Kräuterlikörkühlung: PC mit Jägermeister statt H2O im Video

44
News Norman Wittkopf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Kräuterlikörkühlung: PC mit Jägermeister statt H2O im Video
Quelle: Screenshot / Biwit (YouTube)

Ein YouTuber hat mit Unterstützung von Jägermeister einen flüssigkeitsgekühlten PC zusammengeschraubt, der auf Kräuterlikör im Kühlkreislauf setzt.

Auf dem YouTube-Kanal "Biwit" von Bastler Kyle Hansen präsentiert sich seit Kurzem ein PC-System, dass statt herkömmlichen Kühlmitteln auf 1,5 Liter Kräuterlikör von Jägermeister setzt, wobei das Ganze angesichts der Affiliate-Links im Beschreibungstext offenkundig eine unterstützte PR-Aktion ist. Dementsprechend ist vor allem auch das Gehäuse des Rechners im Design der bekannten Alkoholmarke gehalten.

Dabei sei die Verwendung des Kräuterlikörs laut Hansen auch nicht erfolgt, um eine möglichst gute Kühlleistung zu erzielen, sondern wegen des optischen Effekts. Damit die verbauten Komponenten länger halten, wurde der Kräuterlikör nach einem Testlauf aber letztlich gegen ein ähnlich eingefärbtes, reguläres Kühlmittel ausgetauscht, weil der Alkohol die Acrylkomponenten der Kühlung belaste und auch der Geruch könne auf Dauer ein Problem sein.

Verbaut sind in dem ungewöhnlichen PC derweil unter anderem ein AMD Ryzen 9 5950X, eine EVGA GeForce RTX 3080 im FTW3-Eigendesign und 64 GiByte Corsair Dominator Platinum RGB-Speicher, gepaart mit einem 1.000-Watt-Netzteil aus EVGAs Supernova-Modellreihe. Dabei schlug sich das ungewöhnliche Kühlmittel vor der Entfernung bei Temperaturmessungen auch ganz gut und hielt beispielsweise den Ryzen 9 5950X im Belastungstest mit Cinebench R23 bei etwa 56 Grad Celsius. Weitere Details gibt es im Video:

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Unterdessen gibt es auch in unserem PC-Games-Hardware-Extreme-Forum im Wakü-Bilderthread einige sehenswerte PC-Systeme mit Wasserkühlung zu sehen, wie wir erst vor Kurzem wieder näher vorgestellt haben. Ebenfalls seit Kurzem online ist ein umfangreicher Wasserpumpentest als PLUS-Artikel aus der Print-Ausgabe von August letzten Jahres.

44
    • Kommentare (44)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich empfehle die lange Liste auf Wikipedia zu Nachteilen von Flüssigsalz-Thorium-Reaktoren – da gibt es reichlich weitere Gründe, warum man die Forschung nicht wieder aufnehmen sollte. Kühlungstechnisch ist es tatsächlich der gleiche, den ich für die Schokoladen-GPU-Kühlung genannt habe:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Man muss die gesamte Konstruktion permanent heiß halten. Bei einer radioaktiven Füllung ist das zwar etwas leichter möglich, weil sie sich in teilen selbst erwärmt, aber manchmal muss man zu Reparaturarbeiten eben doch mal auf für Menschen tollerable Temperaturen runter und falls es zu einem Ausfall der (Primärkreislauf-)Pumpe oder auch nur zu einer deutlichen Reduktion der Fördermenge kommt, wird der im Wärmetauscher/Radiator befindliche Teil der Füllung sofort fest. Zumindest im PC wäre das ein nahezu unlösbares Problem, denn selbst niedrigschmelzende Schokoladenmischungen müssten permanent auf über 50 °C gehalten werden, mehr als 60 °C wären aber für die eigentliche Kühlfunktion und auch für typische Pumpen ein Problem. Man hat also nur 10 K Spielraum insgesamt und ein eher zähflüssiges Medium, bei dem entlang des Kreislaufes schnell 5-10 K Differenz zwischen dem kaltesten und dem heißesten Punkt liegen, würdest schon der kleinste Fehler in der Lüftersteuerung zu Verklumpungen führen – und die zu Verstopfungen, die den Durchfluss weiter reduzieren und somit unweigerlich zur Aushärtung des gesamten Kreislaufes führen.
        (Ob das für Thoriumreaktoren auch gilt, kann ich nicht sagen. Ein kurzer Überflug über Wiki listet aber sowohl eine Mindesttemperatur von 600 °C für den geschmolzenen Brennstoff und eine maximale Einsatztemperatur von 650 °C für Legierungen, die den Bedingungen dauerhaft standhalten. Meine Bitte daher vorher: Nicht bauen oder zumindest nicht im Umkreis von 10.000 km um Fürth.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich empfehle die lange Liste auf Wikipedia zu Nachteilen von Flüssigsalz-Thorium-Reaktoren – da gibt es reichlich weitere Gründe, warum man die Forschung nicht wieder aufnehmen sollte. Kühlungstechnisch ist es tatsächlich der gleiche, den ich für die Schokoladen-GPU-Kühlung genannt habe:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Man muss die gesamte Konstruktion permanent heiß halten. Bei einer radioaktiven Füllung ist das zwar etwas leichter möglich, weil sie sich in teilen selbst erwärmt, aber manchmal muss man zu Reparaturarbeiten eben doch mal auf für Menschen tollerable Temperaturen runter und falls es zu einem Ausfall der (Primärkreislauf-)Pumpe oder auch nur zu einer deutlichen Reduktion der Fördermenge kommt, wird der im Wärmetauscher/Radiator befindliche Teil der Füllung sofort fest. Zumindest im PC wäre das ein nahezu unlösbares Problem, denn selbst niedrigschmelzende Schokoladenmischungen müssten permanent auf über 50 °C gehalten werden, mehr als 60 °C wären aber für die eigentliche Kühlfunktion und auch für typische Pumpen ein Problem. Man hat also nur 10 K Spielraum insgesamt und ein eher zähflüssiges Medium, bei dem entlang des Kreislaufes schnell 5-10 K Differenz zwischen dem kaltesten und dem heißesten Punkt liegen, würdest schon der kleinste Fehler in der Lüftersteuerung zu Verklumpungen führen – und die zu Verstopfungen, die den Durchfluss weiter reduzieren und somit unweigerlich zur Aushärtung des gesamten Kreislaufes führen.
        (Ob das für Thoriumreaktoren auch gilt, kann ich nicht sagen. Ein kurzer Überflug über Wiki listet aber sowohl eine Mindesttemperatur von 600 °C für den geschmolzenen Brennstoff und eine maximale Einsatztemperatur von 650 °C für Legierungen, die den Bedingungen dauerhaft standhalten. Meine Bitte daher vorher: Nicht bauen oder zumindest nicht im Umkreis von 10.000 km um Fürth.)
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Sind halt auch "nur" 35 Prozent Alkohol. Wenn der verdunstet bleiben also von 100 ml Jägermeister noch 65 ml übrig und 13 g Zucker auf 65 ml Restgetränk sind eben 20 Prozent. (Näherungsweise/spezifische Dichte des Rests mit Wasser gleichgesetzt.)

        Da müsste aber schon der ganze PC in den Tigel. Flüssige Schokolade an einer Stelle im Kreislauf nützt dir nichts, wenn die Rohre alle noch mit festem Material verstopft sind und schmelzende Wärme nur durch Leitung dorthin gelangen kann. Da brennt die nämlich vorher auf der GPU alles an. (Vergleiche Kernreaktoren mit Natrium- oder Blei-Kühlung: Funktioniert wunderbar mit diversen Vorteilen, solange alles läuft. Aber wenn man den Kreislauf nur ein einziges mal abkühlen lässt, sitzt man mit einem massiven Klumpen Schrott da. Schokolade hat dem gegenüber immerhin den Vorteil, dass man sie leicht zerbrechen und so die Einzelteile zur Reinigung demontieren kann.)
        Naja, ich nehm mal an, so einen Rechner würde man auch nur für kurze Zeit betreiben, genau wie das bei der Jägermeister-Kühlung der Fall war. Oder der Rechner darf nicht ausgeschaltet werden und es muss Dauerlast anliegen.

        Flüssigsalzreaktoren mit Thorium werden ja jetzt von China vorangetrieben. Soll auch recht gut funktionieren und wurde vor Jahrzehnten nur nicht weiterentwickelt (Gelder gestrichen), da man Thorium im Gegensatz zu Uran nicht als Bombe nutzen bzw. in Plutonium umwandeln kann, obwohl es so einige Vorteile hat und ein Supergau unmöglich ist. Beim normalen kann sich bildender Wasserstoff zum BUMM führen, während sich beim Ausdehnen der Tanks des Flüssigsalzreaktors die Masse verhärtet.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von MyticDragonblast
        So wenig nur? Die Plörre hat doch ohne Verdunstung schon 13% Zucker (zum Vergleich: Selbst Cola hat nur 9%). Ich erwarte, dass da schon nach sehr nach kurzer Zeit der Kühlblock und die Pumpe durch zähes Karamell zusetzen.
        Sind halt auch "nur" 35 Prozent Alkohol. Wenn der verdunstet bleiben also von 100 ml Jägermeister noch 65 ml übrig und 13 g Zucker auf 65 ml Restgetränk sind eben 20 Prozent. (Näherungsweise/spezifische Dichte des Rests mit Wasser gleichgesetzt.)

        Zitat von Terracresta
        Ich nehme mal an, dass ist ne PR Aktion, um Jägermeister im Ausland (noch) bekannter zu machen. Wieso sonst mit Bitwit und nicht irgend 'nem deutschsprachigen Kanal?
        Mal sehn wann jemand ne "Flüssigkühlung" mit Schokolade baut, inkl. Schokoladenfondue. GPU und CPU laufen dann mit 50°C oder mehr, um die Schokolade zu flüssig zu halten. Natürlich muss man am Anfang den Kreislauf per Schmelztiegel starten. xD
        Da müsste aber schon der ganze PC in den Tigel. Flüssige Schokolade an einer Stelle im Kreislauf nützt dir nichts, wenn die Rohre alle noch mit festem Material verstopft sind und schmelzende Wärme nur durch Leitung dorthin gelangen kann. Da brennt die nämlich vorher auf der GPU alles an. (Vergleiche Kernreaktoren mit Natrium- oder Blei-Kühlung: Funktioniert wunderbar mit diversen Vorteilen, solange alles läuft. Aber wenn man den Kreislauf nur ein einziges mal abkühlen lässt, sitzt man mit einem massiven Klumpen Schrott da. Schokolade hat dem gegenüber immerhin den Vorteil, dass man sie leicht zerbrechen und so die Einzelteile zur Reinigung demontieren kann.)
      • Von D0pefish Software-Overclocker(in)
        Der nette Hinweis nach der Kotzgrenze, dass es Werbung sein soll, um sich davon zu distanzieren, bevor man das Video trotzdem verbreitet? pfft
      • Von Greeny PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Antihubbard
        Wie man von diesem Artikel auf Greta, Veggie Bashing/Fraß und gendern kommen kann lässt tief blicken.
        Da sitzen Hass und Frust wohl ziemlich tief.

        (lustiger fun fact: veggie fraß hat noch niemand umgebracht, um Gegensatz zu Alkohol, Zigaretten und Fleisch)
        Ihm gings sicher darum, dass man in den 80ern tun und lassen konnte, was man wollte und er die Entwicklung in den von ihm genannten Bereichen seither als Einschränkung und persönliche Gängelung ansieht.
        Dass damit auch möglichst vielen anderen Menschen ein angenehmes Leben ermöglicht werden soll, sehen die "alten, weißen Männer" leider nicht.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk