die Rechenpower des ctOS zugreifen können.

Zu den Informationen, die wir jetzt zu jeder Person auf der Straße abrufen können, gehören nicht nur Alter, Beruf, Einkommen und Bonus-Infos wie "Häkelt gerne", sondern auch eine Art Verbrechensvorhersagequotient. Ist dessen Wert hoch, lohnt es sich, die entsprechende Person im Auge zu behalten. Und richtig: In einem Hinterhof überfällt ein mieser Typ eine wehrlose Frau. Wir treten dazwischen, doch der Bursche flieht über Gartenzäune springend zur Hauptstraße. Wir bleiben ihm dicht auf den Fersen - auch dann, als er sich ein Auto klaut. Wir schnappen uns ebenfalls eins und hacken uns in die Diebstahlssicherung des Verbrecherfahrzeugs, die es kurz darauf blockiert und in einen tödlichen Unfall verwickelt. "Beobachten euch Passanten bei einem Mord, sinkt euer Ruf", erklärt Falko Poiker. "Das ist aber keine einfache Schwarz-Weiß-Moral: Auch, wenn ihr vor ihren Augen einen gesuchten Verbrecher eliminiert, führt das nicht gerade zu Begeisterungsstürmen."

Watch Dogs Vorschau: Hacken, Reloaded

Szenenwechsel: Wir befinden uns in einem historischen Stadtviertel und steuern einen Waffenladen an. Hier verkaufen wir gefundene Waffen und Ausrüstungsgegenstände, akquirieren neue Ballermänner und verbessern unser Arsenal. Doch während wir noch die Auslage bewundern, sieht der Ladeneigentümer unser Konterfei in einer Nachrichtensondersendung. Er schielt uns aus zusammengekniffenen Augen an, während er einen Alarmknopf unter dem Tresen drückt. Jetzt heißt es nichts wie weg - wir steigen in ein Auto und jagen davon. Die Polizeiscanner können wir mit einem nur begrenzt verfügbaren Störimpuls irritieren und so die Häscher in einen anderen Straßenzug schicken. Außerdem können wir den Scans durch geschicktes Fahren ausweichen oder uns - wenn all das nichts hilft - eine wilde Verfolgungsjagd liefern mit den Cops. Unser Störimpuls ist jedoch erfolgreich und schon bald sind die Ordnungshüter wieder ruhig.

Da die ganze Stadt kostenlos ans Internet angebunden ist, hacken wir uns als nächstes in einen schlecht gesicherten WiFi-Hotspot ein und dringen so in die Wohnungen der Einwohner von Chicago ein. Durch die Kamera eines aufgeklappten Laptops sehen wir die Geldbörse und einige Kreditkarten einer Mutter, die im Hintergrund ein weinendes Baby beruhigt. Wir können der Versuchung nicht widerstehen und stibitzen uns die Kreditkartendaten. Doch bevor wir damit auf eine Einkaufstour gehen können, schlägt unser Smartphone Alarm: Wir wurden selbst Opfer eines Hackerangriffs. Wir eilen an den Ort, an dem das Stadtnetz den Hacker bemerkt hat und scannen einige dort herumlaufende Bürger. Nichts. Sollten wir uns getäuscht haben? Mitnichten: Kurz darauf identifizieren wir eine weibliche Hackerin - eine weitere Entwicklerin, die im Zimmer nebenan spielt. Sie bemerkt, dass wir sie entdeckt haben und flieht - wird jedoch mit einem Schuss aus Aidens Pistole niedergestreckt. "Normalerweise lassen wir sie am Leben", lacht Falko Poiker.

Watch Dogs Vorschau: Autofahren und Schießen gibt es auch

Anschließend drehen wir den Spieß um: Wir sehen uns die Stadtkarte an, steigen in das Spiel der Mitspielerin ein und versuchen nun unsererseits, uns in ihr System zu hacken. Doch auch wir werden bemerkt und müssen uns verstecken. Wir schwingen uns in ein parkendes Auto - "Das machen viele unserer Tester, weil die Fenster so schön spiegeln" -, doch werden dabei von einer Gebäudekamera aufgezeichnet. Schon bald quietschen die Reifen und wir werden zum Gejagten. Doch wir drehen den Spieß erneut um: Wir locken unsere Verfolgerin in eine Gasse und steigen aus, um uns mit ihr einen kurzen Schusswechsel zu liefern. Erneut geht sie zu Boden, wofür sich Falko Poiker über die Maßen entschuldigt - herrlich. Wir wundern uns: Können andere Spieler jederzeit in unser Spiel eindringen? Das könnte schließlich an entscheidenden Stellen der Hauptstory zu großen Frustmomenten führen. "Nein", antwortet Poiker. "Nur, wenn ihr euch im Erkundungsmodus befindet." Uff.

Watch Dogs Vorschau: Unser Fazit

Insbesondere nach diesem intimen Einblick ins Spiel ist klar: Watch Dogs besitzt immer noch ganz großes Hitpotenzial. Und zeigt dabei auf beklemmende Weise, wie sehr Wirklichkeit und Fiktion miteinander verschmelzen - gerade unter dem Gesichtspunkt der jüngst veröffentlichten Informationen zu den Spionageaktionen des US-Geheimdienstes NSA. Vielleicht sollte man sich wirklich überlegen, welche Daten man wem wie freigiebig anvertraut - schließlich könnte ein Aiden Pearce mit seinem Smartphone bereits warten, sie zu seinen Gunsten einzusetzen.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Andi2008 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

        Habs vorbestellt, bin aber immer noch skeptisch, ob das Spiel auch über die gesamte Laufzeit und den Nebenmissionen
        unterhält. Daher warte ich schon sehr gespann auf die ersten Reviews im Oktober/November.
      • Von Andi2008 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

        Habs vorbestellt, bin aber immer noch skeptisch, ob das Spiel auch über die gesamte Laufzeit und den Nebenmissionen
        unterhält. Daher warte ich schon sehr gespann auf die ersten Reviews im Oktober/November.
      • Von Jenny18bgh PC-Selbstbauer(in)
        AW: Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

        Kanns kaum erwarten bis es erscheint
      • Von MartinRoman Kabelverknoter(in)
        AW: Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

        Hoffentlich stimmt auch der Schwierigkeitsgrad...
      • Von biohaufen Software-Overclocker(in)
        AW: Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

        Wird auf jeden Fall gekauft, ebenso wie GTA V Freue mich jedoch eine ganze Ecke mehr auf Watch_Dogs.
      • Von ararat PC-Selbstbauer(in)
        AW: Watch Dogs E3-Vorschau: GTA-5-Konkurrent immer noch ein Hitkandidat, erschreckend nah an der Realität

        Wow!!!
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