Welche Lüfter für Kompaktwasserkühlung? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PCGH-Leser "siku" plant die Anschaffung einer Kompaktwasserkühlung, möchte allerdings die mitgelieferten Ventilatoren nicht verwenden. Welche Lüfter bieten sich für eine Kompaktwasserkühlung an?
Der Leserbrief:
"Ich möchte meinen PC mit einer AiO-Wasserkühlung ausrüsten. Ich habe vor, die mitgelieferten Lüfter auszutauschen. Dabei ist mir aufgefallen, dass 120-mm-Lüfter meist einen höheren statischen Druck aufbauen als 140-mm-Lüfter. Hat deshalb ein 240er-Radiator eine größere Kühlleistung als ein 280er? Können sie mir eine Wasserkühlung und Lüfter empfehlen?"
Die erste Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Wasserkühlung)
"Es gibt leider keine Vorschriften für Lüftertestverfahren. Die Angaben unterschiedlicher Hersteller sind daher nur eingeschränkt vergleichbar. Des Weiteren hängt der maximal aufbaubare statische Druck auch stark von der Drehzahl eines Lüfters ab - ein schnell drehendes, lauteres 120-mm-Modell mag durchaus 140-mm-Lüfter überbieten. Das dies auch bei gleicher Lautheit der Fall ist, kann ich anhand der vorliegenden Daten nicht sagen. Zu guter Letzt gilt auch für Lüfter: Der maximale Druckaufbau ist nur der praxisferne Endpunkt einer Kennlinie, die je nach Lüfter unterschiedlich verläuft. Wichtig für die Leistung im Alltag wäre der Luftdurchsatz bei gewissen Gegendruck. Mit ihrem bei gleicher Lautheit deutlich größerem Luftdurchsatz sind 140-mm-Lüfter hier deutlich im Vorteil; zudem hat ein 2×140-mm-Radiator bei gleicher Lamellenoberfläche und -tiefe einen größeren Lamellenabstand, als ein 2×120-mm-Modell und damit einen geringeren Widerstand. Prinzipiell ist ein 2×140-mm-Modell also klar leistungsfähiger, auch wenn dies in Einzelfällen von den Unterschieden zwischen Radiator-Baureihen überlagert wird. (Nicht jeder 2×140-mm-Radiator ist in jedem Szenario besser als jeder 2×120-mm-Radiator. Aber die meisten in den meisten Szenarien.)
Unter den von uns getesteten Kompaktwasserkühlungen hat Cooler Masters Nepton 240M den besten Gesamteindruck abgeliefert. Wenn die Serienlüfter ohnehin getauscht werden sollen, sind Silverstones Tundra TD02-E und Corsairs H110i GT (je nach Geld- und Platzverfügbarkeit) die etwas bessere Wahl. Die besten 140-mm-Lüfter beim typischen Einbau im Deckel mit Lüftern, die ohne Hindernisse frei aus dem Innenraum ansaugen können, sind Noiseblockers Eloop B14. Werden die Lüfter direkt hinter dem Radiator oder hinter Staubfiltern, etc. montiert, können diese aber Störgeräusche produzieren (siehe Test in der aktuellen PCGH 12/2015), in diesem Fall sind Noctua NF-A14FLX odre Aerocool Dead Silence die bessere Wahl. Ähnliches gilt verstärkt in der 12-cm-Klasse, wo eine Eloop-Variation die bislang beste Leistungsnote erhalten hat, zweit- und drittplatzierten Noiseblocker Multiframe M12 und Be quiet Silent Wings 2 aber die bessere Wahl für saugenden Betrieb sind.
Unabhängig hiervon weise ich ausdrücklich darauf hin, dass High-End-Luftkühler vom Schlage eines Noctua NH-D15 oder Thermaltake Frio Extreme Silent 14 typische CPUs auf quasi die gleiche Temperatur kühlen können, wie eine Kompaktwasserkühlung, aber wesentlich mehr Silent-Potential und dank guter Serienlüfter einen niedrigeren Preis haben."
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

Die Antworten der Redakteure sind immer so ausführlich und genau dafür gibts ein
Ich würde allgemein nicht so sehr auf die Angaben achten, die Lautstärke ist zwar ein wichtiges Kriterium bei der Wahl aber 1-2dB machen kaum einen Unterschied im ganzen PC. Das Luftfördervolumen ist bei den meisten auch ungefähr das selbe als ich 120mm Lüfter für meinen PC brauchte, war ich lange damit beschäftigt die richtigen zu finden.
Ein Kriterium muss man immer auslassen bei der Lüfterwahl habe ich gemerkt, tja man kann eben nicht alles haben.
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