Alphacool: Kurioser RAM-Wasserkühler in U-Form

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Alphacool: Kurioser RAM-Wasserkühler in U-Form
Quelle: Alphacool

Alphacool hat mit dem ES U-Form einen Wasserkühler für RAM-Module vorgestellt. Dieser eignet sich dabei für bis zu acht Module gleichzeitig - und dürfte eine klare Nischenlösung sein.

Meist werden Wasserkühler nur auf dem Prozessor oder der Grafikkarte verbaut, doch es gibt im PC-Bereich auch noch deutlich ausgefallenere Lösungen. Im November stellte Teamgroup beispielsweise eine Kompaktwasserkühlung für SSDs vor, und nun sorgt Alphacool mit einem Wasserkühler für RAM-Module für Aufsehen.

Arbeitsspeicher mit Wasserkühlung

Mit dem Alphacool ES U-Form will sich das Unternehmen angeblich an Server und Workstations richten, um dort den Arbeitsspeicher zu kühlen und damit die Systemstabilität zu garantieren. Inwiefern das tatsächlich notwendig ist, darf allerdings angezweifelt werden. Schließlich sollten DDR5-Riegel sogar etwas weniger Energie als die Vorgängergeneration verbrauchen, und schon diese war mit einer passiven Kühlung fast immer problemfrei lauffähig. Ein eigener Wasserkühler nur für den Arbeitsspeicher dürfte daher nur in Ausnahmefällen, etwa bei einer sehr hohen Umgebungstemperatur, tatsächlich notwendig sein.

Aus seitlicher Perspektive hat Alphacools neuer Wasserkühler die namensgebende U-Form: An den Enden der RAM-Module geht der Kühler nach oben. Quelle: Alphacool Aus seitlicher Perspektive hat Alphacools neuer Wasserkühler die namensgebende U-Form: An den Enden der RAM-Module geht der Kühler nach oben. Die Wärmeleitung erfolgt über zwei Kupferplatten pro Modul, die mit Wärmeleitpads auf dieses gesetzt werden. Quelle: Alphacool Die Wärmeleitung erfolgt über zwei Kupferplatten pro Modul, die mit Wärmeleitpads auf dieses gesetzt werden. Falls man sich den ES U-Form trotzdem zulegen möchte, erhält man dafür laut Alphacool einen Kupfer-Wasserkühler für acht Module gleichzeitig. Gemäß der Montageanleitung des Unternehmens können aber nur RAM-Module gekühlt werden, die in der unteren Reihe - zu den Kontakten hin - bestückt sind. Die Speicherchips müssen dann beidseitig mit einem Wärmeleitpad versehen werden, bevor man pro Modul zwei Kupferplatten überstülpt. Über diese wird abschließend der U-förmige Wasserkühler gesetzt, der dann die Wärme an das Wasser und den Radiator weitergeben kann.

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Der RAM-Wasserkühler kann laut Alphacool zwar auch für weniger als acht Module verwendet werden, dann dürfte er aber in vielen Fällen mit anderen Aufbauten auf dem Mainboard kollidieren. Da Quad-Channel-Mainboards nur im HEDT-Bereich und darüber zu finden sind, richtet sich der ES U-Form damit also an hochpreisige Systeme. Dort dürfte der Preis des Kühlers dann auch nicht mehr so stark ins Gewicht fallen - das Unternehmen verlangt zum Launch 150 Euro.

Quelle: Alphacool (Webshop)

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Für Desktop-Systeme gibt es ja andere Lösungen. Aber in 1U-Servern ist nach oben erst recht kein Platz und man verbaut doch keine Wasserkühlung, um dann doch 2U zu benötigen. Alphacool versucht sich hier letztlich an einer Alternative zu propietären Anbietern, die komplette Racks mit aufeinander abgestimmten Gehäusen, Mainboards und Kühlern liefern. Letztere beide passen da natürlich gut zusammen und modulare Anschlüsse gibt es erst gar nicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Für Desktop-Systeme gibt es ja andere Lösungen. Aber in 1U-Servern ist nach oben erst recht kein Platz und man verbaut doch keine Wasserkühlung, um dann doch 2U zu benötigen. Alphacool versucht sich hier letztlich an einer Alternative zu propietären Anbietern, die komplette Racks mit aufeinander abgestimmten Gehäusen, Mainboards und Kühlern liefern. Letztere beide passen da natürlich gut zusammen und modulare Anschlüsse gibt es erst gar nicht.
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wie man an der zu sämtlichen Desktop-Mainboards inkompatiblen Form für acht direkt nebeneinander liegende RAM-Bänke erkennen kann: Dieser "Radiator ohne Lamellen" richtet sich an Server. Da wird eher selten übertaktet, aber Wasserkühlung für den RAM ist in Racks mit entsprechender CPU-Kühlung mittlerweile weit verbreitet. Die Platzanforderungen der Alpahcool-Anschlüsse könnten die Kompatibilität aber einschränken.
        War auch mein erster Gedanke, Anschlüsse seitlich wtf???

        Auf meinem Board ist da Null Platz...
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Das Thema RAM-Kühlung hatte ich bislang auch nicht auf dem Zettel. Dann kombinierte ich 4x 48 GB DDR5-5200 RAM (1,25V) auf einem Z790-Board mit einem 14900K (Noctua NH-D15), der irgendwie gefühlt immer seine 200 Watt+ rausballert.

        Simple RAM-Belastungstests führen schnell zur Überhitzung des RAM und in der Folge zu Fehlern (ab 80°C) bei offenen Aufbau. Auch im Gehäuse mit "normalen" Airflow wird es kritisch.

        Hätte ich nicht gedacht. Gut, dass der Intel-Speichercontroller das hinterlegte XMP nicht stabil halten kann (im Gegensatz zu einem 7950X auf einem X670E-Board). So bleibt es beim SPD mit 1,1 Volt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von aluis
        Ich vermute extrem übertakteter RAM läuft gut gekühlt stabiler.
        Wie man an der zu sämtlichen Desktop-Mainboards inkompatiblen Form für acht direkt nebeneinander liegende RAM-Bänke erkennen kann: Dieser "Radiator ohne Lamellen" richtet sich an Server. Da wird eher selten übertaktet, aber Wasserkühlung für den RAM ist in Racks mit entsprechender CPU-Kühlung mittlerweile weit verbreitet. Die Platzanforderungen der Alpahcool-Anschlüsse könnten die Kompatibilität aber einschränken.
      • Von Danyy1337 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ramkühler werden in der nächsten Zeit defintiv ein großes Thema werden, was sich durch schnellen DDR5 Ram ergibt. Alles was Richtung 8000 MT/S geht, ist ohne aktiver Kühlung schon fast nicht möglich.
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