The Last of Us Part I im Nachtest: Wie läuft der VRAM- und CPU-Fresser nach 11 Updates?
Mit The Last of Us schaffte es eine ehemalige Konsolenperle endlich auf den PC. Bedauerlicherweise lief das Spiel zum Release alles andere als rund, das Steam-Forum war (und ist) voll von Problemberichten rund um schwache Performance, lange Ladezeiten und Abstürze. PCGH prüft im Nachtest von The Last of Us Part 1, was sich nach elf (!) Patches getan hat.
In diesem Artikel
Bereits über zehn Jahre ist es her, als am 14. Juni 2013 The Last of Us für die Playstation 3 erschien. Entwickler Naughty Dog hatte sich mit den ersten drei Teilen von Uncharted bereits einen Namen gemacht und die bis dato gezeigten Trailer zum postapokalyptischen Abenteuer rund um Schmuggler Joel und die 14-jährige Ellie sahen äußerst vielversprechend aus. Bereits ein Jahr später erschien eine Remastered-Version auf der PS4. Die Grafik glänzte noch mal ein wenig mehr und zusätzlich gab's die "Left Behind"-Erweiterung kostenlos obendrauf. Am 2. September 2022 ging's dann noch mal eine Generation weiter, denn da veröffentlichte Naughty Dog das Spiel auf der PS5. Genau diese Version von The Last of Us Part I ist es nun auch, die auf den PC portiert wurde - inklusive 3D-Audio, Ultrawide-Support, eines Permadeath-Schwierigkeitsgrads und etlicher Einstellungsmöglichkeiten.
Bildergalerie
Leider stand die PC-Veröffentlichtung von The Last of Us Part 1 unter keinem guten Stern, wir berichteten. Insbesondere die berüchtigten "Gebäude Shader" - das falsch aus dem Englischen übersetzte Shader-Compiling bei Spielstart -, brachten einige Spieler zur Weißglut. Dieser Vorgang dauerte anfangs besonders lange und zwang so manchen Rechner in die Knie. Die Absturzneigung, langen Ladezeiten und nicht zuletzt der große Appetit auf Grafikspeicher vergällten einigen PC-Spielern den Spaß mit The Last of Us Part 1. Die Steam-Rezensionen fielen entsprechend in den Keller und waren "größtenteils negativ". Heute, zum Erstellungszeitpunkt dieser Zeilen, liegt der Wert mit 58 Prozent zumindest bei "Ausgeglichen". Die meisten der kürzlich verfassten Bewertungen sind positiv - dank der nunmehr elf erschienenen Updates für TLoU. PC-Spieler haben zwar immer noch das ein oder andere Problem, aus dem Gröbsten sind wir jedoch raus - Zeit für einen Nachtest mit einer aktuellen Bestandsaufnahme. Dabei sparen wir uns ausufernde Technik-Prosa und lassen stattdessen die (vielen) Benchmarks sprechen.
Auf dieser Seite
The Last of Us Part 1 für den PC: Übersicht
Die Anforderungen von The Last of Us Part 1 an den PC sind relativ gering. Laut dem Entwickler Naughty Dog reicht bereits eine Vierkern-CPU wie der Ryzen 5 1500X oder Intels Core i7-4770K für das Spiel aus. Die ebenfalls angegebenen Grafikkarten, Radeon RX 470 oder Geforce GTX 970, sind ebenfalls sehr betagt. Die Empfehlung lautet, einen Hexacore mit potenter Grafikkarte zu verbinden. Empfohlen werden ein Ryzen 5 3600X und Core i7-8700, welche zwar aus heutiger Sicht zum Alteisen gehören, aber sechs schnelle Kerne bieten, die dank SMT zwölf Threads bereitstellen können. Wie Sie später bei den Benchmarks sehen werden, ist der Unterschied zwischen Vier- und Sechskernern definitiv spürbar.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| OS | Windows 10 (Version 1909 or Newer) | Windows 10 (Version 1909 or Newer) |
| Prozessor | AMD Ryzen 5 1500X, Intel Core i7-4770K | AMD Ryzen 5 3600X, Intel Core i7-8700 |
| RAM | 16 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Grafikkarte | AMD Radeon RX 470 (4 GB), AMD Radeon RX 6500 XT (4 GB), NVIDIA GeForce GTX 970 (4 GB), NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti (4 GB) | AMD Radeon RX 5700 XT (8 GB), AMD Radeon RX 6600 XT (8 GB), NVIDIA GeForce RTX 2070 SUPER (8 GB), NVIDIA GeForce RTX 3060 (8 GB) |
| Speicher | 100 GiB | 100 GiB |
| Zusätzliche Anmerkungen | SSD empfohlen | SSD empfohlen |
Das Optionsmenü lässt keine Wünsche offen. Im Gegenteil, spätestens mit den neuesten Ergänzungen ist The Last of Us Part I ein Musterbeispiel für ein großartiges Grafikmenü, das nicht nur alle erdenklichen Optionen anbietet, sondern diese auch in Wort und Bild erklärt. Obendrein gibt es Bewertung, wie sehr sich die bestimmten Optionen auf den Prozessor, die Grafikkarte oder den VRAM auswirkt. Auf diese Weise lässt sich das Spiel optimal an jeden PC anpassen. Die erst mit einem der jüngeren Updates hinzugekommene Option "Texturen-Streaming-Rate" verdient besondere Erwähnung, denn diese Option sollte sich eigentlich in jedem Spiel finden. Dabei handelt es sich effektiv um die Größe des Texture-Pools, also das Kontingent an Grafikspeicher, das für Texturen reserviert wird. Je größer dieser Wert, desto stabiler die Grafikqualität. Der bestmögliche Wert in The Last of Us Part I lautet "Schnellste", gleichbedeutend mit der maximalen Menge an VRAM. Diese Schalterstellung lädt so viele Texturen in den Speicher wie möglich, sodass es beim Erkunden und Umsehen nicht zu sichtbarem Nachladen kommt. Steht die Option hingegen auf "Normal", wird deutlich weniger VRAM mit Texturen vollgeladen. Mit anderen Worten: Schaut man sich in der virtuellen Welt um oder betritt neue Gebiete, kommt es zu sichtbarem Nachladen oder gar Wegbleiben von Texturdetails - Matsch.
Die Texturen-Streaming-Rate ist somit der beste Freund von Besitzern speicherarmer Grafikkarten. In The Last of Us Part 1 ist die Grafik- und Speicherlast so balanciert, dass 8 GiByte mit maximaler Streaming-Rate nicht ausreichen, mit der Einstellung "Normal" hingegen schon. Allerdings bezieht sich dies nur auf Full HD, in höheren Auflösungen wird mehr VRAM benötigt. Dass diese Angaben realistisch sind, zeigt sich in unseren Praxistests mit TLoUP1 in Version 1.1.0.0. Die aktuelle Version ist bereits mit Abstand die beste des Spiels - zum Launch war mit 8 GiByte kaum etwas zu holen; Nachladeruckler, Texturmatsch und Abstürze waren die Regel. Mittlerweile hat Entwickler Naughty Dog sowohl die VRAM-Allokation als auch die Texturqualität auf 8- und 6-GiByte-Grafikkarten deutlich verbessert. Dennoch benötigt die Pracht noch ein gerütteltes Maß an Speicher und auch Rechenleistung - Zeit für die Benchmarks.
Auf der nächsten Seite geht es ans Eingemachte: Wie läuft das The Last of Us Part 1 am PC? Das haben GPU-Fachredakteur Raff und CPU-Fachredakteur Dave für Sie anhand von zahlreichen Benchmarks herausgefunden.

Und es war eine gute Entscheidung, denn obwohl das Spiel insgesamt mehr Grafikspeicher belegt als HFW, läuft es bei mir mit einer RTX 3070 auf Grafiksettings Ultra (ohne Bewegungsunschärfe und Linseneffekte) in WQHD mit DSSL Quality Hochskalierung absolut geschmeidig und sieht super aus. Ich hoffe die bringen für HFW auch noch Patches raus, die das genau so geschmeidig werden lassen, wenn man nur 8 GB VRAM hat!
Das wollte ich hier nur mal reinschreiben, falls jemand, der in FHD oder WQHD mit Upscaling spielen möchte, wegen 8 GB VRAM noch Bedenken hat das Spiel zu kaufen. Muss man - zumindest mit 8GB von Nvidia - nicht mehr haben
Ach ja, und noch vielen Dank und großes Lob an die Entwickler, die das so gut hinbekommen haben!