Paket mit 900 Mods: "Biblisch korrektes Skyrim" wie ein Psychotrip aus den 90ern
Die Modlist Curseadelica verwandelt The Elder Scrolls 5: Skyrim in ein reizüberflutendes Wunderland, das sowohl Spieler als auch Geräte an ihre Grenzen bringt.
Schrille Farben, erratische NPCs, skurrile Voicelines - Wer "Curseadelica" installiert und öffnet, findet sich in einer unkonventionellen Version von Himmelsrand wieder. Mit diesem Ungetüm einer Modlist für The Elder Scrolls 5: Skyrim lässt sich der Klassiker erleben, wie auf einem LSD-Trip.
Steht so in der Bibel
Die "biblisch akkurate Skyrim-Mod" enthält fast 900 Mods, die von Quests über Assets bis hin zu neuen Voicelines reichen. Version 3.2.1 wurde am 29. Juni 2024 von Nutzer JanuarySnow auf Github veröffentlicht, die sich nun jeder als Wabbajack-Paket einfach herunterladen kann. Obwohl einfach vielleicht der falsche Begriff ist, 154 Gigabyte sind schließlich keine kleine Datenmenge.
Zum Vergleich: Die erste Version von Skyrim von 2011 heraus und nahm ohne DLCs etwa 6 Gigabyte Speicherplatz ein. Die Special Edition von 2016 verlangt etwa 12 Gigabyte und die Anniversary Edition von 2021 fügt nochmal 12 Gigabyte hinzu. Kein Wunder also, dass Curseadelica ständig den PC zum Absturz bringt. Laut JanuarySnow läuft die VR-Version besser, warum das so ist, weiß er aber selbst nicht.
Zu viele Pilze genascht
"Hey Ihr da! Endlich seid Ihr wach!" ist der Satz, den niemand jemals nach dem Starten des modifizierten Spiels äußern wird, denn mit jeder verstrichenen Sekunde sinken Spieler tiefer in den Curseadelica-Fiebertraum.
Angefangen beim Charaktereditor können Spieler sich als beispielsweise als Shiny Pokémon oder mit einer Spinne statt eines Kopfes darstellen. Im Spiel selbst wird jede Sinneszelle des Spielers von aufpoppenden, völlig sinnfreien Quests, NPCs mit übergroßen Köpfen in absurden Outfits und visuell beleidigenden Texturen beansprucht.
Quelle: JanuarySnow (via Github)
Die Modlist Curseadelica verwandelt The Elder Scrolls 5: Skyrim in ein reizüberflutendes Wunderland, das Spieler und Geräte an ihre Grenzen bringt.
Da helfen die NPC-Interaktionen, in denen das computergesteuerte Gegenüber plötzlich anfängt, zu rappen, auch nicht gerade. Während Spieler also abwechselnd über ausgedrückte Zigarettenstummel und mit Buntstift gemalte Steine schlendern, keimt mit jedem Mazda, der vorbeifährt, die elementare Frage auf:
Warum?
JanuarySnow gibt selbst nur vage Antworten auf die große Sinnfrage, die sich viele, wenn nicht sogar alle wagemutigen Spieler von Curseadelica stellen. "[Curseadelica ist eine] Modlist, die entstanden ist, um mein eigenes Verlangen nach einer Augenweide zu stillen, um meinen Augen immer etwas Interessantes zum Anschauen zu geben."
Zumindest in diesem Punkt scheint die Modlist ihren Zweck erfüllt zu haben. Warum die Ohren der Spieler allerdings alle paar Sekunden mit völlig zusammenhangslosen Voicelines und der Frage "How hard can it be?" an Quests erinnert werden, erklärt der Erschaffer nicht.
Sehen Sie irgendeinen Mehrwert in dieser Mod? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

