CD Projekt Red im Interview: The Witcher 3 mit Wasser- und Fell-Simulation per GPU-PhysX plus Tessellation
Im kommenden Rollenspiel The Witcher 3 nutzen die Entwickler von CD Projekt Red nicht nur GPU-PhysX für die realistische Berechnung von Fell, sondern setzen voll auf DX11. So werden beispielsweise das Wasser und die Umgebung per Tessellation verschönert.
Für das dritte Abenteuer des Hexers entwickelte das polnische Studio die Red Engine 3, welche in vielen Teilbereichen gegenüber dem Vorgänger überarbeitet oder neu programmiert wurde. Ein wesentlicher Unterschied ist die Unterstützung von DirectX 11, denn The Witcher 3 erscheint nur für den PC, die Playstation 4 und die Xbox One. So erläuterte uns Balazs Torok, Lead Engine Programmer bei CD Projekt Red, man habe den DX9-Renderer über Bord geworfen und sich voll auf die Funktionen der aktuellen Schnittstelle konzentriert.
Wie die Entwickler auf der E3 zeigen, nutzen sie beispielsweise für die Ozean-Simulation Hardware-Tessellation mit bis zu Faktor 16 um realistischere Wellenbewegungen zu ermöglichen, aber auch das Gelände wird mit zusätzlichen Polygonen ausgestattet, wodurch das Level of Detail sichtlich aufgewertet wird. Weiterhin setzt CD Projekt Red verstärkt auf die Compute-Leistung von DX11-Grafikkarten, was sich in diversen Effekten wie Tiefenunschärfe äußert. Zudem nutzt The Witcher 3 am PC eine per GPU-beschleunigte PhysX-Darstellung, welche für Fell und Haare genutzt wird - bei Tieren, aber auch bei Kleidung. Der gezeigte Wolf etwa wirkt hierdurch erschreckend real. Weiterhin unterstützt der Hexer das Nvidia-exklusive TXAA (Temporal Approximate Anti-Aliasing).
Gerade im Hinblick auf die Playstation 4 und die Xbox One ist es zudem wichtig, die Engine stärker auf Multithreading zu trimmen, da hier acht vergleichsweise schwache Jaguar-Kerne rechnen. So resümiert Balazs Torok, bei der Red Engine 2 wäre das Job-Management sehr simpel ausgefallen, bei der Red Engine 3 habe man das Fundament massiv umgebaut um alle Rechenherzen zu nutzen. Weiterhin benennt der Lead Engine Programmer den PC als Lead-Plattform und fügt hinzu, er sei sich nicht sicher ob die Playstation 4 und die Xbox One trotz der fixen Hardware grafisch mit dem PC mithalten könnten.
Das Resultat ist so oder so beeindruckend, wie der aktuelle Trailer zeigt - die Spiele sind in der Next Gen angekommen.
Quelle: Igor Stanek, Eigene

letztendlich is es doch völlig wumpe, die einen bekommen aufgehübschte GPUphysik und die anderen trotzdem nen super game, das toll aussieht...wenn ich gegen nen rudel wölfe kämpfe...interessiert mich das wehende fell wohl eher weniger...aber es soll ja leute geben, die sich dabei extrem benachteiligt fühlen, weil 1 2 eyecandys auf ihrer hardware nicht so ankommen und mancheiner will dann gar vom gesamten spiel nichts mehr wissen.^^
Collie
Bei sonem bombastischen Spiel interessieren mich die Physikeffekte kaum. Wenn mein Rechner die packt, dann toll, wenn nicht: werden sie ausgeschaltet. Spiel wird so oder so gekauft. Ob nu TressFX oder PhysX ist mir persönlich wurscht
Gras, Haare oder Steine etc. ist ja für die Berechnung völlig egal. Das ist nur reine Aroganz von NVidea....
Außerdem: als ob das AMD anders machen würde, wenn die Rollen umgekehrt wären...
Aus der dominanten Marktstellung von Nvidia schließen viele, dass AMD eine nette Firma voller netter, gutmütiger Menschen sei... die wollen doch auch nur dieses Image bekommen, weil sie die Underdogs sind.
Außerdem wer weiß - Tomb Raider wurde schon früh mit TressFX entwickelt, anders wäre das nie ein Showcase geworden. Vielleicht war die Engine für TW3 schon lange fertig, bevor man TressFX präsentiert hat? Im Nachhinein noch ein Feature einbauen und dabei das ursprüngliche Konzept komplett über den Haufen werfen stelle ich mir nicht so einfach vor.
gRU?; cAPS
Über Open CL/DX 11 würde das alles genauso laufen, nur war Nvidia mit dem proprietären Mist zuerst da und was offenes zu entwickeln kostet halt ordentlich Geld, das man dann nicht durch höherer Verkaufszahlen wieder reinholen kann und wie wir wissen geht es AMD auch nicht so gut