HTC: Neues Vive XR-Headset macht die Focus-Reihe günstiger und auf dem Papier besser
HTC hat mit dem Vive Focus Vision ein neues VR-/XR-Headset vorgestellt, das mehrere neue Features für einen etwas niedrigeren Preis bieten soll. Für PCVR-Spieler gibt es aber einen Haken.
HTC hat mit dem Vive Focus Vision ein neues VR- bzw. XR-Headset vorgestellt, das sich in mehreren Punkten vom bisher erhältlichen Focus 3 absetzen soll. Auf den ersten Blick auffällig ist vor allem der geringere Preis: Während das Focus 3 laut HTC eine UVP von rund 1.500 Euro hat, kommt das Focus Vision für "nur" 1.200 Euro auf den Markt. Gleichzeitig soll es bei der Ausstattung keine Einbußen, sondern angeblich Verbesserungen geben.
Viele neue Features
Das Vive Focus Vision soll erneut auf den Snapdragon XR2 setzen und damit kabellos arbeiten können. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wurde der Arbeitsspeicher dabei etwas vergrößert - es sind nun 12 statt 8 GiB vorgesehen. Ein großer Leistungssprung ist damit aber wohl kaum möglich. Wer das Headset mit aufwendigerer Grafik nutzen möchte, ist deshalb wieder auf einen PC angewiesen. Dieser kann erneut über Displayport angeschlossen werden. Bis zum Jahresende will HTC in diesem Modus dann auch 120 Hz ermöglichen, die es bislang nur beim Vive Pro 2 gibt. Ansonsten sind die Eckdaten des Displays hingegen zum Vorgänger identisch: Es gibt zwei LCDs mit 2.448 x 2.448 Pixeln, die im Standalone-Betrieb mit 90 Hz laufen.
An weiteren Neuerungen bewirbt HTC das Vive Vision mit dem Einsatz von zwei Passthrough-Kameras mit 16 Megapixeln, integriertem Eye-Tracking, einem Tiefensensor für verbesserte Mixed-Reality-Anwendungen und einem Infrarotsensor, der die seitlichen Tracking-Kameras unterstützen soll. Außerdem wird das VR-/XR-Headset über eine automatische Einstellung der Pupillendistanz verfügen. Für Privatanwender dürfte diese zwar komfortabel, aber weniger relevant sein. Wichtiger ist sie dort, wo häufig der Benutzer gewechselt wird. Neben Spielern soll sich die Vision also erneut auch an Unternehmen richten.
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Im Weiteren spricht HTC allgemein noch von einer höheren Effizienz, einem optimierten Kühlsystem und einem zweiten integrierten Akku, durch den ein Akkuwechsel im laufenden Betrieb erfolgen kann. Zumindest auf dem Papier dürfte das Vive Focus Vision damit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Focus 3 sein, auch wenn unabhängige Tests das natürlich erst bestätigen müssen. Schließlich ist nicht auszuschließen, dass HTC an der einen oder anderen Stelle doch den Rotstift angesetzt hat. PC-Spieler müssen zudem noch einen Aufpreis einplanen. Denn das PCVR-Kit gibt es beim HTC Vive Focus Vision nur für Vorbesteller und damit bis zum 17. Oktober dazu. Danach soll es weitere 190 Euro kosten.
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Quelle: HTC (Pressemitteilung, Produktseite)
