Warhammer: Mark of Chaos (Battle March) im PCGH-Kurz-Test
Seit letzter Woche ist das erste Add-on zu Warhammer: Mark of Chaos, Battle March, im Handel. PCGH hat das Kampfstrategie-Spiel für Sie angespielt.
Warhammer: Mark of Chaos - Battle March im PCGH-Kurz-Test
Warhammer: Mark of Chaos erschien Ende 2006 und konnte sich eine kleine, aber feine Fangemeinde sichern. Das unterhaltsame Echtzeit-Strategiespiel überzeugte durch stimmungsvolle Präsentation und Atmosphäre, auch wenn dem Einzelspieler-Modus der letzte Kick fehlte.
Im Mai 2008 erschien nun mit Battle March das erste Add-on zu Warhammer: Mark of Chaos, es setzt das Originalspiel voraus. Battle March fügt den zwei Kampagnen des Originalspiels eine weitere hinzu. Der Spieler kämpft sich mit den neuen Armeen der Orks&Goblins und der Dunkelelfen durch frische Missionen. Leider hängen diese nicht direkt mit den beiden Kampagnen des Hauptspiels zusammen. Eine wesentliche Neuerung ist ein zusätzlicher Multiplayer-Modus namens Weltherrschaft, den wir allerdings nicht angespielt haben. Er stellt eine Art Online-Risiko dar.
Einstieg: Battle March
Furchterregende Einheiten in Warhammer: Mark of Chaos - Battle March
Der Start in die neue Kampagne geht flott vonstatten. Nach einem sehenswerten Intro gilt es, mit seinen beiden neuen Helden und einer Handvoll Einheiten eine Karte unter Kontrolle zu bekommen, die von Hinterhalten gespickt ist. Die Grafik ist dabei gewohnt gut. Die Landschaften sehen liebevoll texturiert aus, auch bei näherem Reinzoomen. Detailtexturen verschönen auch karge Gegenden. Auch die Einheiten wirken lebensecht, selbst wenn die Figuren relativ polygonarm aussehen. Zaubersprüche oder das Auslösen von Spezialfertigkeiten werden schick animiert. Im Vergleich zum Genre-Kollegen Fantasy Wars wirkt die Grafik insgesamt deutlich fortschrittlicher. Die Sprachausgabe klingt insgesamt professionell, allerdings ist der Slang der Orks und Goblins etwas gewöhnungsbedürftig.
Kameraführung: Battle March
Umständlich wirkt die Kameraführung. Das für eine gute Übersicht wichtige Drehen der Kamera ist nur umständlich per Tastenkombination möglich. Dafür können Sie mit der mittleren Maustaste nach links/rechts und vorne/hinten scrollen. Die Übersicht im Kampf ist bei einer Vielzahl von Einheiten weiterhin nur sub-optimal gelöst. Die kleinen Flaggen, die ihre Einheiten repräsentieren, verbinden sich beim Nahkampf schnell zu einem unübersichtlichen Knäuel.
Die etwas nutzlose Hauptkarte in Warhammer: Mark of Chaos - Battle March
Etwas nutzlos ist die Übersichtskarte, auf der Sie ihre Helden zum nächsten Einsatz schicken. Sie sieht zwar sehr schick aus, mehr Funktionen hat sie allerdings nicht. Es lassen sich lediglich einige optionale Missionen ansteuern.
Offizielle Systemanforderungen: Battle March
• Minimum
CPU: 2,4 GHz Intel Pentium 4 oder entsprechend AMD Athlon
Speicher: 512 MiByte
Grafikkarte: 128 MiByte Geforce FX oder 128 MiByte Radeon 9600
Festplattenspeicher: ~7 GByte (EU-Version)
• Empfohlen
CPU: 3,2 GHz Intel Pentium 4 oder entsprechend AMD Athlon
Speicher: 1 GiByte
Grafikkarte: 256 MiByte Geforce 6800 GS oder 256 MiByte Radeon X800
Leistung: Battle March
Die Performance von Battle March ist gewohnt gut. Auf dem Testsystem, einem Core 2 Duo mit 2,93 GHz, 2 GiByte RAM und Geforce 8800 GTS/640 MiByte, kam es selten zu Rucklern. Eingestellt war eine Auflösung von 1.280 x 1.024 bei 4-facher Kantenglättung (Multi-Sampling).
Nur wenn Sie die Kameraansicht ganz herauszoomen und viele Einheiten den Schirm bevölkern, kommt es zu einem merklichen Abfall in den gemessenen Fps. Zu beachten ist, dass es offenbar einen Framelock bei rund 60 Fps gibt. Bei unserem Probespiel, das 300.000 Frames beinhaltete, lag die durchschnittliche Fps-Rate bei 47. In einigen Szenen fielen die Fps auf Werte um die 20.
Warhammer: Mark of Chaos - Battle March im Benchmark-Test
Fazit: Battle March
Ab 16 20 Euro (Battle March im PCGH-Preisvergleich) bekommt der Käufer im Wesentlichen eine neue Kampagne sowie einen neuen Multiplayer-Modus. Das ist nicht unbedingt viel. Trotzdem kommen Fans von Echtzeit-Kampfstrategie auf ihre Kosten.
Wer Warhammer: Mark of Chaos noch gar nicht kennt, dem sei die hervorragende Collector's Edition empfohlen, die für unter 30 Euro zu haben ist (Warhammer: Mark of Chaos Collector's Edition im PCGH-Preisvergleich)
