VLC 3.0 erschienen: 360-Grad-Videos, HDR, Chromecast und mehr
Jahre nach dem letzten größeren Update ist die Version 3.0 des freien Mediaplayers VLC erschienen. Er wartet nun mit einer Vielzahl neuer Features auf, etwa 360-Grad-Videos, 8K, 4K60 sowie HDR. Außerdem vereint er alle Plattformen unter einem Dach.
Drei Jahre nach dem letzten größeren Update für den VLC-Player ist die Version 3.0 mit einer Vielzahl neuer Funktionen erschienen. Erstmals wurden alle Versionen zusammengeführt, sodass nun sowohl die Desktop- als auch die Mobile-Versionen auf die gleiche Versionsnummer hören. So ist die seit der Version 2.2 eingeführte Videobeschleunigung standardmäßig auf allen Plattformen aktiviert. Mit der neuen Architektur, die Rechenschritte spart, könne man 8K-Videos flüssig auf aktuellen Smartphones wie dem Samsung Galaxy S8 abspielen.
Unter Windows setzen die Entwickler auf Direct3D 11. Unterstützt werden nun auch HEVC und DxVA2. Auf MacOS und iOS-Seiten greift die Software auf die Video-Toolbox-Schnittstelle und damit die MPEG-Codecs H.263, H.264/AVC, H.265/HEVC und MPEG-4 Part 2 zurück. GPU-Zero-copy unter Android wird über OpenMax IL realisiert, ab Lollipop auch über das Mediacode-NDK. Zudem soll der MMAL-Support für Decoding und die Ausgabe auf dem Raspberry Pi 1 und 2 verbessert worden sein.
Mittels VDPAU werden Dateien mit 4:4:4 und 4:2:2 Chroma-Subsampling in Linux beschleunigt. Die Alternative VAAPI komme nun besser mit 10 Bit Farbtiefe, HEVC und Direct-Rendering klar.
Auch der bisher aus den Andorid-Versionen bekannte Browsing-Zugriff auf verschiedene Netzwerkfreigaben ist nun Teil der Gesamtveröffentlichung.
Besitzer HDR-fähiger Anzeigegeräte können sich unter Windows 10 nun darüber freuen, dass der Player Codecs mit bis zu 12 Bit Farbtiefe und erweiterte Farbräume unterstützt. Ansonsten unterstützt die Version 3.0 auch das sogenannte Tone-Mapping. Aktuell beherrscht VLC zwar nur HDR10, HDR10+ sowie HLG sollen sich laut Entwickler jedoch leicht umsetzen lassen. Kommende Versionen sollten also entsprechend gerüstet sein.
Neben zahlreichen Verbesserungen an den Audio-Codecs bringt VLC 3.0 auch die Unterstützung für 360-Grad-Videos mit, wobei man die Kamera mit der Maus bewegt. VR-Headsets sollen in diesem Zusammenhang jedoch erst in einer kommenden Version unterstützt werden.
Ebenfalls mit an Bord ist nun eine Chromecast-Unterstützung. Auf das Chromecast-SDK wurde jedoch verzichtet, wodurch auch Formate laufen, die Chromecast nicht nativ beherrscht. Für die iOS- und die UWP-App in Windows gibt es aber noch nicht die entsprechende Casting-UI. Sie soll in den nächsten Wochen folgen.
Interessanterweise läuft VLC 3.0 nach wie vor auf Windows XP, das sich laut Entwicklern in Asien immer noch größerer Beliebtheit erfreut. Der Funktionsumfang ist auf dem in die Jahre gekommenden Betriebssystem jedoch entsprechend eingeschränkt.
Herunterladen kann man sich die Software auf den Webseiten der Videolan Organization.
Quelle: Videolan.org, Golem

MPC-BE mag aber scheinbar madVR nicht, hab da des öfteren Crashes mit gehabt und madVR will ich mittlerweile echt nicht mehr missen, da sieht 1080p Inhalt auf 2160p wenigstens vernünftig aus
Und ich wechsel idR auch nur Programme, wenns wo zwackt. Da war MPC schon fest im Plan integriert.
Kann aber leider kein DTS...
Aber ich weiß.. Windows 10 Apps sind hier bei vielen absolut verpönt.
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Man muß auf den kleinen Pfeil neben "Download VLC" klicken, dann offenbart sich der 64-Bit-Installer:
Download official VLC media player for Windows - VideoLAN