[PLUS] Praxis: Mainboard-Wasserkühlung
PCGH Plus: Wasserkühlungen bieten sich nicht nur für CPU und Grafikkarten an. Wir beschreiben anhand zweier Beispiele den Verbau von Wasserkühlern am Mainboard und ermitteln den Nutzen einer Umrüstung. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2020.
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Coole Mainboards
Modulare Wasserkühlungen bieten den Vorteil, sich nahezu beliebig erweitern zu lassen, jedenfalls solange ein passender Kühlkörper für die Komponente verfügbar ist. Durch die steigende Kernanzahl von Prozessoren und die damit einhergehenden Anforderungen an die Stromversorgung rücken nicht zuletzt die Spannungswandler von Mainboards immer mehr in den (Kühl-)Fokus. Wir wollen daher klären, ob und wann das Einbinden einer Hauptplatine in den Wasserkreislauf Sinn ergibt und welche Möglichkeiten es hierfür gibt. Dass bei den aktuellen AM4-Platinen mit X570-Chipsätzen auch ein Interesse auf die Kühlung des I/O-Hubs fällt, blenden wir im heutigen Test vorerst aus. Unsere Mainboard-Marktübersicht zeigte nämlich, dass trotz aktiver Lüfter zumeist ein semipassiver Betrieb möglich ist. Der Umbau auf Wasserkühlung hätte hier allenfalls akustische Vorzüge. Wir wollen uns mit den Spannungswandlern aber ganz auf die aus Temperatursicht relevanten Hitzequellen fokussieren.
(Zu) viele Layouts, kaum Standards
Bei Prozessoren macht eine begrenzte Anzahl sockelabhängiger, festgelegter Befestigungskonzepte die Konstruktion passender Kühllösungen denkbar einfach. Für Grafikkarten können sich Kühlerhersteller ebenso auf Referenzdesigns berufen, um durch eine einzelne Kühlerkonstruktion passende Lösungen unabhängig von der Grafikkarten-Marke umzusetzen. Mainboardhersteller platzieren dagegen für einen Prozessortyp unterschiedlichste Modelle am Markt. Asus bietet am Beispiel des Intel-Z390-Chipsatzes nicht weniger als 21 unterschiedliche Platinen an. Unterschiedlichste Ausstattung und Bestückung schließen dabei gängige, das heißt identische Mainboard-Layouts quasi aus. Die Konstruktion eines Wasserkühlers für ein Mainboard beschränkt sich daher schnell auf nur ein einziges Modell eines Herstellers. Sie merken schon: Der Anreiz seitens der Wasserkühlungshersteller, passende Kühlkörper für zahlreiche Modelle zu konstruieren, hält sich in Grenzen. Angefangen mit einfach geformten Universalkühlern, die durch kleine Modifikationen an unterschiedliche Layouts angepasst werden können, reicht die Auswahl trotzdem hin zu modellspezifischen Varianten, die gleich mehrere Funktionen in einem Kühler vereinen - sogenannte Monoblocks kühlen beispielsweise Prozessor und Spannungswandler. Vereinzelt finden sich aber auch schon auf Mainboards vorinstallierte Wasserkühler am Markt. Beispielsweise für Asus' Formula-Serie oder Gigabytes Aorus Xtreme Waterforce werden aber auch über 500 Euro fällig.
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