Intel setzt auf Effizienz: Core Ultra 9 285K, Ultra 7 265K(F) und Ultra 5 245K(F) sind offiziell
Am 24.10. erscheinen fünf neue Intel-Prozessoren aus der Arrow-Lake-Generation. Sie liefern mehr Performance als Raptor Lake und sollen vor allem effizienter sein. Auch AMD sieht Intel geschlagen.
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Schluss mit den Gerüchten, jetzt wird Tacheles geredet! In diesem Moment wurde Intel Arrow Lake für den Desktop offiziell vorgestellt. Intel Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K(F) und Core Ultra 5 245K(F) erscheinen in zwei Wochen am 24.10., die Preisspanne reicht von 294 bis 589 US-Dollar. Die Prozessoren werden von einer neuen Architektur angetrieben, mit einem neuen Ansatz bei Performance- und Effizienz-Kernen. Der Fokus bei Arrow Lake liegt laut Intel ganz klar auf höherer Effizienz bei höherer Gaming- und Multi-Core-Leistung. Dabei soll der Vorgänger Raptor Lake übertroffen worden sein, bei wesentlich mehr Leistung pro Watt. Auch AMDs Topmodell, Ryzen 9 9950X, sieht Intel geschlagen. Der Fokus unserer Vorstellung konzentriert sich auf alle wichtigen Bereiche für PC-Spieler. Sie können die gesamte Intel-Präsentation zum Abschluss gern in der Bildergalerie durchblättern. Die wichtigsten Eckdaten in Kürze:
- Intel Core Ultra 9 285K, 24 Kerne (8P+16E), bis zu 5,7 GHz, 589 US-Dollar
- Intel Core Ultra 7 265K, 20 Kerne (8P+12E), bis zu 5,5 GHz, 394 US-Dollar
- Intel Core Ultra 7 265KF, 20 Kerne (8P+12E), bis zu 5,5 GHz, 379 US-Dollar
- Intel Core Ultra 5 245K, 14 Kerne (6P+8E), bis zu 5,2 GHz, 309 US-Dollar
- Intel Core Ultra 5 245KF, 14 Kerne (6P+8E), bis zu 5,2 GHz, 309 US-Dollar
Intel Arrow Lake Übersicht
Quelle: Intel
Das ist der Fokus bei Arrow Lake: Höhere Effizienz, höhere Multi-Core-Leistung, hohe Gaming-Leistung, KI im Desktop, moderne IGP und verringerte Temperaturen unter Last beim Spielen. Viele Punkte sind gerade bei ausgewachsenen Prozessoren des Vorgängers Raptor Lake, etwa ein Core i9-14900K, ein Thema. Nicht selten wurden diese Prozessoren so heiß und wiesen eine so hohe Leistungsaufnahme auf, dass man die volle Leistung ohne sehr aufwendige Kühlung gar nicht erst abrufen konnte. Intel räumt endlich mit der Brechstange auf, so scheint es zumindest. Ob man damit allerdings die Effizienz des Konkurrenten AMD erreicht, wird erst der Test zeigen können. Die Entwicklung ist jedenfalls zu begrüßen.
Neben den überarbeiteten P-Cores (Lion Cove), welche eine um neun Prozent höhere IPC als Raptor Cove aufweisen und dank kleinerer Taktschritte effizienter zu betreiben sind, wurden vor allem die Effizienz-Kerne verbessert. Diese haben von Gracemont, dem Vorgänger in Alder und Raptor Lake, einen satten Anstieg von 32 Prozent bei der IPC-Leistung hingelegt - dies könnte den Raptor-Lake-P-Cores entsprechen. Auf die von Meteor Lake bekannten Low-Power-Island-Kerne verzichtet Arrow Lake, es bleibt beim Zwei-Kern-Hybriden. Insgesamt setzt das Topmodell Core Ultra 285K auf 36 MiByte L3-Cache. Verbaut ist bei den K-Modellen eine neue Xe-GPU mit vier Xe-Cores, vollem Support für DirectX 12, vier Raytracing-Units sowie Unterstützung von XeSS - aufgrund der fehlenden XMX-Einheiten jedoch nur mittels DP4a-Profil. Die KF-Modelle verzichten auf die IGP und sind dafür etwas günstiger.
Endlich effizientere Kerne
Quelle: Intel
Laut Intel erreicht ein Core Ultra 9 285K bei 125 Watt dieselbe Leistung wie ein Core i9-14900K bei 250 Watt. Auch ein AMD Ryzen 9 9950X soll in dieser Hinsicht geschlagen werden, und zwar über alle Bereiche hinweg. Erreicht wird dies unter anderem durch den Verzicht auf HTT: Die Performance-Kerne liefern in Arrow Lake fortan nur noch so viele Threads, wie auch Kerne verbaut sind. Die E-Cores dagegen funktionieren in dieser Hinsicht wie die Vorgänger. Laut Intel sollen sich die effizienteren Kerne auch im Alltag bemerkbar machen. Man spricht beispielsweise von einer Energieeinsparung von bis zu 58 Prozent beim Arbeiten im Homeoffice mit den neuen Core-Ultra-Prozessoren.
Schneller als Raptor Lake
Intel sieht sich in den meisten Fällen dem Vorgänger Core i9-14900K ebenbürtig, jedoch mit einer signifikanten Verbesserung der Fps pro Watt. Pickt man sich die schönste Kirsche heraus, liefert ein Core Ultra 9 285K bei einer um 165 Watt geringeren Gesamt-Leistungsaufnahme vier Prozent mehr Fps in Warhammer 40K: Space Marines 2. Bei Titeln wie F1 24 oder Far Cry 6, wo das neue Arrow-Lake-Topmodell unterliegt, verpasst Intel allerdings die Chance, auf eine möglicherweise höhere Fps-pro-Watt-Performance hinzuweisen. Ob wir 177 oder 165 Fps sehen, macht nicht so viel aus, ob dabei aber 50 Watt weniger durch die CPU umgesetzt werden, schon viel eher. Insgesamt jedoch verspricht Intel eine Reduzierung der Leistungsaufnahme des Gesamt-Systems um 73 Watt, wenn man als Spieler auf einen Core Ultra 9 285K statt eines Core i9-14900K setzt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch nach unserer Analyse reicht das noch lange nicht aus, um die hohe Fps-pro-Watt-Leistung von AMDs X3D-Boliden zu erreichen.
Preise und technische Daten
Quelle: Intel
Quelle: Intel
Die drei Modelle, die zum Start von Arrow Lake erscheinen, sind verschieden ausgestattet. Nur das Topmodell Core Ultra 9 285K wird den Thermal Velocity Boost nutzen und einen bis zwei Performance-Kerne auf bis zu 5,7 GHz beschleunigen können. Auch der Single-Core-Boost, der greift, wenn die CPU warm geworden ist, beträgt nur für bis zu zwei Kerne die 5,6 GHz. Der All-Core-Boost für alle acht Kerne beträgt 5,5 GHz. Core Ultra 7 265K bietet "nur" noch den Turbo Boost 3.0 mit bis zu 5,5 GHz auf zwei Kernen und einen All-Core-Boost von 5,4 GHz. Die Unterschiede zum Topmodell werden an dieser Stelle sehr klein sein. Der Nachfolger des Core i5-14600K in der oberen Mittelklasse, Core Ultra 5 245K, verzichtet wie sein Vorgänger auf spezielle Boost-Modi und taktet auf allen Kernen mit 5,2 GHz. Die E-Cores aller Modelle takten mit 4,6 GHz. Verbaut ist jeweils eine NPU, die maximal 13 TOPs liefert. Mit an Bord sind zudem 24 Lanes, die Unterstützung von DDR5-6400 bei 192 GiB maximal. Core Ultra 9 285K und Ultra 7 265K teilen sich die TDP mit 125 Watt bei einer Maximum Turbo Power (vorher PL2) von 250 Watt, während der 14-Kerner letztere mit 159 Watt beziffert. Wie üblich lässt sich die tatsächliche Leistungsaufnahme unter Last nicht an der TDP ablesen.
In der Bildergalerie halten wir weitere Eindrücke für Sie fest:
Die gesamte Arrow-Lake-Präsentation in einem Rutsch
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Am Ende ist es ohnehin egal, wie viele Modellzyklen unterstützt werden. Was für Aufrüster zählt, ist die Geschwindigkeit des letzten davon. Der AM3(+) lief zum Beispiel offiziell 8 Jahre. Aber was nützt das, wenn man maximal auf einen FX-9000 aufrüsten kann und das nicht einmal mit einem Mainboard aus den ersten 2,5 Jahren? Der 2066 kam ebenfalls auf sechs Jahre komplett ohne Kompatibilitätshürden, aber auch der letzte i-10000 macht nicht wirklich etwas anders/besser als der erste -7000. Ob das beim LGA1851 anders wird oder ob Intel 2025/2026 mal einen richtigen Hammer fertigstellt, dass weiß derzeit nur Intel. (Ähnliches gilt aber auch für AMD: Da konnten sich AM5-Käufer vor zwei Jahren recht sicher sein, dass Zen 5 voll kompatibel wird. Aber von einem 7800X3D rüstet trotzdem niemand auf einen 9700X auf und wie die weitere Zukunftstauglichkeit aussieht, dass zeichnet sich erst jetzt langsam ab.)
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Gerade Raptor Lake wäre interessant gewesen. Frei zugänglich sogar noch besser... ^^
Mit corectl hab ich den Powersave Modus an, da bleibt das ding bei 2,2 Ghz, auch wenn ich im Browser bin. Dann sind es "nur" noch 40-50 W beim YT schauen.
thats the way
Die Frage ist aber für mich eher, welches Board noch 1-2x upgrades erfährt.
Ich muss im Frühjahr neu kaufen, brauche dafür aber noch nicht viel Leistung... erst in ca 2-4 Jahren dann, dafür würde ich aber ungern alles neu kaufen.
Also wirds wohl entweder AM5+ eine aktuelle CPU und in 2 Jahren (Zen 6) oder 4 (Zen 7) ein etwas potenteres Modell.
Oder eben Intel mit einem Upgrade auf Nova Lake. Letzteres ist eher unwahrscheinlich.
thats the way